November 2016

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Die drei Optionen für alle Situationen im Leben

Vor kurzem erzählte mir ein Mann, dass er auf Arbeit von seinen Kollegen immer wegen seiner Kleidung und seines Lebensstils aufgezogen wird (er ist Veganer, trägt Öko-Klamotten und fährt ein altes Damenfahrrad).

Er sagte, es störe ihn, dass ihn seine Kollegen nicht in Ruhe lassen und er habe es ihnen auch bereits gesagt, aber sie hören nicht auf.

Nun weiß er nicht, was er tun soll.

Verfahrene Situation. Mich stört, wie mich andere Menschen behandeln, ich sage es ihnen aber denen ist es egal. Was tun?

Da fielen mir die drei Optionen ein, die jedem Menschen in jeder Situation im Leben als Entscheidungshilfe zur Verfügung stehen: weiterlesen »

Der schlaue Hamlet

Ich gestehe – Hamlet hat in der Schule nicht zu meiner Lieblingslektüre gehört.

Der verwöhnte Prinz sitzt in seinem goldenen Palast und jammert vor sich hin, anstatt sich um die wirklichen Probleme zu kümmern. So meine damalige Meinung als 17-jähriger.

Nun bin ich älter und weiser geworden *lach*.

Da lässt der alte Shakespeare seinen Hamlet doch einen wirklichen Hammersatz sagen:

„Dass wir die Übel,
die wir haben, lieber Ertragen
als zu unbekannten fliehn.
So macht Bewusstsein Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Entschließung
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;“

Zugegeben, etwas geschwollen, deshalb übersetzte ich mal: weiterlesen »

Die tägliche Energiefrage

Wie schafft man es, dauerhaft motiviert zu sein? Woher jeden Tag die erforderliche Energie nehmen? Die Fragen sind berechtigt, denn wohl jeder Mensch kennt Motivationstiefs und Energielosigkeit im Leben. Es gibt eine gute Möglichkeit, eine Antwort auf dieses Fragen zu finden.

Das Geheimnis heißt: Gedankenlenkung

Unsere innere Energie wird von unseren Gedanken bestimmt, auf die wir uns gerade konzentrieren. Die nachfolgenden Fragen können dazu beitragen, mehr Freude, Glück und Selbstsicherheit im Leben zu spüren. Wichtig ist, jede Frage ehrlich zu beantworten. weiterlesen »

Die tägliche Gehirnwäsche

Ein Gespenst geht um in deutschen Wohnzimmern. Es ist da, wird sogar gezielt in die Wohnung gelassen. Es ist in unserer Hand, wir können es steuern, an- und ausschalten. Laut oder leise machen. Wir haben es in der Hand – eigentlich.
Doch die Wahrheit ist: dieses Gespenst hat uns in der Hand. Und es heißt: Fernsehgerät.

Der Fernseher – der Gehirnzellenmanipulator Nummer eins. Und das Fernsehgespenst hat es gut bei uns. Alkohol und Drogen machen das Gehirn kaputt und sind gesellschaftlich geächtet. Der Fernseher, respektive das Programm, das er ausstrahlt, macht dasselbe und ist gesellschaftlich akzeptiert. Und das Schlimmste, was ein Fernsehgerät aussendet, sind die Nachrichten.

Früher habe ich auch regelmäßig Nachrichten geguckt, jeden Abend, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Man muss sich doch informieren, was in der Welt los ist. Und wenn man von all dem, was einem da allabendlich präsentiert ist, geschockt und reaktionsunfähig ist, gibt es reichlich Ergänzungssendungen, die einem sagen, was man denken soll, von Talkshows bis zu Sondersendungen.

Ich danke der unendlichen Einsicht, die mich eines Tages dazu gebracht mir diesen ganzen Gehirnwäschemüll nicht mehr anzuschauen.

Und der Grund für meine Entscheidung? weiterlesen »

Denken sie einfach mal … nichts

Versuchen Sie doch einmal folgendes Experiment: Setzen oder legen Sie sich hin versuchen Sie, nur für die nächsten 60 Sekunden einfach einmal nichts zu denken. Viel Erfolg!

Klappt? Sehr gut, dann haben Sie den allermeisten Menschen etwas voraus. Klappt nicht? Die Gedanken kommen, ob Sie wollen oder nicht?

Zwangsgedanken. Viele Menschen verfolgen sie täglich, ob zu Hause, auf Arbeit oder im Schlaf. Sie sind omnipräsent. Manchmal so hartnäckig, dass es kaum mehr auszuhalten ist. Und sie sind nicht einfach so da, die Zwangsgedanken. Sie verbrauchen Energie, sie können so stark werden, dass sie den Alltag beeinflussen und erschweren können. Mancher mag sich da wünschen, ohne graue Masse im Kopf geboren worden zu sein.

Wenn Sie glauben, Ihre Gedanken im Griff zu haben, haben Sie noch nicht gemerkt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Die Gedanken haben Sie im Griff. weiterlesen »

„Das räschd mich uff“

(hochdeutsch = Das regt mich auf)

Letztens saß ich mit einigen Leuten vorm Fernseher und es kamen gerade Nachrichten. Da mich die alltäglichen Katastrophenmeldungen nicht besonders interessieren, habe ich gar nicht richtig hingehört. Bis plötzlich jemand im schönsten Breitsächsisch laut rief: „O nee, isch ganns nich mähr hern. Das Gelaber. Das räschd mich uff.“ (hochdeutsch =: „Oh nein, ich kann es nicht mehr hören. Das Gelaber. Das regt mich auf“).

Aha. Irgendetwas regte diesen Menschen also mächtig auf. Er schimpfte dann noch weiter. Innerlich kam ich zu der Frage: „Und? Was bringt die ganze Aufregung nun? Was ändert sich dadurch?“

Antwort: Nichts.

Da kam mir eine Idee. Ich fragte die Person, ob sie denn an der Situation, die sie so aufregt, etwas ändern möchte. Die Antwort: „Isch? Nee. Was soll isch denne machen. Isch gann das doch nisch ännern. Misch fragn se doch eh nich.“ (hochdeutsch = weiterlesen »

Die Wirkung des Tuns

Ich erlebe immer wieder Menschen, die herumjammern. Sie lamentieren, was man doch hätte anders machen können uns was passiert oder nicht passiert wäre, wenn man denn dies oder das getan oder gelassen hätte. Und früher war sowieso alles besser.

Quatsch. Egal, was ich tue, es hat keine vergangenheitsverändernde Wirkung. Warum also über die Zeit ärgern, die vergangen ist? Es ist vorbei, für immer, nicht zu ändern. Wie viel Energie kostet das ewige Gejammer an der „Früher-war-alles-besser“-Front, wie viel Energie kostet das völlig sinnlose Nachdenken, was denn gewesen wäre, wenn ….

Die Vergangenheit heißt Vergangenheit weil sie vergangen ist. Weggegangen, vorbei. Im Nachhinein kann niemand mehr an der Vergangenheit etwas ändern. Deshalb: Tief durchatmen. Die Vergangenheit loslassen. Und dann wieder das Hier und Jetzt mit voller Energie anpacken.

Drei Typen selbstbewusster Menschen

Im Laufe der Jahre habe ich so einige Leute kennengelernt – solche und solche. Einige waren schon da, wo ich gerne hin wollte, andere waren genauso wie ich auf dem Weg und wiederum andere taten nur so als ob.

Ich habe die Menschen beobachtet und nach einiger Zeit hat sich mein Fokus geschärft, wie Selbstbewusstsein aussieht und wer tatsächliche selbstbewusst ist. Heutzutage glaube ich, schnell zu erkennen, ob jemand in sich ruht oder ob er nur so tut.

Meine Erkenntnisse

  1. Ob ein Mensch echtes Selbstbewusstsein hat oder nicht, erkennt man nicht unbedingt daran, was die Person erzählt. Das spielt nur eine untergeordnete Rolle.
  2. Das echte Selbstbewusstsein einer Person erkenne ich daran, was dieser Mensch ausstrahlt (also die Energie, die er aussendet).

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Harte Arbeit bringt nichts

Letztens habe ich einen Satz gelesen: „Work smarter, not harder!“, oder auf Deutsch: „Arbeite intelligenter, nicht härter“. Ich habe über den Satz nachgedacht. Nur „hart zu arbeiten“, egal an was, bringt mich nicht weiter. Ich werde vielleicht hier und da Erfolg haben oder einige gute Ergebnisse hinbekommen. Aber wie viel Energie und Nerven werde ich dafür lassen? Richtig erfolgreich werde ich mit dieser Taktik ganz bestimmt nicht.

Wirklich erfolgreich kann nur werden, wer voll im Fluss ist mit seiner Tätigkeit ist, wer diese Tätigkeit einfach nur sehr, sehr gerne macht und sie sich eben nicht wie „harte Arbeit“ anfühlt. weiterlesen »

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