Oktober 2015

Veränderung als systemischer Prozess

Schlecht bezahlter Halbtagsjob, Aufstocker vom Amt. Keine Freunde, kein Partner. Ein einsames Leben in einer viel zu kleinen Wohnung und die Waage zeigt starkes Übergewicht. Kurz – eine Leben ohne Freude und Sinn. Zeit für Veränderung. Doch womit beginnen?

Veränderung beginnt mit der Einsicht in die Notwendigkeit. Diese kann sich einstellen, wenn der Leidensdruck stark ansteigt. Auch Impulse von außen können die Einsicht zu einer Veränderung auslösen.

Was war zuerst da? Habe ich keinen Partner, weil ich zu dick bin oder hat die Einsamkeit das Frustfressen befördert? Nutze ich meine Freizeit nicht, weil ich kein Geld für gemeinsame Unternehmungen oder habe ich kein Geld, weil ich mich nicht ausreichend um einen guten Job bemüht habe? Was war zuerst da – das Huhn oder das Ei? weiterlesen »

Meine Freiheit – ich mach, was ich will

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
(Jean-Jaques Rousseau)

Ein weiser Spruch, den Jean-Jaques Rousseau im 18. Jahrhundert ausgesprochen hat. Anders gesagt, der Mensch ist dann frei, wenn er die Wahl hat, sein Leben aus freien Stücken zu gestalten ohne Zwänge von außen.

„Ich mach was ich will, das ist meine Freiheit“ sagte einmal jemand zu mir. Und genau so verhielt er sich. Rücksichtlos, immer nur seine Interessen im Blick belog und betrog er die Menschen in seiner Umgebung.

Ist das Freiheit? Im Rousseauschen Sinne – nein. Ich mache, was ich will, weiterlesen »

Energieräuber – Menschen, die uns Kraft kosten

Wir treffen im Alltag auf Menschen, die uns inspirieren, die uns gut tun und uns bereichern. Und wir treffen auf Menschen, die uns Kraft und uns unsere Lebens-Energie stehlen. Zeit, für eine klare Ansage.

Ob es die Freunde sind, die andauernd von ihrem tollen neuen Job erzählen und uns dabei nie nach unserer Arbeit fragen. Ob es die Eltern sind, die sich immer wieder ungefragt in unser Beziehungsleben einmischen. Eine Kollegin, die ständig über alles und jeden beklagt, meckert, ohne jedoch an einer Lösung zu arbeiten. Auch der Partner, der uns immer wieder das Gefühl gibt, etwas Falsches zu tun. Sie sind überall, diese Energieräuber.

Nach jeder Begegnung mit solchen Menschen fühlen wir uns unwohl, ausgelaugt und erschöpft oder sind gereizt und niedergeschlagen. Diese Stimmungswechsel sind Anzeichen dafür, dass in unserem Leben Energieräuber ihr Werk verrichten.

Besonders empathische Frauen und Männer, die sich gut in andere hineinversetzen können, werden oft Opfer von Energieräubern. Doch auch wer sich und den anderen schlecht Grenzen setzen kann, es immer allen recht machen möchte oder weiterlesen »

Energieräuber und wie man ihnen strategisch begegnet

Sind Sie von negativen Menschen, so genannten Negaholisten umgeben oder stehlen Ihnen Energieräuber ihre Lebenskraft? Wenn ja, dann wird es Zeit, diesen Menschen und ihrer negativen Ausstrahlung energisch entgegenzutreten. Negative Menschen tun uns nicht gut. Sie lullen uns ein in ihre Wolke des Negativen und entziehen uns Energie.

Deshalb sollten wir ihnen ganz bewusst aus dem Weg gehen. Ist dies nicht möglich, wie z.B. am Arbeitsplatz, können die folgenden Strategien helfen.

Gespräche lenken

Wenn sich ein Gesprächspartner im Negativen verliert und es Ihnen nicht möglich ist, einfach wegzugehen, setzen Sie jedem negativen Aspekt ingressiv und unaufgeregt etwas Positives entgegen. Es ist zu warm? Darüber freuen Sie sich, weil sie nach der Arbeit schwimmen gehen können. Ein Kollege zieht immer zu bunte Sachen an? Das ist doch lustig und bringt Farbe in den Arbeitsalltag. weiterlesen »

Thema des Monats Juni 2015: GLAUBENSSÄTZE

Haben Sie Glaubenssätze? Nein? Denken Sie mal genau nach. Wie sieht es aus mit Sätzen, wie:

  • Ich muss immer …
  • Ich darf nicht …
  • Das ist eben so.
  • Das macht man nicht.
  • Die Welt ist …
  • Die Menschen sind …
  • Alle machen das so.


Viele Menschen tragen Glaubenssätze mit sich herum, die sie in ihrer Kindheit von anderen gehört haben – ihr Leben lang, ohne es zu merken. Und vor allem merken sie nicht, wie diese Glaubensätze sie in ihrem Leben behindern.

  • Das darfst Du nicht.
  • Dafür bist Du zu klein.
  • Das kannst Du nicht.
  • Aus Dir wird nie etwas werden.

Solche, ähnlich und noch viel schlimmere Sätze hören Kinder Tag für Tag. Sie nehmen sie auf. Und weil diese Sätze von Erwachsenen Bezugs- und Vorbildpersonen kommen, nehmen die Kinder diese Sätze als wahr an. weiterlesen »

Wirkung von Glaubenssätzen

Alle persönlichen Durchbrüche beginnen mit einer Änderung unserer Glaubensmuster. (Anthony Robbins)

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über die Welt oder über uns selbst. Somit sind alle Glaubenssätze Aussagen, die jemandem oder etwas eine Bedeutung, Wertung oder Ursache bzw. Wirkung zuschreiben. Das menschliche Denken und Handeln sowie die Wahrnehmung der Realität werden von ihnen sehr stark beeinflusst. Möchte ein Mensch sein Leben positiv verändern so ist es hilfreich und wichtig sich seine Glaubenssätze bewusst zu machen.

Glaubenssätze lassen sich unterscheiden in offensichtliche Glaubenssätze, die man jeden Tag teilweise ausspricht oder laut denkt und nicht so offensichtliche Glaubenssätze, also unbewusste Überzeugungen, deren Entstehung bis in frühe Kindheit zurückreichen kann.

Beispiele für Glaubenssätze sind: weiterlesen »

Abnehmen mit Essen

Vortrag im Begegnungszentrum im Grünen in Leipzig-Grünau, 18.07.2014

tomaten-gesundes-essen-ernaehrungGeht es Ihnen auch so? Sie können essen, was sie wollen, Sie nehmen nicht ab. Bejamin Franklin sagte einmal: Seit der Erfindung er Kochkunst essen die Menschen doppelt so viel, wie es die Natur verlangt.

Das Problem unserer Zeit:

  • Nahrung steht uns praktisch rund um die Uhr zur Verfügung.
  • Wir müssen kaum noch Energie aufwenden, um an Nahrung zu gelangen.
  • Wir verbrauchen dank moderner Technik immer weniger Energie für Arbeit, Fortbewegung.
  • Die Industrie nimmt uns die Nahrungszubereitung weitgehend ab.
  • Wir wissen wenig über die Verdauungsfunktionen unseres Körpers.
  • Wir essen zu viel, zu oft, zu gedankenlos.
  • Wir verlassen uns auf die Industrie, den Handel, Fernsehexperten.

Die Folgen: weiterlesen »

Thema des Monats Mai 2015: BURNOUT

Ich kann nicht mehr so weiter machen,
ich habe keine Kraft mehr

Nur wenige Menschen schaffen es, aus einer akuten Phase der Energie- und Antriebs- losigkeit aus eigener Kraft herauszukommen. Sie suchen nach einer Möglichkeit, in ihrem Leben etwas zu verändern, neue Lebensziele zu definieren. Das Gefühl der Sinnleere steht dabei als markantes Zeichen oft am Anfang der persönlichen Veränderung.

Burnout ist keine Krankheit. Es wird gern als Synonym für eine Depression verwendet. Es ist Symbol für Menschen, die viel arbeiten, zu viel, die ihre Arbeit über Freizeit und Familie stellen. Es ist aber auch Modewort.

Hinter einem Burnout steckt immer eine Depression. Dazu kommen Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit und körperliche Beschwerden. Burnout ist ein Prozess, der sich über Monate und Jahre hinziehen kann, bis es zum absoluten Tiefpunkt kommt, an dem ein Mensch merkt: ich kann nicht mehr. Der Weg aus einem Burnout heraus dauert mindestens genauso lange, oft auch sehr viel länger. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Nachdenken über den Tag X

Was an diesem Donnerstag passierte, nenne ich heute den Tag X. Es war die Zäsur meines bisherigen Lebens und der Beginn von etwas ganz Neuem, auch wenn ich damals noch nicht die Spur einer Ahnung hatte, wie das Neue aussieht.

Wie kam es zu diesem Tag X?

Das zu analysieren und hier zu erzählen, dauert Stunden. Und auch heute, fast drei Jahre danach, kann ich darauf keine abschließende Antwort geben.

Nüchtern gesagt, Burnout kann entstehen, wenn Menschen sich für andere einsetzen und aufopfern und dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in den Hintergrund stellen. Es verwundert daher nicht, dass besonders in solchen Berufen, in denen die Hilfe für andere im Vordergrund steht, besonders viele Burnoutfälle auftreten, z.B. in Pflegeberufen.

Burnout kann aber auch auftreten, wenn ich meine Arbeit über alles andere stelle, keinen Ausgleich und keine Erholung mehr in der Freizeit finde oder gar keine Freizeit mehr habe. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Auf dem Weg zum Tag X

Ende Juni 2012 chattete ich mit einem Freund. Wir kannten uns seit drei Jahren, haben uns einmal in der Woche in einer Sauna getroffen. Dort war ich schon seit Wochen nicht mehr.

Er fragte mich, was mit mir los sei. Ich antwortete ihm: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“. Er entschied sich für die Wahrheit. Die Wahrheit war, dass ich völlig am Boden war, lustlos, antriebslos. Auf Arbeit habe ich mich nur noch geschleppt. Alles, was ich anfasste, hatte keinen Sinn mehr. Die wenige Freizeit nutzte ich dazu, irgendwie zur Ruhe zu kommen. Die Wochenenden verbrachte ich auf der Couch, um Montagmorgen wie gerädert aufzustehen. Ich funktionierte nur noch.

Ich war ausgebrannt. Das war mir auch völlig klar und ich schrieb meinem Freund, es sei nun nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den absoluten Tiefpunkt erreicht habe.

Es sollte noch etwa drei Wochen dauern, dann war er da, der absolute Tiefpunkt. Den letzten Tag auf Arbeit, ich arbeitete damals in einem Planungsbüro, es war ein Donnerstag, verbrachte ich damit, meinen Schreibtisch aufzuräumen und persönliche Dinge einzupacken. Das tat ich nicht bewusst. Irgendetwas in mir wusste wohl schon, dass dies mein letzter Tag an meinem Schreibtisch sein sollte. Nur ich wusste es noch nicht. weiterlesen »

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