August 2017

Vergiss deine Ausreden

Letztens mal wieder ein Gespräch gehabt: Ein Arbeitssuchender fragte mich, was er denn machen könne, um endlich wieder Arbeit zu finden. Meine Frage: „Was haben Sie denn bisher dafür getan?“ Seine Antwort: „Na ja, Bewerbungen geschrieben, Bewerbungstraining gemacht, Vorstellungsgespräche besucht.“

„Und aus welchem Grund hat es bisher nicht geklappt?“ fragte ich. „Antwort: „Tja, wenn ich das nur wüsste. Ich will ja arbeiten, aber irgendwie passt es immer nicht. Ich bin nicht ganz gesund und kann manche Dinge nicht machen, dann war das Unternehmen außerhalb und das war für mich ungünstig. In Schichten will ich auch nicht arbeiten und manchmal passte auch das Gehalt nicht …“ Ich unterbrach ihn mit der Frage: „Wollen Sie wirklich ernsthaft arbeiten?“ Er schaute mich an: „Aber natürlich“ antwortetet er schon fast beleidigt, „ich will schon, aber …“

Und dann kamen wieder die Wenns und Abers und warum es denn nicht ginge …

Wer im Kopf schon nicht alles gibt, weiterlesen »

Wo werde ich meine Ängste los?

Kurze Antwort: Genau dort, wo sie entstehen!

  • Du hast Angst, mit anderen Menschen zu sprechen – dann geh dorthin, wo viele Menschen sind.
  • Du hast Angst, deine Meinung zu sagen – dann geh dorthin, wo Meinungen ausgetauscht werden.
  • Du hast Angst vor einer Krankheit – dann geh zum Arzt.

Egal wo, rede einfach bisschen länger und mehr mit den Menschen, als du es normalerweise tust. Verlängere ein Gespräch am Schluss ein paar Sekunden. Übe Small-Talk. Sprich über dich, stelle Fragen, höre zu.

Hauptsache ist, du fängst überhaupt damit an, zu reden und sozialer zu werden.

Manche Menschen machen einen Fehler. Sie wollen den Jahrtausendschritt von „total schüchtern“ zu „super kommunikativ“ springen. weiterlesen »

Kann man glücklich werden?

Letztens erzählte mir jemand seine Lebensgeschichte. Da waren viele Tiefschläge, Krankheiten, Verluste, Firmenpleiten usw. Und zum Schluss stellte mir diese Person die Frage: „Ich hab so viel durchgemacht, ich will einfach nur noch glücklich werden. Wie geht das?“

Hm, schwierige Frage. Wenn es so einfach wäre, wären alle Menschen glücklich. Ich habe ihm einiges erzählt, auch aus meinem Leben. Das Gespräch und die Frage beschäftigten mich aber noch eine Weile und so stellte ich mir selbst die Frage: „Kann man glücklich werden?“

Da kam mir eine Eingebung. weiterlesen »

Ich bin nicht perfekt – ich bin o.k.

Nicht perfekt - und doch schön

Du schaust oftmals neidisch auf andere Menschen, weil diese mehr in ihrem Leben erreicht haben, als du? Oder du hast schon lange Zeit einen großen Wunsch und schaffst es einfach nicht, dir diesen zu erfüllen?

Du weißt sehr genau, wie dein perfektes Leben aussieht und bist doch meilenweit von deinem perfekten Leben entfernt? Und dann bekommst du auch noch jeden Tag von anderen Menschen in deinem Umfeld den Spiegel vorgehalten, wie unperfekt du doch bist?

Jeder Vergleich führt immer wieder zum selben Ergebnis – du bist unzufrieden angesichts deiner Un-Perfektion.

Unperfekt sein macht dich menschlich!

Das sagt sich leicht, noch dazu, wo ich selbst zur Perfektion neige. Daran lässt sich arbeiten. weiterlesen »

Was machen Sie eigentlich?

Das kennen Sie bestimmt. Man ist im Gespräch und irgendwann kommt die Frage: „Was machen Sie eigentlich?“

Und meistens dreht sich die Antwort um die Arbeit. Viele Menschen verbinden die Frage nach dem Was automatisch mit der Arbeit. ´War das wirklich die Frage?

Zugegeben, die Frage ist nicht sehr konkret formuliert. Doch genau so könnte auch die Antwort ausfallen. Unkonkret, auf das Leben allgemein bezogen, auf die Freizeit. Aber nein, die meisten Menschen beantworten dieses Frage mit ihrer Arbeit.

So unkonkret ist die Frage allerdings gar nicht. Man kann sie auch anders formulieren: „Wofür stehen Sie?“. weiterlesen »

Die fünf Negativ-Charaktere …

… und wie man sie erkennt

Kritik ist gut, wenn sie ehrlich gemeint ist und konstruktiv vorgebracht wird. Kritik hilft, das Ego zu überprüfen und zu korrigieren. Kritik und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. Es gibt leider nicht nur die ehrlichen und konstruktiven Kritiker. Es gibt auch die anderen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Kritik, die ich gehört habe, zu analysieren und dabei sind mir fünf Typen von Negativ-Charakteren aufgefallen (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Jede Art von Kritiker und darunter wieder jede einzelne Kritiker hat eine andere Motivation. Da wären also:

Die Labertaschen

Motivation: Die Labertasche will einfach nur mal gerne was sagen. Vermutlich haben diese Menschen ansonsten in ihrem Leben nichts zu sagen, weder zuhause noch auf Arbeit. Also will die Labertasche weiterlesen »

Erste Bürgerpflicht: Sorge Dich um Dich selbst!

Ich berate ehrenamtlich Menschen, die depressive Phasen haben, deren Angehörige und Freunde. Das macht Spaß und ist interessant, weil es meine beruflichen Aktivitäten ergänzt und mich die Problematik Depression aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt.

Vor einiger Zeit war eine junge Frau zur Beratung gekommen. Sie selbst war nicht von einer Depression betroffen, jedoch ihre Freundin. Studentin und im Prüfungsstress. Die Symptome waren eindeutig und die Freundin hatte sich bereits in therapeutische Behandlung begeben.

Worum ging es in dem Gespräch. Es ging natürlich nicht in erster Linie um die Person (also die Freundin mit Depression), die nicht anwesend war. Es ging um die Freundin (ohne Depression), die zur Beratung gekommen war.

Was war ihr Problem? weiterlesen »

Die drei Optionen für alle Situationen im Leben

Vor kurzem erzählte mir ein Mann, dass er auf Arbeit von seinen Kollegen immer wegen seiner Kleidung und seines Lebensstils aufgezogen wird (er ist Veganer, trägt Öko-Klamotten und fährt ein altes Damenfahrrad).

Er sagte, es störe ihn, dass ihn seine Kollegen nicht in Ruhe lassen und er habe es ihnen auch bereits gesagt, aber sie hören nicht auf.

Nun weiß er nicht, was er tun soll.

Verfahrene Situation. Mich stört, wie mich andere Menschen behandeln, ich sage es ihnen aber denen ist es egal. Was tun?

Da fielen mir die drei Optionen ein, die jedem Menschen in jeder Situation im Leben als Entscheidungshilfe zur Verfügung stehen: weiterlesen »

Laber Rhabarber

Kennen Sie Menschen, die ständig reden? Permanentes quasseln, ohne Pause, Punkt und Komma, ohne Inhalt. Selbst die Frage nach der Zeit können sie nur in einem mindestens dreißigminütigen Monolog beantworten. Ein Redeschwall voluminös wie die Niagarafälle.

Ich kenne solche Menschen und solche Situationen nur zu gut. Und es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie ein Mensch nur so ununterbrochen reden kann ohne überhaupt nur den kleinsten Moment auf seinen Gegenüber einzugehen, geschweige denn, dessen Reaktionen abzuwarten?

Ich mache das ganz automatisch, so hin und wieder mal schauen, ob der andere noch folgt oder ob er überhaupt noch zuhört.

Nicht so diese Labertypen. Und die Frage, weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Einengung – Verallgemeinerung

Anonymisierung
Bei der Anonymisierung machen Personen anonymisierte Aussagen die Werturteile beinhalten. Dieses Vorgehen erlaubt es, Vorannahmen einzubringen, ohne sich dazu rechtfertigen zu müssen.

Beispiele:
„Es scheint so, als würden manche Angestellte nicht konzentriert arbeiten.“
„Das ist richtig.“
„Es ist nicht wichtig, wer es tut, Hauptsache, es wird getan.“

Universelle Quantifizierungen
Wörter wie alle, jeder, nie, keiner, niemand signalisieren Verallgemeinerungen, die eigentlich unzulässig sind.

Beispiele:
„Jeder macht das so.“
„Alle gehen dahin.“
„Das haben wir noch nie so gemacht.“ weiterlesen »

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