April 2016

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Einengung – Verallgemeinerung

Anonymisierung
Bei der Anonymisierung machen Personen anonymisierte Aussagen die Werturteile beinhalten. Dieses Vorgehen erlaubt es, Vorannahmen einzubringen, ohne sich dazu rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:
„Es scheint so, als würden manche Angestellte nicht konzentriert arbeiten.“
„Das ist richtig.“
„Es ist nicht wichtig, wer es tut, Hauptsache, es wird getan.“

Universelle Quantifizierungen
Wörter wie alle, jeder, nie, keiner, niemand signalisieren Verallgemeinerungen, die eigentlich unzulässig sind.

Beispiele:
„Jeder macht das so.“
„Alle gehen dahin.“
„Das haben wir noch nie so gemacht.“ weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Löschungen / Tilgungen

Bei Löschungen und Tilgungen werden wesentliche inhaltliche Satzteile durch den Sprecher weggelassen. Der Zuhörer ergänzt diese fehlenden Teile aus seinen Erfahrungen heraus.

Der Satz des Chefs: „Sie müssen besser arbeiten“ enthält eine solche Tilgung, lässt der Chef doch seine Vorstellung weg, was für ihn „besser arbeiten“ bedeutet. Besser arbeiten kann bedeuten:

  • schneller arbeiten,
  • konzentrierter arbeiten,
  • effizienter arbeiten,
  • im Team arbeiten, usw.

Der der Satz: „Auch Du wirst eines Tages glücklich sein“ enthält eine Tilgung. Glück definiert jeder Mensch anders. Jeder Mensch hat seine individuelle Vorstellung von einem glücklichen Leben. Für den einen bedeutet Glück ein volles Bankkonto, für den anderen eine erfüllte Beziehung, für den dritten ist es beides. Besser wäre der Satz: „Auch Du wirst eines Tages so glücklich leben, wie Du es Dir für Dein Leben wünschst.“

Sätze, wie: „Du musst Dich ändern“, „Du musst loslassen“, „Du wirst schon etwas spüren“ usw. enthalten ebenfalls Tilgungen, weil sich ändern, loslassen und spüren vage sind und ebenfalls von jedem Menschen anders interpretiert werden.

Zu den Tilgungen gehören auch Sätze mit unbestimmtem Inhaltsbezug, wie: „In der Sauna kann man sich entspannen“, „Das lernt jeder Mensch ganz schnell“ oder „Man spürt das ganz schnell“. Stellt sich beim Empfänger diese Empfindung nicht ein, kann er sich also z.B. in der Sauna nicht entspannen, kann das zu einem unguten Gefühl führen, weil es ja jeder kann, nur er nicht.

Von Verkäufern und in der Werbung wird gern die Vergleichstilgung benutzt. „Unser Produkt ist das beste auf dem Markt“. Es fehlt der Hinweis, welche anderen Produkte es auf dem Markt gibt, die ich vergleichen kann.

Richtig reagieren

Auf Löschungen und Tilgungen reagiert man am besten durch Nachfragen, um den gelöschten Satzteil in Erfahrung zu bringen.

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Schuld sind immer die Anderen

Aus der Statistik:“Immer mehr Erwerbstätige können laut Statistischem Bundesamt kaum mehr von ihrem Einkommen leben. Ende 2013 bezogen rund 3,1 Millionen von ihnen ein Einkommen, das unterhalb der Schwelle liegt, bei der offiziell die Armutsgefährdung beginnt.“

„Ein Skandal“, möchte man laut ausrufen, „Wie kann so etwas sein? Und das in Deutschland!“ Und dann kommt die Frage nach der Schuld. „Die unfähigen Manager sind schuld. Oder die gierigen Banken. Oder die unfähigen Politiker. Oder gleich alle zusammen!“

So kann man denken. Ich denke anders: Jeder bekommt das, was er sich selbst ausgesucht hat. Was viele Menschen aus ihrer Sichtweise heraus oft vergessen, ist die Person, die sich den ganzen Schlamassel eingebrockt hat: sie selber. weiterlesen »

Das unmöglichste Wort in der deutschen Sprache

Wissen Sie, welches das unmöglichste Wort in der deutschen Sprache ist? SOLLEN.
Du sollst mal dies, du sollst mal das, du sollst mal jenes …

„Mein Arzt hat gesagt ich sollte besser aufhören zu rauchen.“, „Ich sollte mal wieder Urlaub machen“, „Nächstes Jahr sollte ich wohl mal besser etwas kürzer treten.“ Bla, bla bla. Immer, wenn ich Menschen so reden höre weiß ich, sie werden nie da ankommen, wo sie hinwollen. Sollen drückt nichts anderes aus als die Erwartung eines anderen an mich. Die Erwartung des Arztes, des Chefs, des Partners, aber nie das, was mir wirklich wichtig ist.

Und zwischen all diesen „Ich sollte mal…“ passiert absolut gar nichts. weiterlesen »

Das schöne geregelte Leben

Das Leben ist doch schön. Alles ist geregelt, von der Wiege bis zur Bahre. Die Eltern kümmern sich und regeln alles, dann die Schule, dann der Ausbilder oder Professor und dann der Chef. Die Kirche regelt das Seelenheil und der Staat ist sowieso allgegenwärtig mit seiner Regelungswut. Ist doch bequem. Einfach machen, was die Menschen in der Umgebung wollen und vorsagen, die müssen es ja schließlich wissen. Keine Überraschungen, keine Risiken. Und ab in die Hängematte des geregelten Lebens.

Manche Menschen mögen gern so leben. Doch bei vielen regt sich ein unbestimmtes inneres Unbehagen. Obwohl sie alle Regeln befolgen, fühlen sie sich innerlich nicht gut. Anstatt das Leben entspannt genießen zu können, werden sie immer verspannter und unzufriedener.

Was tun? Noch mehr Regeln? weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Was noch wichtig ist

Ich möchte nicht versäumen zu erwähnen, wie wichtig es für einen Menschen in einer depressiven Episode ist, ein intaktes soziales Umfeld zu haben. Vor dem Tag X hatte ich Freunde, danach nur noch sehr wenige. Viele haben sich verabschiedet, weil sie mit der Situation nicht umgehen konnten, weil sie sich nicht damit beschäftigen wollten. Unverständnis und Intoleranz schlugen mir entgegen. Aber es waren auch andere Menschen da. Meine Familie, die mich mit ihren Mitteln unterstützte, vor allem den Schritt in die Selbstständigkeit. Da war mein Freund und Coach, der mich über Monate nicht nur coachte, sondern auch unterstützte und beriet.

Und da war noch ein Freund, den ich erst wenige Wochen vor dem Tag X kennenlernte. Er fragte jeden Tag, wie es mir geht. Wenn es seine Zeit zuließ, trafen wir uns und ertrug es, wenn ich nicht gut drauf war ohne sich auch nur ein einziges Mal zu beschweren. Er war immer für mich da und ist es bis heute. Erst, wenn ein Mensch an einem Tiefpunkt, wie einer Depression angekommen ist merkt er, wer seine Freunde sind und wichtig Freundschaften im Leben sind. weiterlesen »

Die Hürde auf dem Weg zum Erfolg

Baumente

Vor Kurzem fragte mich ein Bekannter, wie es denn so sein als Selbstständiger. Ich antwortete: „Das ist super, sein eigener Chef zu sein und einfach tun und lassen zu können, was mir Spaß macht und wozu ich Lust habe“
„Ja aber ist das nicht auch schwierig? Immer neue Aufträge suchen und wenn mal keine Aufträge kommen, dann kommt auch kein Geld.“
„Ja klar muss ich mich bewegen“ sagte ich, „vom Rumsitzen auf der Couch wird nichts.

„Also für mich wäre das nichts“ sagte mein Bekannter. „Keine Sicherheit und man weiß ja auch nicht, was man machen soll und wenn man eine Idee hat, dann weiß man nicht, ob sie jemand haben will.“ weiterlesen »

Altersdepression – von 100 auf 0

Geschafft! Die Rente ist erreicht. Endlich! Kein Stress mehr, kein schlecht gelaunter Chef, keine nervigen Kollegen. Ruhe! Endlich Ruhe! Und Zeit … viel Zeit. Zeit für die Kinder, die Enkel, für Reisen, Sport, Hobbys und endlich mal Zeit für sich selbst.

Herrlich, so ein Rentnerdasein. Oder doch nicht? Millionen von Arbeitnehmern sehnen sich nach dem Tag, an dem sie ihr Renteneintrittsalter erreicht haben. Dann wollen sie all das nachholen, Was sie Jahrzehntelang nicht geschafft haben. Und dann ist er da, der so lang ersehnte Tag. Der Tag, an dem es für viele von 100 auf 0 geht – mit fatalen Folgen.

20% der älteren Menschen leiden an einer Altersdepression, in Pflegeheimen steigt dieser Anteil auf 30 bis 40%. Warum fallen viele ältere Menschen bei Erreichen der Rente in ein Loch aus Niedergeschlagenheit, Unlust, Sinnlosigkeit und Trauer?

Abgesehen von organischen Ursachen, die eine Depression auslösen können, ist es vor allem der plötzliche Wandel des gewohnten Lebensrhytmusses, der viele ältere Menschen in eine Depression gleiten lässt.
Es ist unausweichlich – weiterlesen »

Mobbing hat (mindestens) zwei Täter …

… einen, der mobbt und einen der sich mobben lässt

Im Fernsehen sah ich einen Bericht über Mobbing. Ein Mann erzählte, zwei Kollegen würden ihn ständig mobben. Einer geht immer an seinem Arbeitsplatz vorbei und stößt dabei absichtlich etwas um. Der andere hat ihn im Vorbeigehen absichtlich angerempelt. Und beide Kollegen haben dabei gegrinst.
Auf die Frage, warum er nicht zum Chef geht antwortete der Mann: „Zum Chef gehen kann ich nicht, weil die zu zweit sind und ich alleine bin und die beiden sicher Recht bekommen“.

„ Was soll ich machen?“ war seine Frage. weiterlesen »

Wer nicht handelt, wird behandelt

Ein wahres Wort, das der deutsche Politiker Rainer Barzel da ausgesprochen hat. Wer sich nicht entscheidet, der muss die Folgen der Entscheidung hinnehmen, die andere für ihn treffen. Denn: keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.

Wie oft schimpfen Menschen auf die Umstände, den Chef, den Partner, die Kollegen, den Staat. Wie oft schimpfen sie darüber, wie unfair sie behandelt werden. Und die ganze Welt ist schlecht und unfair.

Nein, hier ist nur eine Person schlecht und unfair – die Person, die sich beschwert. Sie ist schlecht und unfair zu sich selbst. Denn jeder, der die Schuld für seine Lebenssituation bei anderen sucht, verharrt willentlich in dieser Situation. weiterlesen »

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