März 2015

Altersdepression – von 100 auf 0

Geschafft! Die Rente ist erreicht. Endlich! Kein Stress mehr, kein schlecht gelaunter Chef, keine nervigen Kollegen. Ruhe! Endlich Ruhe! Und Zeit … viel Zeit. Zeit für die Kinder, die Enkel, für Reisen, Sport, Hobbys und endlich mal Zeit für sich selbst.

Herrlich, so ein Rentnerdasein. Oder doch nicht? Millionen von Arbeitnehmern sehnen sich nach dem Tag, an dem sie ihr Renteneintrittsalter erreicht haben. Dann wollen sie all das nachholen, Was sie Jahrzehntelang nicht geschafft haben. Und dann ist er da, der so lang ersehnte Tag. Der Tag, an dem es für viele von 100 auf 0 geht – mit fatalen Folgen.

20% der älteren Menschen leiden an einer Altersdepression, in Pflegeheimen steigt dieser Anteil auf 30 bis 40%. Warum fallen viele ältere Menschen bei Erreichen der Rente in ein Loch aus Niedergeschlagenheit, Unlust, Sinnlosigkeit und Trauer?

Abgesehen von organischen Ursachen, die eine Depression auslösen können, ist es vor allem der plötzliche Wandel des gewohnten Lebensrhytmusses, der viele ältere Menschen in eine Depression gleiten lässt.
Es ist unausweichlich – weiterlesen »

Altersdepression – was ist das?

Die Medizin spricht bei depressiven Patienten ab 65 Jahren von einer Altersdepression bzw. einer Depression im Alter. Als Depression wird im Allgemeinen eine psychische, affektive (die Gefühlswelt) betreffende Störung bezeichnet. Die Stimmung eines Menschen wird negativ verändert und ist von Freudlosigkeit, Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit dominiert.

Im Gegensatz zu jüngeren Betroffenen sind im Alter die Hauptsymptome einer Depression anfangs oft von körperlichen Beschwerden, die teilweise auch psychosomatisch sind, überlagert. Ältere Betroffene klagen oft über unspezifische Symptome wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindelanfälle oder Magen-Darm-Beschwerden. Die eigentlich typische Stimmungsveränderung erfolgt meist schleichend im Hintergrund und wird den Auswirkungen der körperlichen Symptome zugeschrieben.

Das Risiko, eine Depression zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter. Während in der gesamten Bevölkerung durchschnittlich 5% an einer Depression erkrankt sind, leiden etwa 20% an einer Altersdepression. Bei Bewohnern von Senioren- oder Pflegeheimen steigt der Anteil auf 30 bis 40%. Bei Menschen, die bereits in jüngeren Jahren betroffen waren, weiterlesen »

Checkliste Depression – Brauche ich Hilfe?

Eine niedergedrückte Stimmung, fehlende Motivation, schlechter Schlaf – das kennt wohl jeder. Wenn diese und ähnliche Symptome nur selten auftreten, droht keine Gefahr. Doch was ist, wenn es öfters zu solchen Anzeichen kommt? Wo endet eine depressive Verstimmung, wo beginnt eine echte Depression?
Eine eindeutige Grenze zwischen einer depressiven Verstimmung und einer Depression kann nicht gezogen werden. Stellen Sie bei sich seelische Tiefphasen mit körperlichen Symptomen jedoch immer häufiger und über immer längere Zeiträume fest, ist es ratsam, sich Hilfe zu holen.

Die nachfolgende und nicht vollständige Liste soll helfen, behandlungsbedürftige psychische Störungen frühzeitig zu erkennen.

Gemüt

  • Ist Ihre Stimmung sehr oft oder ständig gedrückt?
  • Haben Sie das Interesse an Dingen verloren, die Ihnen früher Spaß machten?
  • Finden Sie Ihr Leben sinnlos?
  • Fühlen Sie sich oft unfähig, hilflos oder wertlos?

Trauma

  • Haben Sie ein traumatisches Erlebnis gehabt und leiden nun an Angstzuständen, Unruhe, Alpträumen und/oder blitzartigen belastenden Erinnerungen?

Sucht

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Wie erkenne ich eine Depression?

Krankheitsbild und Formen der Depression

Depressive Erkrankungen verlaufen meist in Phasen, die über mehrere Monate, aber auch über Jahre anhalten können.

Die Symptome sind vielfältig und betreffen das Seele – Geist-Körper-System des Menschen. Man unterscheidet unterschiedliche Formen einer Depression:

Unipolare Depression

Viele Menschen, die an einer Depression erkranken, erleben in ihrem Leben mehr als nur eine depressive Episode. Solche depressiven Episoden dauern unter Umständen Wochen, manchmal aber auch Monate. Die Länge einer solchen Episode kann auch davon abhängen, ob der Betroffene konsequent therapiert wird, oder nicht. Treten nur depressive Episoden auf, so spricht man von einer unipolaren Depression.

Bipolare affektive Störung

Manche Patienten erleiden nicht nur depressive, sondern auch manische Episoden. Manische Episoden sind gekennzeichnet durch einen unbändigen Tatendrang, gehobene Stimmung, fehlendes Schlafbedürfnis, Größenideen, häufig auch durch Kaufrausch. Man spricht dann von einer bipolaren affektiven Störung (früher auch als Manische Depression oder manisch depressive Erkrankung bezeichnet).

Dysthymie

Erleben Betroffene eine leicht ausgeprägte, dafür aber chronisch verlaufende Form der Depression, so nennt man diese Dysthymie. Eine Dysthymie beginnt meist im frühen Erwachsenenalter. weiterlesen »

Depressiv – sprich darüber

Betroffene beraten Betroffene, deren Angehörige und Freunde

blumen-veraenderung-entfaltungEin Angebot der Leipziger Selbsthilfe

Jeden 2. und 4. Dienstag im Monat können sich von Depressionen Betroffene, Angehörige und Freunde in Leipzig kostenlos beraten lassen.
In der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr stehen Berater und Beraterinnen, die selbst von Depressionen betroffen waren (und sind), Hilfesuchenden zur Verfügung.

Die Beratung findet im Gesundheitsamt Leipzig statt, Friedrich-Ebert-Straße 19 a, Zimmer 5.

Um vorherige Anmeldung wird gebeten: Telefon 0341 – 123 6755, Frau Klass

Auch mich finden Sie an diesen Beratungsterminen. Möchten Sie von mir beraten werden? Dann teilen Sie das bei Ihrem Anruf bitte mit oder wenden Sie sich direkt an mich (Telefon 0341 – 4686 6873, E-Mail: info@blicklicht-leben.de)

Lesen Sie den Leitartikel und weitere Beiträge und Zitate zum Thema DEPRESSIONEN.

Depression – Hilfe für Betroffene und Angehörige

Lesen Sie den Leitartikel und weitere Beiträge und Zitate zum Thema DEPRESSIONEN.

Kalenderblatt 10. Woche 2015

Jede Impression
ohne Expression
bedeutet Depression.

(unbekannt)

Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen – Thesen zum Thema

Wer bin ich?

Auf den ersten Blick betrachtet, scheinen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen dasselbe zu meinen. Doch schaut man sich die beiden Wörter genauer an, werden die verschiedenen Bedeutungen deutlich. Selbstbewusstsein heißt: Sich-seines-selbst-bewusst-sein. Oder anders gesagt: sich selbst kennen. Zu wissen, wer man ist, beinhaltet mehr, als zu wissen, dass man Fritz oder Erna heißt oder wo man wohnt, welche Schuhgröße man hat und wie viele Freunde bei Facebook. Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens – ob sie wollen oder nicht. Sich selbst immer wieder ein bisschen neu kennenzulernen im Laufe eines Lebens gehört zu einem gesunden Selbstbewusstsein.

Vertrauen – Sicherheit und Wertigkeit

Selbstvertrauen bedeutet nicht, dass ich mir selbst über den Weg traue. Vielmehr bedeutet es, auf seine Fähigkeiten und sein Wissen zu vertrauen. Und auch, seiner Eingebung oder Intuition zu vertrauen. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen – das Eine kann es nicht ohne das Andere geben.
Wer der eigenen Kraft und den eigenen Fähigkeiten vertraut, tut das mit Zuversicht. Ich traue mir etwas zu und dafür muss ich mich selbst gut kennen. Welchen Wert das Gefühl in die eigene Person hat, drückt das Wort Selbstwert aus. Selbst-Wert-Schätzung und Selbst-Liebe sind Grundlagen für ein gesundes Leben.

Sicherheit im Innen finden

Ein selbstsicherer Mensch findet Sicherheit und Stabilität in sich selbst. Er benötigt keine Bestätigung durch andere. Ein selbstsicherer Mensch muss anderen auch nicht überlegen sein. Er kennt seinen Selbstwert und das Verhalten anderer kann an diesem Wert nichts ändern. Selbstsicherheit zieht Selbstbehauptung nach sich. Selbstbehaupten bedeutet stark sein – innerlich stark. Klare Aussagen, klare Grenzen: „Ja, ich will“ und „Nein“, ich will nicht“. weiterlesen »

Vorankündigung: 3. Deutscher Patientenkongress Depression 2015 in Leipzig

Der 3. Deutsche Patientenkongress Depression für Betroffene und Angehörige findet am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2015 im Gewandhaus in Leipzig statt. Moderator ist ist auch in diesem Jahr Harald Schmidt.

Träume – ein szenisch-musikalisches Projekt

  • Donnerstag und Freitag, 05. und 06. Februar 2015,
  • jeweils 19:30 Uhr,
  • HORNS ERBEN, Arndtstraße 33, 04275 Leipzig

Träume – ein szenisch-musikalisches Projekt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Leipzig in Kooperation mit der Musikschule Leipzig „J.S. Bach“.

Von Träumenden für Träumer und solche, die es schon immer werden wollten. Der Carlson Wedemeyer-Förderpreis der Stiftung Deutsche Depressionshilfe half bei der Umsetzung. Der Eintritt ist frei.

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