Dezember 2015

Das Achte Gebot

„Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen“ (kath.),
„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (ev.)

Im Achten Gebot gibt es zwischen der Katholischen und der evangelischen Kirche Unterschiede. „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen“ – also nicht lügen – ist im katholischen Katechismus ohne Ausnahmen formuliert. Die Evangelische Kirche hingegen schließt das Lügen nur aus, wenn es dem Nächsten schadet.

Dazu ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich vor, ein Ihnen sehr nahe stehender Mensch liegt im Krankenhaus. Sie haben mit dem Arzt gesprochen und der hat Ihnen gesagt, dass es keine Hoffnung und Hilfe mehr gibt und der Tod in wenigen Tagen eintreten wird. Medikamente können nur noch Schmerzen lindern. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Auf dem Weg zum Tag X

Ende Juni 2012 chattete ich mit einem Freund. Wir kannten uns seit drei Jahren, haben uns einmal in der Woche in einer Sauna getroffen. Dort war ich schon seit Wochen nicht mehr.

Er fragte mich, was mit mir los sei. Ich antwortete ihm: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“. Er entschied sich für die Wahrheit. Die Wahrheit war, dass ich völlig am Boden war, lustlos, antriebslos. Auf Arbeit habe ich mich nur noch geschleppt. Alles, was ich anfasste, hatte keinen Sinn mehr. Die wenige Freizeit nutzte ich dazu, irgendwie zur Ruhe zu kommen. Die Wochenenden verbrachte ich auf der Couch, um Montagmorgen wie gerädert aufzustehen. Ich funktionierte nur noch.

Ich war ausgebrannt. Das war mir auch völlig klar und ich schrieb meinem Freund, es sei nun nur noch eine Frage der Zeit, bis ich den absoluten Tiefpunkt erreicht habe.

Es sollte noch etwa drei Wochen dauern, dann war er da, der absolute Tiefpunkt. Den letzten Tag auf Arbeit, ich arbeitete damals in einem Planungsbüro, es war ein Donnerstag, verbrachte ich damit, meinen Schreibtisch aufzuräumen und persönliche Dinge einzupacken. Das tat ich nicht bewusst. Irgendetwas in mir wusste wohl schon, dass dies mein letzter Tag an meinem Schreibtisch sein sollte. Nur ich wusste es noch nicht. weiterlesen »

Altersdepression – Was unterscheidet sie von der Demenz?

AGRA-Park Markkleeberg

Das Alter ist (oder sollte) kein Stadium des Stillstands sein. Täglich erfordert es viele Neuanpassungen, wie andere Lebensphasen auch. Nicht selten werden diese aber als Abschied und Verlust empfunden, nicht als Anpassungs- und Lösungsprozess.

Ältere Menschen stehen vor der Herausforderung, sich aus jahre- und jahrzehntelang festgelegten sozialen Rollen, aus gewohnten Aufgaben, von geliebten Menschen, von Wünschen und Zielen zu lösen. Das Akzeptieren der eigenen Zugehörigkeit zur Gruppe „älterer Menschen“ und der Endlichkeit des eigenen Lebens fällt vielen schwer.

Die Reaktionen ältere Menschen auf die Umstellungen im Leben – Verbitterung, Schwermut, Verstimmungen – werden oft irrtümlich als verständliche oder unweigerliche Folge des Alters betrachtet. Seelische Störungen werden bei älteren Menschen oft als altersbedingt hingenommen, obwohl sie bei jüngeren Menschen als behandlungs-bedürftig gelten.

Nicht selten wird eine Altersdepression mit Anzeichen von Demenz verwechselt weiterlesen »

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