Oktober 2017

Du bist der Herr über Dein Leben

Ach ja, was war es mal wieder schön – Wahlkampf, Wahltag und Wahljammer. Aller vier Jahre dasselbe Theater. Politiker versprechen das Blaue vom Himmel herunter und nach der Wahl wird sowieso alles besser, denn dann packen sie es nämlich an. Warum nicht schon vor der Wahl?

Egal. Es gibt ein paar Grundregeln für ein selbstbestimmtes Leben:

  1. Trau niemandem – denk selber!
    Was tun nicht wenige Menschen? Sie glauben einfach nur blind alles, was andere ihnen vorschwatzen. Sie übernehmen das, was sie irgendwo mal in einem Buch oder Newsletter gelesen haben. Aufwachen! Wer ein selbstbestimmtes Leben leben will, muss sein eigenes Hirn benutzen, eine eigene Philosophie für das eigene Leben entwickeln, weiterlesen »

Schuld und Pflicht

Letztens habe ich diesen Satz gelesen: „Die effektivsten Werkzeuge, um dich zu kontrollieren und dich von deinen Lebenszielen abzuhalten, sind Schuld und Pflicht.“

Yo, so isses. Diese Werkzeuge werden häufig eingesetzt von Religionsgemeinschaften, Familienmitgliedern, Freunden und Mitarbeitern, Parteien und Organisationen, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren eigenen Zielen abzubringen und sie stattdessen für aufgezwungene Ziele auszunutzen.

Und darum folgender Tipp: Tue niemals etwas, nur weil du denkst, du müsstest es tun. Kein Mensch muss irgendetwas müssen.

Und eines musst du schon mal gar nicht – weiterlesen »

„Soll ich das mal machen?“

Quelle: www.pixabay.de

Ich beobachte immer wieder eine ähnliche Situation. Menschen reagieren nicht selbstständig, sie fragen ihr Umfeld, was sie machen sollen.

Vor kurzem in der Straßenbahn. Eine Dame mit Kinderwagen steigt ein und stellt den Kinderwagen quer in den dafür vorgesehenen Bereich. Folge – kein Platz mehr für einen zweiten Kinderwagen. An der nächsten Haltestelle steigt eine junge Familie mit Kinderwagen ein und versucht nun, sich neben den bereits dort stehenden Kinderwagen zu stellen – geht aber nicht, weil der Platz nicht ausreicht.

Die Dame mit dem ersten Kinderagen stellt nun an die junge Familie die Frage: „Soll ich den rumdrehen?“. Die junge Familie reagiert nicht auf diese Frage, folglich dreht Dame 1 ihren Kinderwagen nicht rum, folglich ist kein Platz für den Kinderwagen der jungen Familie, woraufhin diese ihren Kinderwagen direkt vor dem Durchgang zur Straßenbahntür platzieren, was wiederum das Aussteigen für andere Fahrgäste erheblich erschwert.

Ich habe das Szenario verfolgt und mir folgende Fragen gestellt: weiterlesen »

Ich kann nicht heißt, ich will nicht

Wie oft habe ich diesen Satz als Kind von meinen Eltern gehört? Unzählige Male. Und ich habe diesen Satz gehasst. Wie konnten sie mich nur nicht verstehen? Ich kann das doch nicht, ich will schon, aber ich kann eben nicht …

Heute sehe ich diesen Satz anders. Jeder Grund, der uns angeblich hindert, etwas zu tun, ist eine Ausrede aus dem Kopf. Wer sagt: „Ich kann das nicht“ – der will es nicht.

Dann kommen die Wenns und Abers. Ich kann doch nicht meinen Job aufgeben, ich muss doch arbeiten gehen, weil ich Kinder habe …

Nun, müssen muss keiner irgendetwas. weiterlesen »

Antriebslosigkeit – keine Lust zu gar nichts?

Antriebslosigkeit ist das Resultat des Antriebs zu fremden Zielen. (Andreas Tenzer)

Morgens hast du keine Lust zum Aufstehen. Aber man muss doch. Du schleppst dich müde ins Büro. Aber man muss doch. Alles fällt dir schwer, kein Antrieb, kein Sinn. Aber einer muss es ja machen. Abends kommst du nach Hause und fällst nur noch auf die Couch vor den Fernseher. Was soll man auch sonst machen?

In diesem (bedauernswerten) Zustand befinden sich unzählige Menschen. Sie schleppen sich durchs Leben, Tag für Tag. Kein Ziel, kein Sinn, keine Energie. Bis zu dem Tag, an dem der Sensenmann anklopft und sagt: „Na da wollen wir mal“. Und da fällt diesen Menschen wieder ein, sie haben ja gar nicht gelebt. Zu spät.

Wer keinen Antrieb mehr hat, der lebt nicht mehr. Er vegetiert. Antrieb ist der Motor des Lebens. Manchmal stottert der Motor, dann braucht er einen Energieschub, um wieder ins Laufen zu kommen.

Wie du deinen stotternden Motor des Antriebs wieder ins Laufen bringst, zeige ich dir anhand einiger einfacher Tricks. weiterlesen »

Work & Life – wie komme ich in Balance?

Impulsvortrag zum „Tag der Familie 2016“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, 02. November 2016

Der Begriff Work-Life-Balance steht für einen Zustand, in dem Arbeitsleben und Privatleben miteinander in Einklang stehen – soweit die Definition. Was genau steckt hinter dem Begriff, der sich seit einigen Jahren inflationär entwickelt und verspricht, Arbeit und Leben ausbalancieren zu können?

Work-Life-Balance ist Quatsch! Work-Life-Balance ist ebensolcher Quatsch wie Zeitmanagement oder Selbstoptimierung.

Allein der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es Arbeit und Leben gibt. Wir leben also auf Arbeit nicht, oder wie darf ich mir das vorstellen?

In den letzten Jahren hat der Satz „Nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben“ seine Runde gemacht. Sinnvolle Tätigkeit, auch als Arbeit bezeichnet, die Spaß und Freude bringt, und das Leben gehören untrennbar zusammen, sofern wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.

Der Begriff Work-Life-Balance und alle, die ihn propagieren, gehen davon aus, dass Arbeit etwas anderes sei und abseits des Lebens passiert. weiterlesen »

Mach es allen recht …

… oder besser nicht!

Nein sagen, das geht doch nicht. Ganz besonders nicht, wenn gute Freunde, der Chef oder jemand aus der Familie um etwas bittet. Das kann man doch nicht abwiegeln. Geht doch nicht. Oder doch?

Diese Situation kennen sicherlich viele Menschen. Ein nahe stehender Mensch bitte um etwas. Eigentlich will man nein sagen, doch dann meldet sich das schlechte Gewissen.

Fakt ist: Wer etwas tut, das er gar nicht tun will, dann gehst dieser Mensch gegen sich selber vor. Er stellt sich und seine Bedürfnisse hinten an und stellt eine andere Person vor sich an erste Stelle. Dabei sollte es im Leben eines jeden Menschen nur eine Nummer 1 geben – dieser Mensch selbst. Niemand anderes. Es spielt keine Rolle, wer der Mensch ist, der um etwas bittet.

Wer etwas tut, das sich gegen sich selber richtet, weiterlesen »

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

Lebe … jetzt … hier … und heute

Der Vater eines Bekannten ist gestorben. Knapp 66 Jahre alt, eigentlich gesund, seit einigen Monaten Rentner. Für ihn sollte eigentlich jetzt noch einmal eine schöne Zeit sein, das hat er sich so vorgestellt. Und nun – gestorben. Von heute auf morgen. Unerwartet.

Ich habe mit meinem Bekannten telefoniert und neben den Beileidsbekundungen auch ein bisschen nachgefragt. Und da hörte ich so einige Sätze, die mich nachdenken ließen.

Ich hörte Sätze, wie: Mein Vater hat sein Leben lang gearbeitet, Arbeit war alles für ihn. Familie kam erst danach weiterlesen »

Die Jagdsaison ist eröffnet …

… oder warum die Jagd nach dem Sündenbock die (scheinbar) einfachste Jagd ist

„Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste“ sagte D. Eisenhower. Und ich treffe immer wieder auf Menschen, die sich über alles und jeden beklagen. Die Familie ist schuld, dass sie sich nicht entfalten können, das Amt ist schuld, dass sie keine Arbeit finden, das Wetter ist schuld, dass sie sich mies fühlen. Laber, laber, laber … Wenn ich so etwas höre, geht bei mir gleich die Jalousie runter.

Die Einstellung: „Alle anderen und alle Umstände sind schuld daran“ bringt gar nichts und ändert nichts an der Situation. Da hilft auch kein Motivationstrainer mehr.

Es ist natürlich einfach, einen Sündenbock für die Missstände im eigenen Leben zu finden. Auf den lässt sich dann ganz einfach und schnell mit dem Finger zeigen. „Der da ist schuld daran“ – und fertig.

Nein, nicht fertig. Mit der Schuldzuweisung gehen die Probleme erst richtig los. weiterlesen »

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