Mai 2018

Kalenderblatt 19. Woche 2018

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit
in kleinen Dingen,
Unglück oft durch
Vernachlässigung kleiner Dinge.

Wilhelm Busch (1832 bis 1908),
deutscher Dichter und Zeichner

Dann jammer doch!

Eine Frage zum Beginn: Ist jede Kritik, jede Meinungsäußerung, jedes Missfallen gleich Nörgeln und Jammern? Schließlich muss es ja möglich sein, auf einen Missstand hinzuweisen.

Meine persönliche Definition: Jammern ist es dann, wenn ich durch meine Beschwerde, meinen Einwand oder meine Kritik gar nicht beabsichtige, eine Veränderung aktiv herbeizuführen oder wenn keine Aussicht auf Eintreten einer Veränderung vorliegt.

Beispiele:

  • Schimpfen über Politiker – Jammerei.
  • Schimpfen über die Schlange an der Kasse – Jammerei.
  • Schimpfen über die schlechte Menschheit – Jammerei.

Wenn meine Einwände eine Chance haben, etwas zu verbessern weiterlesen »

Mythos Multitasking

Jahrelang wurde Arbeitnehmern eingeredet, nur wer multitaskingfähig ist, ist ein guter Arbeitnehmer und fit für die Zukunft. Tausend Dinge tun, gleichzeitig, und dabei auch noch effizient sein und lächeln.

Blödsinn. Der Mensch ist nicht multitaskingfähig. Wer das nicht glaubt, kann das in einem Selbstexperiment testen. Machen Sie folgende Dinge gleichzeitig:

  • Essen kochen,
  • Telefonieren,
  • Teppich saugen.

Das geht. Doch zu welchem Preis? Bin ich am Herd, kann ich den Teppich nicht saugen, sauge ich den Teppich, kann ich dem Telefongespräch nicht folgen und telefoniere ich, kann es sein, dass das Essen anbrennt. weiterlesen »

Wenn Erfolg auf sich warten lässt …

Wohl jeder Mensch kennt die Situation: Man kann tun und machen was man will, der Erfolg will und will sich einfach nicht einstellen. Was tun in einer solchen Situation?

Stures Festhalten an „ich-will-jetzt-erfolgreich-sein“ hilft nicht weiter. Wichtig ist zuerst die Erkenntnis, dass es einer Veränderung bedarf. Und dann kommt es darauf zu erkennen, was zwischen mir und meinem Erfolg steht.

Tue ich genug von den Dingen, die ich tun könnte?

Oft wissen wir auch, was genau wir nicht genügend tun. Und dann kommt es darauf an, den inneren Schweinehund zu überwinden und loszulegen – und dann wird alles plötzlich ganz einfach.

Tue ich zu viel von den Dingen, die ich lassen sollte?

Oft schaden sich Menschen selbst durch die Dinge, die sie tun. Sobald das erkannt ist, wird es leicht, damit aufzuhören. weiterlesen »

Aufmerksamkeit

In unserer heutigen Zeit scheinen Zeit und Aufmerksamkeit die wertvollsten Güter zu sein und gleichzeitig sind es die Dinge, die scheinbar nur wenige Menschen haben.

Viele sind ständig abgelenkt, tippen auf dem Handy herum, lesen E-Mails und Nachrichten in Sozialen Netzwerken oder lassen sich vor dem Fernseher berieseln.

Sie vernebeln ihr Bewusstsein und verlieren immer mehr die Fähigkeit, sich aufmerksam auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und diese bis zum Ende durchzuziehen.

Voran kommst du nur, wenn du dich über einen längeren Zeitraum auf eine Sache konzentrierst. Ihr all deine Aufmerksamkeit schenkst und sie durchziehst.

weiterlesen »

Starke Haltung!

Vor einiger Zeit habe ich einen Vortrag an einer Hochschule gehalten. Anschließend kamen die Verantwortliche und einige Zuhörer auf mich zu und bedankten sich für den „sehr guten und starken Vortrag“.

Für eine solche positive Rückmeldung ist jeder Redner dankbar und ich habe überlegt: „Was habe ich – offensichtlich – richtig gemacht?

  1. Ich war gut vorbereitet.
  2. Ich war präsent.

Gute Vorbereitung ? – Klar, das braucht es für einen guten Vortrag. Doch was ist Präsenz?

Präsenz ist die Art und Weise, wie ich vor den Zuhörern aufgetreten bin: aufrechte Körperhaltung, offene Brust, Kinn nach oben und einfach frei und locker heraus reden.

Was kommt beim Zuhörer an? Der Inhalt, die Stimme und die Körpersprache. In welchen Anteilen kommen diese drei Dinge beim Zuhörer an? Die Wissenschaft sagt:55% Körperhaltung, 38% Stimme, 7% Inhalt. weiterlesen »

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Fragen und Antworten zum Thema Burnout

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Was vor etwa 20 Jahren zunächst als Managerkrankheit bekannt wurde, hat längst alle Bevölkerungsgruppen erreicht. Stress – Burnout – Depression, diese drei Begriffe werden oft im Zusammenhang genannt und oft auch verwischt. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen dazu beitragen, mehr Klarheit in die Burnout-Diskussion zu bringen.

Was ist Stress? Was ist Burnout?

Burnout bezeichnet ein vegetatives Überlastungssyndrom. Dauerhafter Stress kann zu einem Burnout führen. Der Begriff Stress ist jedoch sehr allgemein. Die Faktoren, die Stress auslösen und zu einem Burnout führen können, heißen Stressoren. Stressoren können sowohl von außen auf den menschlichen Organismus einwirken, als auch aus dem Menschen selbst kommen.

Eine eindeutige Definition des Begriffes Burnout gibt es nicht. weiterlesen »

Volkskrankheit Depression

Die Zunahme von Depressionserkrankungen ist signifikant. Depressionen, die vor 10 bis 15 Jahren eher ein Schattendasein führten und lieber mit dem Begriff Burnout bezeichnet wurden, weil das besser klingt, sind im Bewusstsein der Menschen angekommen.

Betroffene erzählen von ihrer Depression im Fernsehen, Prominente outen sich als depressiv. Der Suizid des Fußballers Robert Enke 2009, und der Absturz eines Flugzeugs in den französischen Alpen 2015, verursacht durch den vermutlich depressiven Piloten haben dazu geführt, dass das Thema Depression in der Mitte der Gesellschaft und damit in der Aufmerksamkeit der Menschen und der Medien angekommen ist. Die Fernseh- und Filmindustrie zieht nach, wie z.B. mit dem Film Helen (USA, 2009).

Die WHO hat in einer Studie die weltweiten Auswirkungen von Depression untersucht und die unipolare Depression als Volkskrankheit Nummer 1 in den Industrieländern ermittelt. weiterlesen »

Depression – Betroffene beraten Betroffene

Resümee nach einem Jahr Beratung

Seit einem Jahr berate ich ehren-amtlich Menschen mit Depressionen, deren Angehörige und Freunde im Gesundheitsamt der Stadt Leipzig.

„Betroffene beraten Betroffene“ – zweimal im Monat gibt es dieses Angebot der Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS).

Nach einem Jahr ziehe ich mein ganz persönliches Resümee. In den vergangenen zwölf Monaten habe ich ca. 15 Beratungsgespräche geführt. Knapp die Hälfte der Gespräche habe ich mit direkt Betroffenen geführt, knapp die Hälfte mit Angehörigen, ein geringer Anteil der Personen kam aus dem persönlichen Umfeld von Menschen mit Depression. weiterlesen »

©2018 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum