April 2017

Kalenderblatt 17. Woche 2017

Wir sind nicht dazu da,
Menschen an vorgegebene
Systeme anzupassen.
Unser Beruf,
unsere Berufung ist es,
für und vor allem mit Menschen
Systeme so als ihre eigenen
zu gestalten,
dass sie sich in ihnen
wohl fühlen und dadurch
Lebens-Sinn erfahren.

Otto Herz (*1944),
deutscher Reformpädagoge,
Autor und Psychologe

Atem – der Schlüssel des Lebens

Kommt ein Mensch auf die Welt, macht er als erstes einen Atemzug. Stirbt ein Mensch, macht er als letztes einen Atemzug. Und dazwischen? Sichert uns das Atmen das Überleben.

Kein anderer Vorgang im menschlichen Körper ist näher mit dem (Über)-Leben verbunden, als die Atmung. Ohne Wasser kann der Mensch einige Tage überleben, ohne Nahrung noch länger. Ohne Atmung? Nur wenige Minuten.

Dennoch haben viele Menschen keine Ahnung, wie wichtig die richtige Atmung ist bzw. wie stark sich diese auf ihren emotionalen Zustand, auf ihre Leistungsfähigkeit und letztendlich auch auf ihre Erfolge und Zufriedenheit auswirken. weiterlesen »

Antriebslosigkeit – keine Lust zu gar nichts?

Antriebslosigkeit ist das Resultat des Antriebs zu fremden Zielen. (Andreas Tenzer)

Morgens hast du keine Lust zum Aufstehen. Aber man muss doch. Du schleppst dich müde ins Büro. Aber man muss doch. Alles fällt dir schwer, kein Antrieb, kein Sinn. Aber einer muss es ja machen. Abends kommst du nach Hause und fällst nur noch auf die Couch vor den Fernseher. Was soll man auch sonst machen?

In diesem (bedauernswerten) Zustand befinden sich unzählige Menschen. Sie schleppen sich durchs Leben, Tag für Tag. Kein Ziel, kein Sinn, keine Energie. Bis zu dem Tag, an dem der Sensenmann anklopft und sagt: „Na da wollen wir mal“. Und da fällt diesen Menschen wieder ein, sie haben ja gar nicht gelebt. Zu spät.

Wer keinen Antrieb mehr hat, der lebt nicht mehr. Er vegetiert. Antrieb ist der Motor des Lebens. Manchmal stottert der Motor, dann braucht er einen Energieschub, um wieder ins Laufen zu kommen.

Wie du deinen stotternden Motor des Antriebs wieder ins Laufen bringst, zeige ich dir anhand einiger einfacher Tricks. weiterlesen »

Was machen Sie eigentlich?

Das kennen Sie bestimmt. Man ist im Gespräch und irgendwann kommt die Frage: „Was machen Sie eigentlich?“

Und meistens dreht sich die Antwort um die Arbeit. Viele Menschen verbinden die Frage nach dem Was automatisch mit der Arbeit. ´War das wirklich die Frage?

Zugegeben, die Frage ist nicht sehr konkret formuliert. Doch genau so könnte auch die Antwort ausfallen. Unkonkret, auf das Leben allgemein bezogen, auf die Freizeit. Aber nein, die meisten Menschen beantworten dieses Frage mit ihrer Arbeit.

So unkonkret ist die Frage allerdings gar nicht. Man kann sie auch anders formulieren: „Wofür stehen Sie?“. weiterlesen »

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Kann man ein Burnout überwinden?

Ja, man kann. Wenn man einige wichtige Dinge beachtet. Ein Burnout entwickelt sich schleichend und in Phasen über Monate oder sogar Jahre.

Wie entsteht ein Burnout?

Ein Burnout kann entstehen z.B. durch

  • zu viel Druck von außen oder von innen,
  • (zu) hohe Motivation, (zu) hohes Engagement, Angst vor Fehlern und Fehlzeiten,
  • wenig oder keine Anerkennung (sowohl im Beruf als auch im häuslichen Umfeld),
  • mangelnde (oder nicht erkannte) Ressourcen (z.B. finanzieller Mangel),
  • zu wenig oder gar kein Privatleben mehr,
  • Konflikte,
  • Angst vor Verlusten (Verlust der Arbeit, von sozialer Sicherheit oder einer Person),

Warum ist ein Burnout so schlimm?

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Kind oder Karriere?

„Soll ich für meine Karriere alles aufgeben?“ fragte mich eine Frau vor kurzem. „Ich will erfolgreich sein in meinem Beruf, voran kommen, viel Geld verdienen. Andererseits will ich aber auch Kinder. Aber das passt ja gar nicht zusammen. Ich kann ja später noch Kinder bekommen. Ich weiß nicht, was ich machen soll“.

Auf diese Lebensfrage wollte sie nun von mir eine Antwort. Und die sah so aus: „Wer sein Glück nach hinten schiebt, der verliert von vorne herein. Es ist sinnlos, Glück in die Zukunft zu verschieben, wenn man dies oder das erreicht hat. Dieses geschobene und geplante Glück währt oft nur für kurze Zeit und der ganze Weg dorthin war ein Leiden und Zweifeln. Keine gute Idee.“

Soll man alles hinten anstellen für die Karriere? Es Kommt drauf an, was dir wichtig ist. Ist dir deine Karriere so wichtig, dass dir alles andere egal wird, weiterlesen »

Ich gehe zum Bäcker – ein schwieriger Fall

Sonntagnachmittag beim Kaffeetrinken. Am Tisch zwei Deutschlehrer mit einem Problem. „Ich gehe zum Bäcker. Zum – Dativ. Wohin gehe ich? Wohin verlangt aber den Akkusativ. Und was nun? Ein Fehler in der deutschen Grammatik. Droht die nächste Rechtschreibreform?

Es hat mich zwei Tage des Nachdenkens gekostet, dann hatte ich des Rätsels Lösung. Der scheinbare Widerspruch zwischen Dativ und Akkusativ liegt in unserer Umgangssprache. Das Wort Bäcker weiterlesen »

Die Umfrage, die mich nachdenken ließ

Hin und wieder bekomme ich Anfragen von Studenten mit der Bitte, an Umfragen teilzunehmen. Meistens tue ich das auch. Heute erreichte mich eine solche Anfrage von Studenten der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg mit der Bitte, meine Meinung zu einer Software abzugeben, die den Mediator im Mediationsprozess unterstützen soll. Ich hatte keine Ahnung, wie das funktioniert und so startete ich die Beantwortung der Fragen.

Als ich auf den folgenden Satz stieß, wurde ich nachdenklich: „Der Mediator wird durch das Programm bei der Erarbeitung und Bewertung möglicher Lösungsalternativen unterstützt. Zudem kann er den Parteien den Problemkomplex auf eine übersichtliche Art und Weise nahe bringen. Durch die graphische und tabellarische Darstellung der Themen- und Konfliktfelder wird den Parteien aufgezeigt, welche Lösungsalternativen es gibt und zu welchem Ergebnis diese führen.“

Aha, eine Software soll mich also dabei unterstützen, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und Lösungsalternativen zu bewerten. Sie kann mich auch dabei unterstützen, den Problemkomplex den Parteien nahe zu bringen und das alles auch noch graphisch und tabellarisch. weiterlesen »

Wirkung von Glaubenssätzen

Alle persönlichen Durchbrüche beginnen mit einer Änderung unserer Glaubensmuster. (Anthony Robbins)

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über die Welt oder über uns selbst. Somit sind alle Glaubenssätze Aussagen, die jemandem oder etwas eine Bedeutung, Wertung oder Ursache bzw. Wirkung zuschreiben. Das menschliche Denken und Handeln sowie die Wahrnehmung der Realität werden von ihnen sehr stark beeinflusst. Möchte ein Mensch sein Leben positiv verändern so ist es hilfreich und wichtig sich seine Glaubenssätze bewusst zu machen.

Glaubenssätze lassen sich unterscheiden in offensichtliche Glaubenssätze, die man jeden Tag teilweise ausspricht oder laut denkt und nicht so offensichtliche Glaubenssätze, also unbewusste Überzeugungen, deren Entstehung bis in frühe Kindheit zurückreichen kann.

Beispiele für Glaubenssätze sind: weiterlesen »

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