Stress

Stressprävention an Schulen

Workshop der Fachstelle für Suchtprävention der AWO Halle-Saalekreis in Ostrau/Saalekreis, 10.10.2015

Einführung

  • Was ist Stress?
  • Wie entsteht Stress?
  • Was ist positiver und negativer Stress (Disstress und Eustress)?
  • Welche Stressoren gibt es?

IMG_1602Stress kommt aus dem Englischen und steht für Druck, Anspannung (lateinisch stringere, anspannen. Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress kommt vor allem eine zentrale Bedeutung dafür zu, sich physisch und psychisch an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen.
Stress kann auch eine evolutionäre Wirkung haben mit der Folge, dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden.

Das Auftreten von Stress bedarf einer sinnlichen Wahrnehmung des stressauslösenden Reizes sowie einer nervlichen Weiterleitung eines solchen Reizes an eine reizverarbeitende Region des Körpers. Begleiterscheinung auf biochemischer Ebene ist dabei meist die Ausschüttung von Sekreten aus Drüsen (Schweiß).

IMG_1605Eustress – Als Eustress werden diejenigen Stressoren bezeichnet, die den Organismus positiv beeinflussen. Ein grundsätzliches Stress- bzw. Erregungspotenzial ist für das Überleben eines Organismus unabdingbar. Positiver Stress erhöht die Aufmerksamkeit und fördert die maximale Leistungsfähigkeit des Körpers, ohne ihm zu schaden. Im Gegensatz zum Disstress wirkt sich Eustress auch bei häufigem, langfristigem Auftreten positiv auf die psychische oder physische Funktionsfähigkeit eines Organismus aus. Eustress tritt beispielsweise auf, wenn ein Mensch zu bestimmten Leistungen motiviert ist oder Glücksmomente empfindet.
Beispiele: Schwangerschaft, Heirat, Urlaub, berufliche Veränderung, private Veränderung, Sport,

IMG_1606Disstress Negativ sind diejenigen Reize, die als unangenehm, bedrohlich oder überfordernd gewertet werden. Stress wird erst dann negativ interpretiert, wenn er häufig auftritt und kein körperlicher Ausgleich erfolgt. Ebenso können negative Auswirkungen auftreten, wenn die unter Stress leidende Person durch ihre Interpretation der Reize keine Möglichkeit zur Bewältigung der Situation sieht (Klausur, Wettkampf o.ä.). In diesem Fall kann Disstress durch die Vermittlung geeigneter Stressbewältigungsstrategien verhindert werden.
Beispiele: Tod, Scheidung, Haftstrafe, Verletzung oder Krankheit, Arbeitslosigkeit, Änderung des Le-bensstandards, Ärger mit Vorgesetzten, Schulwechsel

Stress in der Schule

IMG_1600Was kann Stress in der Schule bei Schülern auslösen

  • Unaufmerksamkeit, nicht wissen, worum es geht,
  • nicht mitkommen,
  • beschäftigen mit anderen Problemen,
  • Streit unter Schülern,
  • nicht anerkannt/beachtet werden,
  • zu wenig gelernt zu haben,
  • den Stoff nicht verstehen,
  • strenge Lehrer,
  • sich nicht gemocht/verstanden fühlen,
  • schlechte Noten, schlechte Beurteilungen,
  • Leistungskontrolle/Klassenarbeit,
  • nicht verstehen, nicht mitkommen,
  • vergessene Hausaufgaben,
  • vergessene Materialien,
  • Überforderung,
  • etwas nicht können,
  • Wettkämpfe,
  • Mobbing,
  • Streit,
  • zu viele Menschen,
  • nicht verstanden werden,
  • nicht gemocht werden,

Wer stresst wen in der Schule?

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Durch welche Bedingungen können bei Schülern und Lehrern Stresssituationen ausgelöst werden?

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  • schlechtes Gebäudeumfeld (unsaniert, kaputt, dreckig, nicht einladend, kalte Farben)
  • schlechtes Umfeld (Schulhof, Sportplatz, Verkehrslärm)
  • schlechtes/kein Unterrichtsmaterial,
  • schlechtes Klima in der Klasse, (Grüppchenbildung, Ausgeschlossen werden, Mobbing),
  • schlechtes Verhältnis zu Lehrern,
  • schlechtes Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern,

Ist Stress in der Schule notwendig, ist er manchmal sogar sinnvoll?

IMG_1604Was macht Stress mit mir?

  • Welche individuellen Symptome kann ich bei mir in Stresssituationen feststellen?
  • Was macht Stress mit mir?
  • Was tue ich, wenn ich gestresst bin?
  • Was tue ich schon, um Stress zu vermeiden oder mit Stress besser umzugehen?

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Autor: Mirko Seidel am 3. Nov 2015 09:57, Rubrik: Stress, Texte & Gedanken, Themen, Vorträge, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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