Oktober 2016

Die Würde des Menschen ist unantastbar …

… oder die Überflüssigkeit eines hohen Gutes

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Politiker werden nicht müde, auf das hohe Gut dieses Artikels hinzuweisen, der doch die freiheitliche Grundgesinnung des Staates widerspiegelt.

Was aber ist die Würde? Ist sie unantastbar? Und was genau sagt Artikel 1 des Grundgesetzes aus?

Dass ich mich mit diesen Fragen beschäftige hat einen ganz konkreten Hintergrund. Ich war auf einer Veranstaltung von ehrenamtlich Arbeitenden, bei der es um die Findung eines gemeinsamen Leitbildes ging. In der Diskussion kam der Begriff der Würde auf und die Fragen, was denn die Würde sei und wie man mit ihr umgeht. Ich konnte diese Fragen für mich nicht beantworten und so habe ich mich informiert und mir meine Gedanken gemacht. weiterlesen »

Zwei Wochen Böhmermann-Republik Deutschland

Seit zwei Wochen beherrscht gefühlt nur noch ein Thema die Medienwelt und öffentliche Meinung Nach – das Schmähgedicht von Jan Böhmermann. Ich fasse mal zusammen:

Das liest ein mittelmäßig begabter Komiker zu später Stunde in einem Nebenkanal eines öffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehsenders ein Gedicht über einen ausländischen Staatspräsidenten vor und beschreibt den Zustand dessen Geschlechtsorgane und seine sexuellen Vorlieben. Im gleichen Atemzug sagt der Satiriker, dass das, was er da gerade vorliest, in Deutschland verboten ist und gibt damit zu, vorsätzlich eine Straftat zu begehen. Vor einhundert Jahren hätte das ausgereicht, einen Krieg vom Zaun zu brechen.

Der Beleidigte macht aus dem Gedicht einen Staatsakt und fordert von der deutschen Regierung die Strafverfolgung des Übeltäters weiterlesen »

Thema des Monats Januar 2016: SPRACHE UND KOMMUNIKATION

Die Sprache gibt den Menschen die Möglichkeit, sich auszudrücken. Mit Kommunikation kann der Mensch seinem Ausdruck Inhalt und Form verleihen.

Die Sprache ist das wichtigste Verständigungsmittel zwischen Menschen. Ohne Sprache hätte es keine Zivilisation gegeben.

Die Fähigkeit des Menschen zur Lautbildung war vor ca. 100.000 Jahren abgeschlossen. Seit dem kommunizieren Menschen miteinander und das heute in etwa 6.500 Sprachen weltweit.

Sprache wandelt sich. Der Minnegesang des Hochmittelalters ist für uns heute kaum mehr zu verstehen. Kulturelle Einflüsse anderer Länder, Erfindungen und die Umgangssprache formen unseren Sprachschatz.

Sprache ist Mittel zum Zweck. Ein Wort ist nicht nur ein Wort, es ist ein Inhalt. Worte bewusst zu verwenden oder sie bewusst wegzulassen, verändert in den Inhalt von Sprache und damit das Ziel der Kommunikation. weiterlesen »

„Wir schaffen das“

Von der Bedeutungslosigkeit eines bedeutenden Satzes

Der Satz von Bundeskanzlerin Angela Merkel „Wir schaffen das“ ist wohl einer der bedeutendsten Sätze des Jahres 2015. Er ist in aller Munde, fast schon ein geflügeltes Wort. Ein genialer Satz der Kanzlerin, oder doch nicht?

Es war im August 2015, als Angela Merkel auf einer Presskonferenz zur Flüchtlingsproblematik vor Journalisten ihren berühmten Satz sagte. Frau Merkel ging damals von vermutlich 800.000 Flüchtlingen im Jahr 2015 aus und beschrieb die Situation als „eine große nationale Aufgabe“. Selbstbewusst und bestimmt sagt sie: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“ weiterlesen »

Flüchtlinge – das Wort des Jahres 2015

1971 wurde erstmals in Westdeutschland ein Wort des Jahres gekürt, seit 1977 jährlich. Flüchtlinge ist das Wort des Jahres 2015. Gekürt von der Gesellschaft für deutsche Sprache.

2.500 Wörter lagen der Jury zur Wahl vor. Diese begründete ihre Wahl damit, dass Flüchtlinge nicht nur für das beherrschende Thema des Jahres steht, sondern ist auch sprachlich interessant sei. Gebildet wird es aus dem Verb flüchten und dem Ableitungssuffix -ling für eine Person, die durch eine Eigenschaft oder ein Merkmal charakterisiert ist.

Das beherrschende Thema im jahr 2015 – Griechenland und Terroranschläge in Frankreich sind also vergessen? weiterlesen »

Ich wünsche ein veränderungsreiches Jahr 2016!

Ich habe einige Zeit überlegt, was ich in die Überschrift meiner Grußbotschaft zum Neuen Jahr schreibe, was ich meinen Lesern wünsche. Gesundheit? Ja. Natürlich, denn Gesundheit ist alles und ohne Gesundheit ist alles nichts (in leichter Abwandlung Arthur Schopenhauers).

Glück und Erfolg? Ja, auch das kann wohl jeder Mensch gut gebrauchen. Glück und Erfolg sind Dinge, die dem persönlichen Wertesystem jedes Menschen unterliegen. Ich habe mich für Veränderung entscheiden.

Das Jahr 2015 hat viele Veränderungen mit sich gebracht. Im Großen wie im Kleinen. Die Welt hat sich verändert nach den Terroranschlägen in Paris und dem Flüchtlingsstrom nach Europa. Menschen sind von uns gegangen – berühmte und unbekannte – und alle haben eine Lücke hinterlassen.

Was hat sich im Jahr 2015 bei mir verändert? Einiges. Geschäftlich geht es weiter aufwärts, privat gab es schöne und weniger schöne Ereignisse, die mein Leben beeinflusst und mein Denken und Handeln verändert haben. Wie sieht es bei Ihnen aus? Welche Veränderungen gab es 2015 bei Ihnen? Viele Menschen lassen das alte Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr Revue passieren. Vielleicht legen Sie in diesem Jahr den Fokus ihres persönlichen Jahresrückblicks auf die Veränderungen, die sich in ihrem Leben 2015 ergeben haben. Und was hat sich dadurch in ihrem Leben verändert. Positive Veränderungen nehmen wir schnell und gern wahr. Negative werden oft verdrängt, nächstes Jahr wird alles besser. Doch vor allem in den scheinbar negativen Ereignissen und Erlebnissen liegt schöpferische Kraft, liegt Veränderung. weiterlesen »

Flüchtlingsrat Leipzig bittet um Unterstützung

Der Flüchtlingsrat Leipzig bittet um Hilfe und Unterstützung für die in Leipzig untergebrachten Flüchtlinge.

Dolmetscher: Dringend gesucht werden Dolmetscher Panjabi – Deutsch

Dringend gesucht:

  • Umstandskleidung und Still-BHs (Neuware aus hygienischen Gründen)
  • Arabisch- und persischsprachige Literatur

Spendenbedarfsliste: weiterlesen »

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