September 2016

Erste Bürgerpflicht: Sorge Dich um Dich selbst!

Ich berate ehrenamtlich Menschen, die depressive Phasen haben, deren Angehörige und Freunde. Das macht Spaß und ist interessant, weil es meine beruflichen Aktivitäten ergänzt und mich die Problematik Depression aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt.

Vor einiger Zeit war eine junge Frau zur Beratung gekommen. Sie selbst war nicht von einer Depression betroffen, jedoch ihre Freundin. Studentin und im Prüfungsstress. Die Symptome waren eindeutig und die Freundin hatte sich bereits in therapeutische Behandlung begeben.

Worum ging es in dem Gespräch. Es ging natürlich nicht in erster Linie um die Person (also die Freundin mit Depression), die nicht anwesend war. Es ging um die Freundin (ohne Depression), die zur Beratung gekommen war.

Was war ihr Problem? weiterlesen »

Drei Regeln für ein selbstbestimmtes Leben

Selbstbewusstsein gehört zu den Themen, zu denen ich die meisten Vorträge halte. Ich beobachte immer wieder, dass die Fülle von Informationen meine Zuhörer oft überfordern. Deshalb hier drei Grundregeln für ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben:

Regel Nummer 1: Trau niemandem – denk SELBER

Nicht wenige Menschen glauben alles, was sie hören. Sie folgen blind den Medien, vermeintlichen Experten und Politikern, plappern nach, was andere ihnen vorschwatzen.

Aufwachen! Wer ein selbstbestimmtes Leben leben will, muss sein eigenes Hirn einschalten, eine eigene Philosophie für das eigene Leben entwickeln, für sich selber herausfinden, was gut und richtig für einen selbst ist. Ausprobieren ja. Behalten, was für funktioniert und den Rest – wegschmeißen.

Regel Nummer 2: Du musst niemanden fragen – Du darfst ALLES tun

Viele Menschen denken, sie bräuchten erst diese oder jene Erlaubnis, um etwas machen zu dürfen. Das ist klassisches Sklaven-Denken und bringt nicht weiter. Kein Mensch brauchte für irgendetwas die Erlaubnis. Von niemandem, für gar nichts. Die Erlaubnis gibt sich jeder selbst. weiterlesen »

Raus aus der Opferrolle

Die Welt scheint ungerecht zu sein. Der Stärkere nutzt den Schwächeren aus, der Mächtige unterdrückt den Untergebenen. Warum ist das so? Ich habe darauf keine Antwort. Ich beobachte nur immer wieder, dass es so ist – im beruflichen Umfeld, im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft, in der Beziehung, in der Tierwelt, ja sogar in der Pflanzenwelt. Naturgegeben also? Ja, es scheint so. Die Natur funktioniert so. Der Mensch ist Teil der Natur, also alles in Ordnung? Mitnichten. Den Menschen kam im Laufe der Zeit etwas dazwischen – das Bewusstsein und die Zivilisation.

Viele Menschen wollen diese Realität nicht wahrhaben und kommen nicht aus dem Kreislauf heraus. Deshalb ist der wichtigste Schritt: weiterlesen »

Energieräuber – Menschen, die uns Kraft kosten

Wir treffen im Alltag auf Menschen, die uns inspirieren, die uns gut tun und uns bereichern. Und wir treffen auf Menschen, die uns Kraft und uns unsere Lebens-Energie stehlen. Zeit, für eine klare Ansage.

Ob es die Freunde sind, die andauernd von ihrem tollen neuen Job erzählen und uns dabei nie nach unserer Arbeit fragen. Ob es die Eltern sind, die sich immer wieder ungefragt in unser Beziehungsleben einmischen. Eine Kollegin, die ständig über alles und jeden beklagt, meckert, ohne jedoch an einer Lösung zu arbeiten. Auch der Partner, der uns immer wieder das Gefühl gibt, etwas Falsches zu tun. Sie sind überall, diese Energieräuber.

Nach jeder Begegnung mit solchen Menschen fühlen wir uns unwohl, ausgelaugt und erschöpft oder sind gereizt und niedergeschlagen. Diese Stimmungswechsel sind Anzeichen dafür, dass in unserem Leben Energieräuber ihr Werk verrichten.

Besonders empathische Frauen und Männer, die sich gut in andere hineinversetzen können, werden oft Opfer von Energieräubern. Doch auch wer sich und den anderen schlecht Grenzen setzen kann, es immer allen recht machen möchte oder weiterlesen »

Innere Widerstandsfähigkeit aktivieren

Selbsthilfegruppe gründet sich in Leipzig

Die innere Widerstandsfähigkeit (Resilienz) ist die Fähigkeit, Krisen und Probleme aus eigener Kraft zu bewältigen. In Leipzig gründet sich eine Selbsthilfegruppe, die sich an Menschen richtet, die ihre erworbene innere Widerstandskraft nach einer erfolgreichen Arbeit mit dem inneren Kind weiter stärken möchten.

Die Selbsthilfegruppe beschäftigt sich mit folgenden Themen:

  • eigene Grenzen erkennen,
  • Wünsche formulieren,
  • Perspektiven eines anderen Menschen übernehmen,
  • weiterlesen »

Burnout – Krankheit, Zeichen oder Chance?

Burnout ist in aller Munde. Doch was genau ist ein Burnout? Wörtlich übersetzt heißt es: ausgebrannt. Wie fühlt es sich an, ausgebrannt zu sein? Das ist schwer zu beschreiben. Es ist tatsächlich so, als würde das innere Feuer des Lebens erlöschen. Doch es ist mehr. Es ist eine Leere, seelisch und geistig. Es ist ein vor-sich-hin-treiben ohne Ziel und Sinn.

Ist Burnout mehr? Ist es ein Zeichen oder gar eine Lebens-Chance?

Burnout ist keine Krankheit. Im ICD 10 kommt der Begriff nicht vor. Und das ist auch korrekt. Burnout ist ein Zustand, der seelische, geistige und körperliche Beeinträchtigungen beinhaltet, die im Zusammenhang stehen und einander bedingen. Den seelischen Zustand eines Burnouts bezeichnet man allgemein als Depression. Die geistigen Einschränkungen reichen von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizit, fehlende Empathie, Gefühlskälte bis hin zu einer eingeschränkten Denk- und Merkfähigkeit. Die körperlichen Symptome können noch vielfältiger sein. Sie reichen von Kopfschmerzen, Tinitus und Hörstürzen über Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zu Tumoren und Krebs.

Ein burnoutspezifisches Krankheitsbild gibt es nicht. So viele Burnout-Betroffene es gibt, so viele unterschiedliche Symptomhäufungen gibt es. Und genau das macht die Behandlung und Therapie so schwierig. Die Zusammenhänge zwischen seelischen, geistigen und körperlichen Symptomen müssen erkannt werden. Bei den körperlichen Symptomen muss geklärt werden, ob sie organische Ursachen haben oder psychosomatisch sind. Bei ersteren weiterlesen »

Über Offenheit und Wachstum

Oder, warum Uniformität einschränkt

Menschen zeigen gern durch ihr Äußeres, welcher Gruppe, politischer Einstellung, Gehaltsgruppe oder sozialer Schicht sie angehören. Nehmen sie sich einmal die Zeit, setzten sich auf eine Bank und beobachten mehrere Stunden oder Tage die Menschen, die an Ihnen vorüber gehen. Vorzugsweise in einer größeren Stadt. Da werden sie viele Typen sehen. Fein gekleidete Damen in hochhackigen Schuhen, die fast wie aus einer anderen Welt zu sein scheinen, Herren in feinem Zwirn mit Schlips, Punks in zerrissenen Hosen und bunten, wilden Haaren, graue Mäuse und Menschen die irgendwie nur auffallen wollen, egal wie.

Das kann man Individualität nennen, jeder soll schließlich das anziehen, was ihm gefällt und so aussehen, wie er sich wohl fühlt. Und doch ist eine gewisse Uniformität nicht zu übersehen. Gehen Sie einmal in eine Bank. Dort werden Ihnen die Herren (fast) ausschließlich im dunklen Anzug, Hemd, Kragen und Krawatte und die Damen im kleinen Schwarzen oder dem businesstauglichen Hosenanzug gegenübertreten. Auch Versicherungsvertreter werden wahrscheinlich weiterlesen »

Kalenderblatt 46. Woche 2014

Es gibt keine Grenzen.
Weder für Gedanken,
noch für Gefühle.
Es ist die Angst,
die immer Grenzen setzt.

Ingmar Bergman, 1917 bis 2007,
schwedischer Regisseur und Schauspieler

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