Persönlichkeitsentwicklung

Selbst-Bewusst-Sein – Selbst-Achtung – Selbst-Vertrauen – 10 praktische Anregungen

Wie komme ich zu Selbst-Bewusst-Sein?

Selbstbewusst auftreten

Selbstbewusst auftreten

Selbst-Bewusst-Sein gibt es leider noch nicht in Dosen im Supermarkt um die Ecke. Es gibt Möglichkeiten, durch Selbst-Achtung und Erkennen des Selbst-Wertes zu mehr Selbst-Bewusst-Sein zu kommen.

Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Jahre- oder jahrzehntelange Prägungen aus dem Umfeld lassen sich nicht einfach wegwischen. Das, was wir gehört, erlebt und erfahren haben, hat sich nicht nur in unser Bewusstsein eingeprägt, sondern auch in unser Unterbewusstsein. Das Erkennen von Verhaltensmustern, das Loslassen von Ängsten und das Überbordwerfen von verkrusteten Glaubenssätzen sind Grundlagen für das Erlangen von Selbst-Bewusst-Sein.

Schrittweise lassen sich Selbst-Wert und Selbst-Vertrauen aufbauen – und das führt dann zu Selbst-Bewusst-Sein.

Die folgenden 10 Anregungen sollen Ihnen dabei helfen.

Anregung 1: Welche Ursachen gibt es für mein fehlendes Selbst-Vertrauen?

  • Erfahrungen in der Kindheit,
  • Versagen in einer bestimmten Situation,
  • Verlassen werden,
  • Unsicherheit über den Wert der eigenen Person – Sich-nicht-annehmen-können,

Fragen, die ich mir stellen kann

  • Welche Botschaften über mich selbst habe ich in der Kindheit gehört? (Was wurde direkt gesagt, was habe ich gehört)
  • Was stand in meinem Zeugnis über mich?
  • Wie sind die Menschen, mit denen ich aufgewachsen bin damit umgegangen, wenn ich etwas falsch gemacht habe?
  • Wie groß ist oder war das Selbstbewusstsein meiner Eltern oder anderer Erziehungspersonen?
  • Bin ich verlassen worden? Wenn ja von wem und wie bin ich damit umgegangen?

Anregung 2: Sich selbst besser kennen lernen

  • Wir sehen uns oft viel hässlicher, dicker, unfähiger als wir sind,
  • unser Selbstbild ist verzerrt,
  • Jeder Mensch hat Fähigkeiten, liebenswerte Eigenschaften, Verhaltensweisen – jeder Mensch ist einzigartig und wertvoll,

Was kann ich tun?

  • „Weggehen“ von mir selbst und mich selbst mit Distanz betrachten,
  • Sich selbst neu kennenlernen, wie ich einen anderen Menschen kennen lernen würde – offen und neugierig,

Anregung 3: Sich selbst annehmen

  • Selbstakzeptanz ist die Basis für Selbstvertrauen
  • ich nehme mich an – ich stehe zu mir – ich wirke selbstsicher
  • wir sind oft strenger zu uns selbst, als zu anderen Menschen, nörgeln und kritisieren an uns herum
  • Ich stoppe mich selbst, wenn ich zu mir sage “Ich blöde Kuh…” oder “ich mach auch immer alles falsch.”
  • Je öfter ich mich der inneren Kritik bewusst werden, desto leichter wird es mir fallen, diese Sätze durch etwas liebevolles und versöhnliches zu ersetzen, wie z.B. “Na, das war nicht so toll, aber gleich mache ich es viel besser.” oder “Das ist heute einfach nicht mein Tag, macht nichts.”
  • Ich konzentriere mich auf meine positiven Eigenschaften, nicht auf meine Schwächen. Blicke ich immer nur auf das, was ich nicht kann, bekomme ich ein falsches Selbst-Bild von mir. Ich denke immer auch an all das, was ich gut kann.
  • Ich bin in meiner Art einzigartig und es ist gut, dass es mich gibt.
  • Ich lasse es nicht zu, dass man mich respektlos behandelt. Wenn ich anderen Menschen erlaube, mich respektlos zu behandeln, ist das ein herabwürdigendes Signal an mein Selbstbewusstsein und an mein Gegenüber.

Anregung 4: Meine neue Grundeinstellung: Ich bin ok – Du bist ok

Das Gute, das Schlechte, das Pech und das Glück – es kommt alles zurück

  • Ich möchte nicht verurteilt werden – ich verurteile nicht,
  • Ich möchte respektvoll behandelt werden – ich bin respektvoll,
  • Ich möchte akzeptiert werden – ich akzeptiere,
  • Ich möchte ehrlich behandelt werden – ich bin ehrlich,
  • Jeder Mensch gibt immer sein Bestes!

Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus!

Anregung 5: Ich suche Sicherheit in mir, nicht im Außen

Ich vertraue darauf, dass mir das Amt etwas gibt und mir einen Job versorgt.
Ich sorge für mich selbst.

Was ist sicherer?

  • Wir fragen andere nach ihrer Meinung und hoffen, durch deren Ratschläge das Richtige zu tun.
  • Je mehr Sicherheit ich bei anderen suche, desto abhängiger mache ich mich (von einer anderen Person, vom Arbeitsamt, …).

Was kann ich tun?

  • Entscheidungen, bei denen es nur um mich geht, treffe ich (meist) selbst, auch gegen die Meinung anderer,
  • Ich höre auf meine innere Stimme,
  • Ich bin offen für Anregungen von außen, ich suche nach Rat, wenn ich es für notwendig erachte, aber die Entscheidung treffe ich,
  • Eigenverantwortung ist eine Grundlage für Selbstbewusstheit und damit für Selbstbewusstsein!

Anregung 6: Ich werde kritikfähig

Was ist Kritik?

Kritik ist nichts anderes, als eine persönliche Meinung,

Was kann ich tun?

  • Ich lasse nicht zu, dass Kritiker so viel Macht über mich bekommen, dass sie mich manipulieren,
  • Ich bin offen für Kritik, höre zu, bin bereit dazuzulernen,
  • Ich entscheide, ob ich der Meinung (Kritik) eines Anderen folge, oder nicht,

Anregung 7: Ich beziehe nicht alles auf mich

  • Nimm Dich ernst, aber nicht zu wichtig!
  • Jeder Mensch hat sein Leben und meine Rolle im Leben der meisten Menschen ist gering.

Was kann ich tun?

  • Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben.
  • Ich nehme mich und meine Bedürfnisse persönlich wichtig.
  • Ich sorge gut für mich selbst und dadurch nehme ich mich ernst.

Anregung 8: Ich lerne „Nein“ zu sagen

  • Selbst-bewusst zu sein bedeutet auch, zu wissen, was gut für mich ist und was nicht.
  • Nicht „Nein“ sagen können signalisiert mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstachtung.

Was kann ich tun?

  • Ich stehe für mich ein und sage zu meinem Wohl „Nein“.
  • „Nein“ sage ich freundlich, aber bestimmt und ohne schlechtes Gewissen.
  • Ich beginne damit, zu sagen: „Ich überlege es mir“, „Ich denke darüber nach“, „Ich rufe zurück“.

Anregung 9: Ich arbeite an meiner Ausstrahlung

  • positives und selbstbewusstes Auftreten erzeugt eine positive Rückstrahlung unseres Gegenübers,

Was kann ich tun?

  • Körpersprache: sie macht den größten Teil unserer Kommunikation aus
  • Welche Haltung, Mimik, Gestik wirkt offen und positiv?
  • Sprache: Lautstärke, Betonung und Wortwahl wirken auf meine Zuhörer,
  • Kleidung, Frisur und Äußeres: Es ist weniger wichtig, was ich anhabe oder wie meine Frisur aussieht, wichtiger ist, dass ich mich damit wohlfühle,
  • Anpassung ja, aber nur soweit, wie ich mich damit wohlfühle,

Kleider machen Leute … aber sie machen noch lange keinen Charakter

Anregung 10: Ich führe Buch über mein erfolgreiches Leben

Was ist die Grundlage von Erfolg? – Misserfolg!

  • Misserfolg und Niederlagen gehören zum Erfolg,

Was kann ich tun?

  • Ich notiere meine Erfolge, ergänze sie durch Fotos, Gedichte, Zitate usw.,
  • Hin und wieder blättere ich in diesem Buch und feier mich und meine Erfolge,

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