Politik & Gesellschaft

Was die Tiere den Menschen voraus haben

Vom Sinn des Lebens

Menschen sind irgendwie in einer komischen Situation. Wir sind hier auf der Erde und viele haben keine richtige Idee, warum sie eigentlich hier sind und was das alles soll mit dem leben und seinen Irrungen und Wirrungen. Da geht es den Tieren besser. Sie sind einfach da, fressen, schlafen, fortpflanzen – fertig.

Die Natur hat es so gewollt und uns mit einem hochkomplizierten Denkapparat ausgestattet – dem Gehirn. Und das macht es uns manchmal ganz schön schwer. Wir wollen überleben – Urtrieb. Wir reagieren deswegen unentspannt, wenn unser Leben bedroht wird. Das haben wir mit den Tieren gemeinsam.

Offensichtlich sind wir aber nicht nur auf der Welt, um zu überleben. Viele von uns haben den Drang, sich fortzupflanzen – den haben Tiere auch. Tiere pflanzen sich fort, wenn die Bedingungen dafür günstig sind. Stimmt etwas nicht, pflanzen sie sich auch nicht fort. Die Menschen der westlichen Welt pflanzen sich immer weniger fort – stimmen also die Bedingungen nicht?

Was könnte der Sinn unseres Lebens auf der Erde sein?

  • Ein teures Auto fahren?
  • In einer Villa wohnen?
  • Eine Yacht besitzen?
  • 365 Paar Schuhe haben?
  • Die Welt bereisen?
  • Fernsehen schauen?
  • Jedes Jahr das neueste Handy kaufen?

Ja, das könnte der Sinn des Lebens der Menschen auf der Erde sein, zumindest in den superreichen Ländern. Zumindest, wenn man den Heilsversprechen von Industrie und Medien Glauben schenkt. Doch etwas ist das alles? Wofür brauchen wird das? Um zu überleben? Wohl kaum.

  • Auto? Unnötig, wir haben zwei Beine, um zu laufen.
  • Villa? Hütte mit Dach reicht auch aus.
  • Yacht? Absolut unnötig für das Überleben (Sintflut ist derzeit nicht in Sicht).
  • 365 Paar Schuhe? Zwei Paare reichen auch.
  • Reisen? Bildet, aber ist nicht überlebensnotwendig.
  • Fernsehen schauen? Zu 99% unnötig.
  • Neuestes Handy? Bequem, aber Millionen von Jahren hat die Menschheit ohne technische Kommunikationsmittel überlebt.

Nein, all diese Dinge brauchen wir nicht wirklich, um zu überleben. Wir besitzen sie oder wollen sie besitzen, weil sie unser Leben angenehmer machen, weil sie uns Zerstreuung bringen oder weil sie unsere Eitelkeit befriedigen.

Für die meisten Menschen ist auch alles ok, so wie es ist. Sie tun einfach das, was sie tun, oder weil die Anderen es tun. Sich keine Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen kann manchmal auch eine Gnade sein. Bis man an den Punkt kommt, wo einem auffällt: Mist, darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht und jetzt habe ich den Salat.

Beim Sinn des Lebens ist es wie beim Sex – zu viel Nachdenken stört da meistens. Und es gibt auch keine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ich kenne jedenfalls keine und ich kenn auch niemanden, der eine Antwort gefunden hätte, die mir schlüssig erscheint.

Ich habe meine eigene Theorie. Der Sinn des Lebens ist der, den jeder Mensch seinem Leben gibt. Nicht mehr und nicht weniger.

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