Sprache & Kommunikation

Thema des Monats April 2016: Sprache und Kommunikation

Das Milton-Modell der Sprache

Sprache ist Mittel zum Zweck. Sie kann zur Motivation, Aufmunterung und Bestätigung eingesetzt werden, aber auch zur Einschüchterung und zum Erhalt von Macht. Berit Ås stellte die fünf Herrschaftstechniken heraus:

  • Unsichtbar machen – indem Personengruppen vergessen, nicht wahrgenommen werden, nicht zu Wort kommen und/oder ihre Meinungen ignoriert werden,
  • Lächerlich machen – liegt vor, wenn der Einsatz von bestimmten Personengruppen verhöhnt wird oder mit dem Verhalten von Tieren verglichen wird,
  • Zurückhalten von Information (auch als Herrschaftswissen bezeichnet), Informationsbesitzende, die sich aus Selbstverständnis oder aus einem selbstbestimmten Machtverhältnis heraus nur an bestimmte andere Personengruppen wenden und bestimmten Personengruppen wichtige Informationen vorenthalten,
  • Schuld unterstellen, egal was man tut – wird gegenüber jenen benutzt, gegen die man ein Vorurteil hat,
  • Auftragen von Schuld und Scham – durch Lächerlichmachung, Peinlichmachen, Bloßstellung.

Die fünf Herrschaftstechniken sind relativ leicht durchschaubar. Weniger leicht durchschaubar ist die Manipulation durch Sprache. Geschickte Redewendungen, das Weglassen von Informationen, das Herstellen scheinbar kausaler Zusammenhänge, eine scheinbare Wahlfreiheit sind nur einige Beispiele, wie mit Sprache manipuliert werden kann.

Jeder Mensch manipuliert seine Mitmenschen jeden Tag durch das, was er sagt und wie er es sagt. Viele Menschen tun dies unbewusst, oft aus übernommenen Sprachmustern. Einige Menschen wissen um diese manipulativen Sprachmuster, die auch hypnotische Sprachmuster genannt werden, und setzten sie bewusst ein, um für sich Vorteile zu gewinnen. Doch das lässt sich auch umkehren. Hypnotische Sprachmuster lassen sich auch bewusst anwenden, um Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern.

Ein Meister in der Anwendung hypnotischer Sprachtechniken war Milton H. Erickson. Er setzte sein Wissen und seine Begabung im positiven Sinne ein. Seine Fähigkeiten wurden von Richard Bandler und John Grinder analysiert und im Milton-Modell der Sprache zusammengefasst.

Blicklicht-Leben widmet sich im Monat April 2016 den hypnotischen Sprachmustern nach dem Milton-Modell der Sprache. Der Fokus wird dabei ausschließlich auf die positive Absicht gelegt. Ziel soll sein, hypnotische Sprachmuster zu erkennen, ihnen angemessen begegnen zu können und die negativ auf andere Menschen wirkende eigene Sprache zu überprüfen.

Freuen Sie sich auf eine interessante Reise in die Welt der Sprache.

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2 Reaktionen zu “Thema des Monats April 2016: Sprache und Kommunikation”

  1. Sven Lehmann schreibt

    Ludwig Wittgenstein würde der Aussage, dass Sprache nur Mittel zum Zweck ist, nicht ganz zustimmen.

  2. Mirko Seidel schreibt

    Was hätte Wittgenstein denn gesagt?

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