Dezember 2015

Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote sind eine Aufzählung von verbindlichen Anweisungen (Geboten) des Gottes Israels in der Bibel. Die als direkte Rede des Gottes an sein Volk verstandenen Regeln fassen seinen Willen für das Verhalten ihm und den Mitmenschen gegenüber zusammen.

Die Zehn Gebote haben im Judentum wie im Christentum eine zentrale Bedeutung für die theologische Ethik und haben die Kirchengeschichte und die Kulturgeschichte Europas und der christlichen Welt mitgeprägt.

Bei der Zählung der Gebote gibt es im Judentum und in den christlichen Kirchen unterschiedliche Traditionen. Dort, wo das Bilderverbot – „Du sollst dir kein Bildnis machen“ – als zweites Gebot aufgeführt wird, wie in der anglikanischen, reformierten und orthodoxen Tradition, ergibt sich eine andere Zählung. Neuntes und Zehntes Gebot werden dort als ein Gebot verstanden.

Unterschiede gibt es auch zwischen dem katholischen und dem evangelischen Katechismus. weiterlesen »

Heinrich, wie hältst Du´s mit der Religion?

Taufengel in der Kirche in Pahnitzsch bei Leipzig

Das ist die berühmte Gretchenfrage aus Goethes Faust. Wie halte ich es mit der Religion? Was ist Religion? Religion kommt aus dem Lateinischen und heißt ursprünglich gewissenhafte Berücksichtigung, Sorgfalt, bedenken‚ achtgeben. Gemeint war die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften. Heute ist das Religion ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte Kräfte und damit verbundene heilige Objekte ist.

Religionsgemeinschaften haben die Religion für sich vereinnahmt. Ob christliche, muslimisch oder jüdische Glaubensgemeinschaften – jede behauptet von sich, die einzig wahre Religion zu predigen und bezeichnet alle Menschen, die nicht an ihre Religion glauben, als Ungläubige. Und auch immer mehr Menschen bezeichnen sich als nicht gläubig, also als Atheisten. Atheisten sind Leute, die an gar nichts glauben. Moment mal, ich kenne keinen Menschen, der nicht an irgendetwas glaubt: an Gott, an Geld, an den Kommunismus, an die soziale Marktwirtschaft, an Außerirdische oder einfach nur an sich selbst. Glaube scheint ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein.

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Die Lebensziele …

… und wie man sie am allerbesten verfehlt

Das Leben könnte so toll sein: ein attraktives Ziel setzen und voller Elan darauf hinsteuern. Wenn da nicht zwei Dinge wären, die uns von unseren Lebenszielen abhalten: Schuld und Pflicht.

Schuld und Pflicht sind äußerst beliebte Mittel die eingesetzt werden, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren Zielen abzubringen und sie auszunutzen. Religionsgemeinschaften, staatliche Organisationen, Familien, Freunde, Kollegen und Chefs setzen Schuld und Pflicht nur allzu gern für ihre Zwecke ein.

Kindern wird die Schuld von ihren Eltern eingeredet. „Wir haben alles für Dich getan, jetzt musst Du uns im Alter auch versorgen.“
„Alle Deine Vorfahren waren Ärzte, jetzt musst Du auch Medizin studieren, dass bist Du der Familie schuldig“.

Noch perfider wird das Schuldprinzip in christlichen Religionsgemeinschaften praktiziert. Der Mensch kommt praktisch schon schuldig auf die Welt, noch bevor er den ersten Atemzug gemacht hat. Jeden Sonntag wird gebetet: „ … und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. weiterlesen »

Die Formen des modernen Fastens

Die Formen des Fastens sind vielfältig. Längst ist der eigentliche Sinn, der Verzicht auf Nahrung und Genussmittel, ausgeweitet. Und genauso vielfältig, wie die Inhalte des Fastens im 21. Jahrhundert sein können, so vielfältig sind auch die Angebote. Fasten ist aus dem stillen Winkel der Religiosität und des individuellen Rituals längst zu einem profitablen Geschäft geworden. weiterlesen »

Die Fastenzeit beginnt

Bald ist es soweit: am 5. März, dem Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. 44 Tage dauert sie, bis am Karfreitag mit dem Fasten gebrochen werden darf. Doch woher stammen Begriff und Ritual? Und ist Fasten noch zeitgemäß?

Die Fasti waren im eigentlichen Sinne eine Liste der Gerichtstage im alten Rom. Später kamen Festtage hinzu, die Feriae. Aus Fasti und Feriae und weiteren besonderen Ereignissen bildete sich nach und nach ein Kalender heraus.

Abgeleitet ist der Begriff von fari, was sprechen bedeutet und wiederum mit fas, dem göttlichen Recht, in Verbindung steht. Dies fasti, das waren die Tage, an denen ein römischer Prätor gemäß göttlichem Recht Gericht halten durfte.

Das alles hat mit unserem heutigen Fasten nichts zu tun. Heute wird unter Fasten völlige oder zumindest teilweise weiterlesen »

Die OWei-Christen

Die OWei-Christen – nein, das sind nicht diejenigen, die bei jeder Kleinigkeit „Oh Gott“ rufen. Die OWei-Christen sind diejenigen ehrenhaften und gut integrierten Mitglieder in der Mitte unserer Gesellschaft, die bei jeder Gelegenheit ihren christlichen Glauben hervorkehren, die christlichen Werte als Grundlage ihres Tuns und Denkens bei jedem passenden und unpassendem Anlass betonen, brav und – nach eigener Aussage – auch gern ihre Kirchensteuer entrichten und doch nur zweimal im Jahr in die Kirche gehen – zu Ostern und zu Weihnachten. weiterlesen »

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