Februar 2016

Depression – Betroffene beraten Betroffene

Resümee nach einem Jahr Beratung

Seit einem Jahr berate ich ehren-amtlich Menschen mit Depressionen, deren Angehörige und Freunde im Gesundheitsamt der Stadt Leipzig.

„Betroffene beraten Betroffene“ – zweimal im Monat gibt es dieses Angebot der Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS).

Nach einem Jahr ziehe ich mein ganz persönliches Resümee. In den vergangenen zwölf Monaten habe ich ca. 15 Beratungsgespräche geführt. Knapp die Hälfte der Gespräche habe ich mit direkt Betroffenen geführt, knapp die Hälfte mit Angehörigen, ein geringer Anteil der Personen kam aus dem persönlichen Umfeld von Menschen mit Depression. weiterlesen »

Klare Ansagen

In Europa kommunizieren Paare im Durchschnitt gerade einmal 2 Minuten am Tag wesentlich miteinander. Zwei Minuten wesentlich bedeutet: über die eigenen Gefühle, was ihnen an der Beziehung/am Partner wichtig ist, was sie sich wünschen etc.

Die restlichen 1438 Minuten sind nur Automatismen, hohle Phrasen und unwesentliches Geplapper oder eben Schweigen. Wenn es hoch kommt, noch Streit. Wen wundert es, dass jede zweite Ehe geschieden wird.

Die Menschen reden zu wenig miteinander. Und das gilt nicht nur für Partnerschaften, auch in Freundschaften und in der Kommunikation am Arbeitsplatz trifft das zu. weiterlesen »

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden. weiterlesen »

Das Sechste Gebot

„Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“ (kath.),
„Du sollst nicht ehebrechen“ (ev.)

Auf den ersten Blick scheint das Sechste Gebot im katholischen und im evangelischen Katechismus ähnlich zu sein. Auf den zweiten Blick aber nicht. Unter Keuschheit wird oft nur die sexuelle Abstinenz oder Enthaltsamkeit verstanden. Das Idealbild der bewussten Keuschheit ist allerdings weitreichender.

Keuschheit bezeichnet das Verhalten einer Person, sich auf Grund eines erworbenen Schamgefühls oder kraft eines bewussten Grundsatzes schamhaft zu verhalten und das Unschamhafte und Verstöße gegen die Sittlichkeit zu meiden.
Das religiöse, katholische Verständnis von Keuschheit, wird als allgemeine Mäßigung verstanden, die nicht auf sexuelles Verhalten weiterlesen »

Liebe und Freiheit

Freiheit ist das größte Gut des Menschen, Alles was Freiheit gibt, ist gut. Freiheit ist für mich der Grundwert schlechthin. Es gibt für mich nichts, was über der Freiheit steht.

Selbst die Liebe, muss sich der Freiheit unterordnen. Bitte was? Die Liebe ist doch das höchste und wichtigste Gut des Menschen, mag jetzt mancher denken. Da muss sich dann auch mal die Freiheit unterordnen.

Nein, für mich steht selbst die Liebe unterhalb der Freiheit. Warum?

Weil es ohne Freiheit keine wirkliche Liebe geben kann!

Wie soll ich jemanden lieben, wenn ich dabei nicht die Freiheiten habe, die ich brauche? Wie will ich jemals mit einem Menschen glücklich werden, ich du dafür meine Freiheiten aufgeben muss? Ich sage: Das geht gar nicht.

Viele Beziehungen zwischen Menschen beruhen auf Kompromissen: „Du gibst einen Teil deiner Freiheit zu Gunsten meiner Freiheit auf“. Das führt dann in den meisten Fällen in die Beziehungslethargie weiterlesen »

Kräuter – die Würze des Lebens

Vortrag im „Begegnungszentrum im Grünen“, Leipzig-Grünau, 19.04.2015

Der Begriff „Kräuter“ steht für:

  • unspezifisch pharmazeutische Pflanzen, Heilpflanzen,
  • unspezifisch pflanzliche Genussmittel, Küchenkräuter,

Küchenkräuter oder kurz Kräuter sind küchensprachlich Pflanzen, deren Blätter und Blüten frisch oder getrocknet als Gewürze Verwendung finden. Es muss sich dabei nicht im botanischen Sinne um krautige Pflanzen handeln. Auch wenn Küchenkräuter zu den Gewürzen zählen, wird häufig von „Kräutern und Gewürzen“ gesprochen – zur Unterscheidung von Gewürzen, die aus Samen, Früchten, Rinde, Wurzeln usw. hergestellt werden.

Der Begriff Gewürze umfasst Salz, Raucharomen, Pflanzen oder Pflanzenteile (Blätter, Blüten, Rinde, Wurzeln, Früchte, Saft), die wiederum frisch, getrocknet oder bearbeitet vorkommen und die wegen ihres natürlichen Gehaltes an Geschmacks- und Geruchsstoffen als würzende oder geschmacksgebende Zutaten bei der Zubereitung von Speisen und Getränken aller Art eingesetzt werden.

Darüber hinaus werden je nach Definition auch sämtliche Stoffe, die der Geschmacksverbesserung dienen oder die Bekömmlichkeit verbessern, als Gewürz bezeichnet. Gewürze weiterlesen »

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