November 2016

Die fünf Negativ-Charaktere …

… und wie man sie erkennt

Kritik ist gut, wenn sie ehrlich gemeint ist und konstruktiv vorgebracht wird. Kritik hilft, das Ego zu überprüfen und zu korrigieren. Kritik und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. Es gibt leider nicht nur die ehrlichen und konstruktiven Kritiker. Es gibt auch die anderen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Kritik, die ich gehört habe, zu analysieren und dabei sind mir fünf Typen von Negativ-Charakteren aufgefallen (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Jede Art von Kritiker und darunter wieder jede einzelne Kritiker hat eine andere Motivation. Da wären also:

Die Labertaschen

Motivation: Die Labertasche will einfach nur mal gerne was sagen. Vermutlich haben diese Menschen ansonsten in ihrem Leben nichts zu sagen, weder zuhause noch auf Arbeit. Also will die Labertasche weiterlesen »

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

Lebe … jetzt … hier … und heute

Der Vater eines Bekannten ist gestorben. Knapp 66 Jahre alt, eigentlich gesund, seit einigen Monaten Rentner. Für ihn sollte eigentlich jetzt noch einmal eine schöne Zeit sein, das hat er sich so vorgestellt. Und nun – gestorben. Von heute auf morgen. Unerwartet.

Ich habe mit meinem Bekannten telefoniert und neben den Beileidsbekundungen auch ein bisschen nachgefragt. Und da hörte ich so einige Sätze, die mich nachdenken ließen.

Ich hörte Sätze, wie: Mein Vater hat sein Leben lang gearbeitet, Arbeit war alles für ihn. Familie kam erst danach weiterlesen »

Die drei Optionen für alle Situationen im Leben

Vor kurzem erzählte mir ein Mann, dass er auf Arbeit von seinen Kollegen immer wegen seiner Kleidung und seines Lebensstils aufgezogen wird (er ist Veganer, trägt Öko-Klamotten und fährt ein altes Damenfahrrad).

Er sagte, es störe ihn, dass ihn seine Kollegen nicht in Ruhe lassen und er habe es ihnen auch bereits gesagt, aber sie hören nicht auf.

Nun weiß er nicht, was er tun soll.

Verfahrene Situation. Mich stört, wie mich andere Menschen behandeln, ich sage es ihnen aber denen ist es egal. Was tun?

Da fielen mir die drei Optionen ein, die jedem Menschen in jeder Situation im Leben als Entscheidungshilfe zur Verfügung stehen: weiterlesen »

Die Jagdsaison ist eröffnet …

… oder warum die Jagd nach dem Sündenbock die (scheinbar) einfachste Jagd ist

„Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste“ sagte D. Eisenhower. Und ich treffe immer wieder auf Menschen, die sich über alles und jeden beklagen. Die Familie ist schuld, dass sie sich nicht entfalten können, das Amt ist schuld, dass sie keine Arbeit finden, das Wetter ist schuld, dass sie sich mies fühlen. Laber, laber, laber … Wenn ich so etwas höre, geht bei mir gleich die Jalousie runter.

Die Einstellung: „Alle anderen und alle Umstände sind schuld daran“ bringt gar nichts und ändert nichts an der Situation. Da hilft auch kein Motivationstrainer mehr.

Es ist natürlich einfach, einen Sündenbock für die Missstände im eigenen Leben zu finden. Auf den lässt sich dann ganz einfach und schnell mit dem Finger zeigen. „Der da ist schuld daran“ – und fertig.

Nein, nicht fertig. Mit der Schuldzuweisung gehen die Probleme erst richtig los. weiterlesen »

Die Apokalypse steht unmittelbar bevor!!!!!

Was? Wie das denn? Wer sagt denn sowas? Ich sag das. Na gut, ich habe jetzt keine stichhaltigen Beweise dafür den nahenden Weltuntergang. Ich habe jedoch den Eindruck, dass das Ende jeden Tag kommen kann, wenn ich in die Gesichter mancher meiner Mitmenschen schaue.

Ich lade Sie ein zu einem Experiment. Setzen Sie sich in ein Café oder auf eine Bank und beobachten Sie Menschen. Schauen Sie in deren Gesichter. Und zählen Sie mal: wie viele freundliche, entspannte Gesichter sehen Sie? Wie viele zerknirschte und zerknitterte Gesichter zählen Sie?

Ich mache dieses Experiment immer mal wieder und ich kann sagen: Letztere sind in der deutlichen Überzahl. weiterlesen »

Fragen und Antworten zum Thema Burnout

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Was vor etwa 20 Jahren zunächst als Managerkrankheit bekannt wurde, hat längst alle Bevölkerungsgruppen erreicht. Stress – Burnout – Depression, diese drei Begriffe werden oft im Zusammenhang genannt und oft auch verwischt. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen dazu beitragen, mehr Klarheit in die Burnout-Diskussion zu bringen.

Was ist Stress? Was ist Burnout?

Burnout bezeichnet ein vegetatives Überlastungssyndrom. Dauerhafter Stress kann zu einem Burnout führen. Der Begriff Stress ist jedoch sehr allgemein. Die Faktoren, die Stress auslösen und zu einem Burnout führen können, heißen Stressoren. Stressoren können sowohl von außen auf den menschlichen Organismus einwirken, als auch aus dem Menschen selbst kommen.

Eine eindeutige Definition des Begriffes Burnout gibt es nicht. weiterlesen »

Die tägliche Gehirnwäsche

Ein Gespenst geht um in deutschen Wohnzimmern. Es ist da, wird sogar gezielt in die Wohnung gelassen. Es ist in unserer Hand, wir können es steuern, an- und ausschalten. Laut oder leise machen. Wir haben es in der Hand – eigentlich.
Doch die Wahrheit ist: dieses Gespenst hat uns in der Hand. Und es heißt: Fernsehgerät.

Der Fernseher – der Gehirnzellenmanipulator Nummer eins. Und das Fernsehgespenst hat es gut bei uns. Alkohol und Drogen machen das Gehirn kaputt und sind gesellschaftlich geächtet. Der Fernseher, respektive das Programm, das er ausstrahlt, macht dasselbe und ist gesellschaftlich akzeptiert. Und das Schlimmste, was ein Fernsehgerät aussendet, sind die Nachrichten.

Früher habe ich auch regelmäßig Nachrichten geguckt, jeden Abend, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Man muss sich doch informieren, was in der Welt los ist. Und wenn man von all dem, was einem da allabendlich präsentiert ist, geschockt und reaktionsunfähig ist, gibt es reichlich Ergänzungssendungen, die einem sagen, was man denken soll, von Talkshows bis zu Sondersendungen.

Ich danke der unendlichen Einsicht, die mich eines Tages dazu gebracht mir diesen ganzen Gehirnwäschemüll nicht mehr anzuschauen.

Und der Grund für meine Entscheidung? weiterlesen »

Denken sie einfach mal … nichts

Versuchen Sie doch einmal folgendes Experiment: Setzen oder legen Sie sich hin versuchen Sie, nur für die nächsten 60 Sekunden einfach einmal nichts zu denken. Viel Erfolg!

Klappt? Sehr gut, dann haben Sie den allermeisten Menschen etwas voraus. Klappt nicht? Die Gedanken kommen, ob Sie wollen oder nicht?

Zwangsgedanken. Viele Menschen verfolgen sie täglich, ob zu Hause, auf Arbeit oder im Schlaf. Sie sind omnipräsent. Manchmal so hartnäckig, dass es kaum mehr auszuhalten ist. Und sie sind nicht einfach so da, die Zwangsgedanken. Sie verbrauchen Energie, sie können so stark werden, dass sie den Alltag beeinflussen und erschweren können. Mancher mag sich da wünschen, ohne graue Masse im Kopf geboren worden zu sein.

Wenn Sie glauben, Ihre Gedanken im Griff zu haben, haben Sie noch nicht gemerkt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die Gedanken haben Sie im Griff. weiterlesen »

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