Angst

Strategien, mit akuter Angst umzugehen

Mittelberg bei Nebra

Akute Angstanfälle können nicht nur starke körperliche Reaktionen mit sich bringen, sie lähmen auch und machen handlungsunfähig. In einer konkreten oder erwarteten Gefahrensituation kann ein Mensch mit einer Panikattacke nicht mehr oder nicht mehr angemessen reagieren Schlimmstenfalls kann es dazu kommen, dass die Situation eskaliert (z.B. eine Auseinandersetzung) oder die körperlichen Beschwerden so stark werden, dass Lebensgefahr besteht.

Für die Überwindung (oder zumindest Linderung) einer akuten Panikattacke hier folgende Tipps:

Tipp 1: Atemübung

  • tiefer als gewöhnlich einatmen und in einer Bewegung (also ohne d en Atem anzuhalten) wieder ausatmen,
  • Atem dann 6 bis 10 Sekunden anhalten,
  • dann wieder tief einatmen und in einer Bewegung ausatmen,
  • die Übung 2 bis 3 Minuten wiederholen, bis eine Entspannung spürbar ist,

Tipp 2: Essen oder Kauen

  • Kauen baut Stress ab und hilft bei der Reduktion der Angst,
  • Geeignet sind Nüsse oder ein Kaugummi,

Tipp 3: Trinken

  • etwas erfrischendes trinken, wie z.B. kaltes Wasser,

Tipp 4: Mit den Symptomen sprechen

  • Bewusstes Ansprechen, etwa: Hallo, da bist Du ja wieder mein … / meine Angst. Ich begrüße Dich. Ich weiß, dass Du harmlos bis und ich nicht ohnmächtig werde. Ich bin sicher, ich bin gesund. Du kannst mir nichts anhaben.

Tipp 5: Ablenken

  • Aufmerksamkeit aus dem Inneren nach außen lenken.
  • Was sehe ich? Was höre ich? Was rieche ich? Was machen die Menschen um mich herum?
  • Gibt es jemanden zu reden oder den man anrufen kann?
  • Machen!

Tipp 7: Körperliche Reize

  • Ablenkung können auch körperliche reiz schaffen, wie ein Gummiband am Arm, das gezogen wird und dadurch einen leichten Schmerz auslöst oder sich selbst in den Arm oder ins Beim kneifen.

Tipp 8: Positive Autosuggestion

  • Sätze sagen, wie: Ich bin gesund, Ich bin sicher, Alles ist gut, Meine Körperreaktionen sind normale Stressreaktionen, lästig, aber harmlos.

Tipp 9: Musik

  • Musik hören, singen oder summen lenkt ab und hilft, von ängstlichen Gefühlen und Gedanken abzulenken.

Tipp 10: Entspannungsübungen

  • Entspannungsübungen, wie autogenes Training (AT), Progressive Muskelentspannung (PMR), Yoga oder Meditation helfen, Ängste abzubauen.

Tipp 11: Bewegung

  • im Zimmer auf und ab laufen, Spazieren gehen,
  • durch Bewegung werden Stresshormone abgebaut,

Es sind nicht die Symptome, die einen Panikanfall auslösen. Unsere Bewertung der Symptome ist verantwortlich, ob wir in eine Panikattacke fallen, oder nicht. Die Tipps verhindern nicht das neuerliche Auftreten einer Panikattacke. Sie sind als Notfallmaßnahmen gedacht. Dauerhaft befreien von Panikattacken kann sich nur, wer sich seinen Ängsten stellt, anstatt sich abzulenken.

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Autor: Mirko Seidel am 21. Jul 2015 08:05, Rubrik: Angst, Texte & Gedanken, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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