Februar 2018

Der Rucksack aus Kindertagen

So mancher Zeitgenosse, der unglücklich durchs Leben schleicht, ist in der Kindheit zum Unglücklichsein erzogen worden – sicher unabsichtlich – doch mit gravierenden Auswirkungen bis ans Lebensende.

Kinder nehmen die Worte und Handlungen ihrer Eltern (oder anderer wichtiger Bezugspersonen) als richtig und nachahmenswert wahr. Sie hinterfragen nicht. Ich gehe davon aus, dass mehr als 90% unserer unterbewussten Handlungen auf unsere Kindheit zurückzuführen sind. Und genauso viele der erlebten Emotionen sind verknüpft mit Erfahrungen aus der Vergangenheit, oft direkt aus der Kindheit.

Überlegen Sie mal: Wie oft haben sie folgende oder ähnliche Sätze gehört? weiterlesen »

Selbstbewusstsein und Erziehung

Wie stark hängen Selbstbewusstsein und Erziehung zusammen? Sehr stark. Kinder, die ständig Sätze, wie: „pass auf“, „du kannst das nicht“, „dafür bist du zu klein“, hören, können kein Selbstbewusstsein entwickeln.

Wer zum Angsthasen erzogen wurde, wem ständig gesagt wird, er könne nichts, wird genauso ins Leben gehen und den elterlichen Rucksack sein Leben lang mit sich rumschleppen.

Oder er erkennt sein Dilemma, arbeitet an seinem Selbstbewusstsein und wirft den Rucksack ab. Erziehung ist ein maßgeblicher Faktor für ein gutes Selbstbewusstsein und ein starkes Selbstbild. Entscheidend sind die frühen Jahre weiterlesen »

„Na du verdienst dein Geld ja leicht“

Diesen Satz hat kürzlich jemand zu mir gesagt. Der Hintergrund: Ich habe der Person erzählt, was ich mache und womit ich mein Geld verdiene. Dieser Mensch schuftet tagein, tagaus auf Baustellen, muss schwer schleppen, ist Lärm und Dreck ausgesetzt.

„Ich muss noch richtig arbeiten für mein Geld“, sagte er zu mir, „so leicht wie Du möchte ich mein Geld auch mal verdienen.“

Ich antwortete: „Und warum machst du es nicht?“. Er schaute mich an. „Wie soll das denn gehen. Ich arbeite auf dem Bau, da ist es nicht so leicht.“ Ich fragte weiter: „Zwingt dich jemand, auf dem Bau zu arbeiten und hart für dein Geld zu schuften?“ Antwort: „Nein.“ „Warum tust du es dann?“ fragte ich. Keine Reaktion.

Geld muss hart verdient werden – diesen Glaubenssatz hämmern unzählige Eltern ihren Kindern ins Gehirn ein. weiterlesen »

Schuld und Pflicht

Letztens habe ich diesen Satz gelesen: „Die effektivsten Werkzeuge, um dich zu kontrollieren und dich von deinen Lebenszielen abzuhalten, sind Schuld und Pflicht.“

Yo, so isses. Diese Werkzeuge werden häufig eingesetzt von Religionsgemeinschaften, Familienmitgliedern, Freunden und Mitarbeitern, Parteien und Organisationen, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren eigenen Zielen abzubringen und sie stattdessen für aufgezwungene Ziele auszunutzen.

Und darum folgender Tipp: Tue niemals etwas, nur weil du denkst, du müsstest es tun. Kein Mensch muss irgendetwas müssen.

Und eines musst du schon mal gar nicht – weiterlesen »

Wie Niederlage zum Sieg wird

Quelle: www.pixabay.de

Letztens habe ich eine Reportage über Fußball gesehen. Und da fiel mir etwas auf. Wenn eine Mannschaft gewonnen hat, hieß es:“WIR haben gewonnen!“ Hatte eine Mannschaft verloren, hieß es: „DIE haben verloren!“

Was ist daran auffällig? Siegt eine Mannschaft, so bezieht man den Erfolg auf sich selber. Verliert sie aber, gibt streift man die Verantwortung schnell ab und projiziert die Niederlage auf andere.

Im ersten Moment erscheint das sogar sinnvoll, denn schließlich wollen wir ja immer schön positiv bleiben und uns so wenig wie möglich mit negativen Dingen beschäftigen.

Es gibt da aber ein Problem. Wer nicht die volle Verantwortung für eigene Niederlagen übernimmt, wird niemals nie über sie hinaus wachsen. weiterlesen »

Ich kann nicht heißt, ich will nicht

Wie oft habe ich diesen Satz als Kind von meinen Eltern gehört? Unzählige Male. Und ich habe diesen Satz gehasst. Wie konnten sie mich nur nicht verstehen? Ich kann das doch nicht, ich will schon, aber ich kann eben nicht …

Heute sehe ich diesen Satz anders. Jeder Grund, der uns angeblich hindert, etwas zu tun, ist eine Ausrede aus dem Kopf. Wer sagt: „Ich kann das nicht“ – der will es nicht.

Dann kommen die Wenns und Abers. Ich kann doch nicht meinen Job aufgeben, ich muss doch arbeiten gehen, weil ich Kinder habe …

Nun, müssen muss keiner irgendetwas. weiterlesen »

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

10 Gebote für ein gutes Leben

Ich habe in den letzten Jahren einen Wandel durchlebt.

Weg von:
Ich bin für alle da, ich mache allen alles recht und ich kümmere mich um alles.

Hin zu:
Ich sorge für mich.

Daraus habe ich für mich zehn Gebote entwickelt, die Grundlage meines selbstbestimmten Lebens sind:

  1. Ich bin die Nummer 1 in meinem Leben. Nicht meine Eltern, Familie, Freunde, Partner.
  2. Ich helfe, wenn ich helfen will und nicht, weil ich glaube, es für andere tun zu müssen auf Grund von irgendwelchen Konventionen oder Druck.
  3. weiterlesen »

Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Im Juni 2015 veröffentlichte die Barmer GEK eine Studie zur Zunahme von psychischen Erkrankungen bei der Krankenkasse versicherten Kindern und Jugendlichen.

Der Rückzug von Kindern und Jugendlichen wird in der Studie als leiser Hilfeschrei überforderter Kinder genannt.

Reagieren Eltern, Lehrer, Erzieher und pädagogische Fachkräfte nicht rechtzeitig, nimmt die Spirale der psychischen Belastung immer schneller an Fahrt auf.

Bei einer steigenden Zahl von Kindern und Jugendlichen sind Depressionen, Angst-, Ess- und Schlafstörungen alltägliche Begleiter geworden. Die Auswertung der Daten der Barmer GEK für den Zeitraum 2011 bis 2014 hat erschreckende Zahlen ergeben:

  • Angststörungen: 2011 bei insgesamt 2.098 Kindern diagnostiziert. 2013 ist die Anzahl auf 3.009 gestiegen.
  • Depressionen: 2011 bei insgesamt 338 Kindern diagnostiziert. weiterlesen »

Depression – Betroffene beraten Betroffene

Resümee nach einem Jahr Beratung

Seit einem Jahr berate ich ehren-amtlich Menschen mit Depressionen, deren Angehörige und Freunde im Gesundheitsamt der Stadt Leipzig.

„Betroffene beraten Betroffene“ – zweimal im Monat gibt es dieses Angebot der Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS).

Nach einem Jahr ziehe ich mein ganz persönliches Resümee. In den vergangenen zwölf Monaten habe ich ca. 15 Beratungsgespräche geführt. Knapp die Hälfte der Gespräche habe ich mit direkt Betroffenen geführt, knapp die Hälfte mit Angehörigen, ein geringer Anteil der Personen kam aus dem persönlichen Umfeld von Menschen mit Depression. weiterlesen »

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