Februar 2017

Der Priming-Effekt

Ich stöbere so durchs Internet und bleibe beim Priming-Effekt hängen. Noch nie etwas davon gehört. Priming-Effekt – was ist das: Ich lese also folgendes:

    „Der Begriff Priming bzw. Bahnung bezeichnet in der Psychologie die Beeinflussung der Verarbeitung (Kognition) eines Reizes dadurch, dass ein vorangegangener Reiz implizite Gedächtnisinhalte aktiviert hat. Diese Aktivierung spezieller Assoziationen im Gedächtnis aufgrund von Vorerfahrungen mit den betreffenden Informationen geschieht häufig und zum allergrößten Teil unbewusst. weiterlesen »

Wie mit positivem Feedback umgehen?

Skulptur am Magdeburger Dom

Was gibt es schöneres, als positive Reaktionen anderer Menschen zu bekommen. Herrlich, man hat alles richtig gemacht, hat Erfolg, wird bewundert oder gar begehrt. Doch Vorsicht – immer schön auf dem Teppich bleiben.

Ganz anders verhält es sich mit Abweisungen durch andere Personen. Sie gelten immer dem Verhalten und nie der Person an sich. Das gilt ebenso für Zustimmung. Verhalten in einem bestimmten Moment ist die Reflexion der Persönlichkeit. Persönlichkeit definiert sich über Verhalten. Lebt man konsequent nach dieser Theorie, darf man nichts mehr persönlich nehmen – auch Komplimente nicht, weiterlesen »

Lösungsdenken anstatt Problemdenken

Menschen, die Probleme haben, machen oft einen großen Fehler. Sie konzentrieren sich auf das Problem anstatt auf die Lösung des Problems.

Jemand hat 10.000 Euro Schulden. Was macht dieser Mensch? Er konzentriert sich auf die Schulden und fragt sich, wie er diese Schulden abbauen kann.

Was kommt dabei meistens heraus? Ein langer und aufwändiger Weg, um die Schulden abzubauen. Er stottert über Jahre hinweg Minimalbeträge ab und ist nach einem gefühlten halben Leben irgendwann mal schuldenfrei.

Was könnte man stattdessen machen? weiterlesen »

Angst als Antrieb nutzen

Wer kennt sie nicht? Die Angst. Die Angst, die uns lähmt, uns unsicher macht und die uns letztendlich daran hindert, vorwärts zu gehen und unsere Ziele zu erreichen.

Letztens habe ich diesen Satz gelesen:

Wo die Angst ist,
da ist der Weg.

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Unser Selbstbild entscheidet über unseren Erfolg

Was ist (vermutlich) die größte Angst des Menschen? Versagen? Nicht gut genug zu sein? Nichts zu können? Könnte man denken. Ich denke, die größte Angst des Menschen ist, grenzenlose Macht zu haben. Oder anders gesagt, grenzenlos erfolgreich zu sein und dadurch Macht zu bekommen.

Angst vor dem eigenen Erfolg? Warum sollte man denn so eine Angst haben? Manche Menschen haben mindestens genauso viel, wenn nicht sogar mehr Angst vor ihrem eigenen Erfolg, als vor ihrem Misserfolg.

Warum ist das so? Weil Erfolg gleichzeitig bedeutet, sein altes Selbstbild aufgeben zu müssen.
Das aufgeben, wovon ich glaube, dass ich es bin. Und diese innere Umwandlung des Selbstbildes ist für manche Menschen angsteinflößender, als die Vorstellung, zu scheitern.

Und genau daran liegt es auch, dass manche Menschen im Leben nicht vorwärts kommen. Sie sabotieren sich selber. Sie sabotieren ihren eigenen Erfolg. weiterlesen »

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Woher kommt die Angst vor dem Tod?

Letztens habe ich einen Satz gelesen, der ging sinngemäß so: „Die Menschen, die ihr Leben in vollen Zügen leben, haben am Schluss kein Problem, zu gehen. Die Menschen, die nur halb leben, hängen an ihrem Leben wie ein Baby an seinem Schnuller.“

Ein starker Satz. Und ja, ich denke, er stimmt. Menschen, die ihre Träume wahr machen, beschweren sich viel weniger, jammern weniger und bereuen weniger als die Menschen, die nur mit Halbgas durch ihr Leben hoppeln und ständig auf bessere Zeiten warten.

Wer wartet, dass sich irgendwann mal alles zum Besseren wendet und sich seine Träume aus heiterem Himmel irgendwie von selbst erfüllen, kann lange warten. Und man wartet und wartet und wartet …. Bis der Sensenmann an die Tür klopft und sagt: weiterlesen »

Fragen und Antworten zum Thema Burnout

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Was vor etwa 20 Jahren zunächst als Managerkrankheit bekannt wurde, hat längst alle Bevölkerungsgruppen erreicht. Stress – Burnout – Depression, diese drei Begriffe werden oft im Zusammenhang genannt und oft auch verwischt. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen dazu beitragen, mehr Klarheit in die Burnout-Diskussion zu bringen.

Was ist Stress? Was ist Burnout?

Burnout bezeichnet ein vegetatives Überlastungssyndrom. Dauerhafter Stress kann zu einem Burnout führen. Der Begriff Stress ist jedoch sehr allgemein. Die Faktoren, die Stress auslösen und zu einem Burnout führen können, heißen Stressoren. Stressoren können sowohl von außen auf den menschlichen Organismus einwirken, als auch aus dem Menschen selbst kommen.

Eine eindeutige Definition des Begriffes Burnout gibt es nicht. weiterlesen »

10 Monate Theaterprojekt „selbst&los“

Ein (Selbst-)Erfahrungsbericht

Das Theaterprojekt "selbst&los" (Foto: Sven Lehmann)

Das Theaterprojekt „selbst&los“
(Foto: Sven Lehmann)

Viele Menschen spielen in ihrer Freizeit Theater. Aus Spaß, aus Lust, sich zu präsentieren, um mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen. Die Motive sind vielfältig. Theater spielen kann auch ein Mittel sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Diese Erfahrung habe ich mit dem Theaterprojekt „selbst&los“ der Leipziger Selbsthilfe gemacht.

Im Juli 2015 erhielt in eine E-Mail mit der Ankündigung, dass für ein Theaterprojekt der Leipziger Selbsthilfe Mitspieler gesucht werden. Das klang interessant und ich ging zum ersten Treffen. Grundlage des Projektes war ein Kurztext, der sich mit dem Thema der Suche nach dem Platz im Leben beschäftigte.

Das erste Treffen drehte sich um organisatorische Fragen und vor allem um die Frage, woher kommt das Geld für das Projekt. Dann passierte einige Wochen nichts und im September 2015 war es dann soweit weiterlesen »

„Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“ (?)

„Wir müssen alles dafür tun, um unsere Sicherheit zu verteidigen. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“, diese Worte sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer nach dem Attentat von München.“

Ich habe einige Zeit über diesen Satz nachgedacht. Stimmt es, was der Ministerpräsident sagt, oder doch nicht? Zunächst sei angemerkt, dass der Satz nicht von Horst Seehofer stammt. Wilhelm von Humboldt hat im Jahre 1792 den Satz geprägt: „Denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.“

Was Humboldt mit seinem Satz meinte, können wir nur annehmen. Möglicherweise wollte er sagen, dass die Freiheit, die gemeinschaftskonform ist, nicht die Freiheit sein kann, in der jeder tun oder lassen kann, was er will, ohne Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Die Humboldt’sche Freiheit beinhaltet aber auch den Begriff der Sicherheit. Freiheit und Sicherheit werden oft als gegensätzlich bezeichnet, als widersprüchlich, wenn sie gemeinsam genannt werden. Gibt es Freiheit ohne Sicherheit oder gibt es da, wo zu viel Sicherheit ist, keine Freiheit mehr?

Freiheit und Sicherheit sind keine Gegensätze. Humboldt sagte, weiterlesen »

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