Juli 2017

„Heinrich, wie hältst du´s mit der Religion?“

Die berühmte Gretchenfrage aus Goethes Faust. Manchmal komme ich mir so vor, als wäre diese Frage in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Woran glaubst du? – und danach bewerte ich dich.

Der Glaube an irgendetwas oder irgendjemanden scheint uns Menschen in den Genen zu liegen. Wir glauben, was wir nicht wissen. Soweit, so gut. Wären da nicht Menschen, die Glauben instrumentalisieren und für ihre Machtinteressen ausnutzen. Dazu zählen Religionsgemeinschaften, Parteien, Organisationen (auch NGO´s).

Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft an, keiner Partei, keiner Massenorganisation, weil ich vordefinierte Thesen zurückweise und auf meine eigenen Erfahrungen vertraue. weiterlesen »

Dafür oder dagegen?

Oder: Freiheit steht über Liebe

Letztens habe ich einen Vortrag gehalten und mich wohl lustig gemacht über Kirche und Religion. Ein Teilnehmer fragte mich, warum ich gegen Religion bin.

Meine Antwort: Ich bin nicht gegen Religionen sondern ich bin für die Freiheit! Alles, was Freiheit gibt und zulässt ist für mich gut. Und bei Religionsgemeinschaften, egal wie sie heißen, sehe ich viel mehr Einschränkung als Freiheit.

Freiheit ist für mich der Grundwert schlechthin. Es gibt für mich nichts, was über der Freiheit steht. Selbst die Liebe, muss sich der Freiheit unterordnen, weil es ohne Freiheit niemals eine wirkliche Liebe geben kann. Wie soll ich lieben, wenn ich nicht frei bin? Wie soll ich glücklich werden, wenn ich meine Freiheiten aufgeben muss? weiterlesen »

Es gibt nichts Gutes, …

… außer, man tut es

Der Satz stammt von Erich Kästner. Und er hat ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Wahrer, als alles Gelaber der Kirchen, Politiker und Fernseh-Experten zusammen.

LABERN können alle.
MACHEN hingegen, können nur die Wenigsten.

Anstatt viel zu predigen, sollten die Prediger lieber selber mal machen. Wenn Politiker also fordern, das Volk müsse den Gürtel enger schnallen, dann sollen sie mal bei sich anfangen. Wenn sie sagen, es müsse gespart werden, dann sollen sie doch sparen – bei sich. Doch das tun sie nicht. Die anderen sollen mal schön machen … bla, bla, bla.

Deshalb: Hör nicht darauf, was andere Leute labern. Schau viel mehr darauf, was sie tun. Höre nicht nur auf das, was andere sagen, schau, ob sie es auch selber machen.

Gelabert ist schnell und viel – getan ist etwas ganz anderes. weiterlesen »

Psychoseseminar: „Erfahrungen mit Psychopharmaka“

Montag, 05.09.2016, 19.00 – 21.00 Uhr; „Raum der Stille“, Orientierung – Kontaktstelle der katholischen Kirche in Leipzig; Hainstraße 12, Sternpassage, 04109 Leipzig

Viele Menschen sammeln im Laufe des Lebens Erfahrungen mit psychisch wirksamen Substanzen. Was wissen wir über die Wirkungen jenseits von klinischer Forschung und Pharmaindustrie? Wie geht es Menschen, die Psychopharmaka einnehmen wollen oder sollen? Wie empfinden Sie deren unterschiedliche Wirkungen? Was wünschen und erhoffen sich die Angehörigen von der Pharmakotherapie? Wie nehmen sie die Veränderungen ihrer Angehörigen unter der Einnahme von Psychopharmaka wahr? Wie erleben Behandelnde die Situation ihrer Patienten?

Thema des Monats Dezember 2015: WERTE

Werte bezeichnen im Sprachgebrauch Eigenschaften und Qualitäten, die als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtet werden. Objekten, Ideen und Idealen, Sachverhalten oder Handlungsmustern werden Charaktereigenschaften beigelegt.

Das aus unterschiedlichen Wertvorstellungen bzw. Werten einer Gesellschaft geformte Gesamtgebilde aus den Werten, mit den meisten Übereinstimmungen und meisten Befürwortern wird als Wertesystem oder Wertordnung bezeichnet. Eine Wertehierarchie entsteht unterschiedlich gewichtete Werte miteinander verknüpft werden. Wird eine Werteordnung mit einem alleinigen Anspruch auf Wahrheit belegt, ist sie das Kennzeichen einer Ideologie.

Es gibt auf der Erde so viele Wertesysteme, wie es Menschen gibt. Jeder Mensch hat sein persönliches Wertesystem. Menschen mit ähnlichen Wertevorstellungen finden sich zusammen und gründen Parteien, Vereinigungen oder Religionsgemeinschaften. In einer solchen Gemeinschaft gibt es ein übergeordnetes Wertesystem, weiterlesen »

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden. weiterlesen »

Das Zehnte Gebot

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut“ (kath.),
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.“ (ev.)

Fasst man Neuntes und Zehntes Gebot im katholischen Katechismus zusammen, soll man nicht begehren des Nächsten Frau und Gut.

Fasst man Neuntes und Zehntes Gebot im evangelischen Katechismus zusammen, so darf man gar nicht begehren, was dem Nächsten gehört. Was im Neunten Gebot steht, wird im Zehnten Gebot noch einmal widerholt.

Der evangelische Katechismus ist ausführlicher, schließt er neben Weib, Vieh und Gut auch das häusliche Personal mit ein. Der Begriff Gut im katholischen Katechismus beschreibt dagegen nur materielle Güter. Die Frau weiterlesen »

Das Achte Gebot

„Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen“ (kath.),
„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (ev.)

Im Achten Gebot gibt es zwischen der Katholischen und der evangelischen Kirche Unterschiede. „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen“ – also nicht lügen – ist im katholischen Katechismus ohne Ausnahmen formuliert. Die Evangelische Kirche hingegen schließt das Lügen nur aus, wenn es dem Nächsten schadet.

Dazu ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich vor, ein Ihnen sehr nahe stehender Mensch liegt im Krankenhaus. Sie haben mit dem Arzt gesprochen und der hat Ihnen gesagt, dass es keine Hoffnung und Hilfe mehr gibt und der Tod in wenigen Tagen eintreten wird. Medikamente können nur noch Schmerzen lindern. weiterlesen »

Das Siebente Gebot

„Du sollst nicht stehlen“ (kath., ev.)

Beim Siebenten Gebot sind sich Katholische und evangelische Kirche einig. Das klar formulieret Gebot schließt jegliches Aneignen des Besitzes eines anderen Menschen aus. Würde man eine Umfrage starten und Menschen fragen, ob sie dieses Gebot gut oder schlecht finden, würde die Zustimmung vermutlich bei über 90% liegen.

Stehlen gilt als generell unerwünscht. Gebe es da nicht die berühmten Ausnahmen von der Regel. Neben dem Diebstahl kannte das Strafrecht auch den Mundraub, also das Entwenden oder die Unterschlagung von Nahrungs- oder Genussmitteln oder von anderen Gegenständen des hauswirtschaftlichen Gebrauchs in geringer Menge oder von unbedeutendem Wert zum alsbaldigen Verbrauch. weiterlesen »

Das Sechste Gebot

„Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“ (kath.),
„Du sollst nicht ehebrechen“ (ev.)

Auf den ersten Blick scheint das Sechste Gebot im katholischen und im evangelischen Katechismus ähnlich zu sein. Auf den zweiten Blick aber nicht. Unter Keuschheit wird oft nur die sexuelle Abstinenz oder Enthaltsamkeit verstanden. Das Idealbild der bewussten Keuschheit ist allerdings weitreichender.

Keuschheit bezeichnet das Verhalten einer Person, sich auf Grund eines erworbenen Schamgefühls oder kraft eines bewussten Grundsatzes schamhaft zu verhalten und das Unschamhafte und Verstöße gegen die Sittlichkeit zu meiden.
Das religiöse, katholische Verständnis von Keuschheit, wird als allgemeine Mäßigung verstanden, die nicht auf sexuelles Verhalten weiterlesen »

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