März 2016

Das verflixte Selbstbewusstsein

In meinen Kursen zu Selbstbewusstsein nenne ich immer wieder als eine Übung für mehr Selbstbewusstsein: „Laufe 25% schneller“.

Nun sagte jemand zu mir, Viele Menschen hasten schon durchs Leben, haben oder nehmen sich keine Zeit für sich, haben keine Pausen und Ruhe. Da sei es doch nicht sinnvoll, noch schneller durchs Leben zu hasten. Ja, er hat Recht. Wer schon durchs Leben rennt, dem bringt es nicht viel, sein Tempo noch einmal um 25% zu erhöhen. Es kann jedoch nie schaden, es doch einmal auszuprobieren und zu schauen, wie die Übung wirkt.

Ist mein Tipp nun falsch? Die Sache ist so: Weder ich noch irgendjemand anderes kann sagen, was das Richtige ist. Niemand kann das, auch kein Arzt oder Therapeut, ich nicht und schon gar kein Fernsehexperte. Egal welches Buch man liest, egal welche Tipps man von jemandem bekommt, am Ende kann jeder Mensch nur selbst entscheiden, ob diese Dinge für ihn wichtig, wertvoll und sinnvoll sind, oder nicht. weiterlesen »

Das Geheimnis selbstbewusster Menschen

Was ist der Unterschied zwischen selbstbewussten Menschen und Menschen ohne Selbstbewusstsein? Menschlich gesehen gibt es keinen Unterschied. Alle sind Menschen. Selbstbewusste Menschen haben kein spezielles Selbstbewusstseins-Gen.

Sie haben etwas anderes: Training. Jeder Mensch, der uns selbstbewusst erscheint (und ich meine hier das gesunde Selbstbewusstsein und nicht den oft als Selbstbewusstsein verkauften Egomanismus) kann man sich sicher sein: Dieser Mensch hat viel trainiert, um so aufzutreten, wie er eben auftritt.
Alle großen Redner, die ohne Angst auf der Bühne stehen, haben Tag und Nacht dafür trainiert. Sie sind immer und immer wieder auf die Bühne gegangen, haben ihrer Angst getrotzt, haben sich der Situation gestellt, Niederlagen verkraftet und sind schlussendlich Herr über ihre Angst geworden. weiterlesen »

Diskutieren bis aufs Messer?

Der Mensch macht ja so einige Fehler im Leben. Ein Fehler, den ich auch jahrelang gemacht habe: Ich habe mit anderen Leute herum diskutiert. Über alles mögliche Und was kam am Ende dabei raus? Gar nichts.

Meistens konnte ich die andere Person nicht von meiner Argumentation überzeugen, noch der andere mich von seiner. Und so diskutierten zwei oder auch mehr Menschen unnötig hin und her, schaukelten sich auf und verschwendeten so nur Zeit.

Heute mache ich das anders. Ich diskutiere nicht mehr. Mit niemandem. Über gar nichts. Ich habe meine Meinung. Und jeder andere Mensch darf auch seine Meinung haben und diese auch behalten. Fertig.

Was mache ich, wenn jemand mit mir diskutieren will? weiterlesen »

Die sechs Grundpfeiler für ein starkes Selbstbewusstsein

Nathaniel Branden schrieb das Buch „Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls“. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich je zum Thema Selbstbewusstsein gelesen habe. Branden definiert in seinem Buch 6 Grundpfeiler für ein starkes Selbstwertgefühl, dass zu Selbstbewusstsein führt:

Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls (nach Nathaniel Branden)

Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls (nach Nathaniel Branden)

Einige Kernaussagen zu diesen sechs Pfeilern habe ich zusammengefasst:

  • Je größer das Selbstwertgefühl eines Menschen ist, desto ehrgeiziger ist er und desto mehr erreicht er in seinem Leben.
  • weiterlesen »

Raus aus der depressiven Phase – rein ins Leben

Das Thema Depression beschäftigt mich bereits seit Jahren, vor allem deshalb, weil ich weiß, wovon ich rede. Ich habe viele Bücher gelesen und viel nachgedacht: Wie entsteht eine Depression, wie verläuft sie und wie kommt man aus ihr wieder heraus.

Je länger ich darüber nachdenke, desto kürzer wird meine Antwort: Depressionen sind zum großen Teil hausgemacht und können dementsprechend zum großen Teil auch wieder selbst aufgelöst werden.

Wie? Durch die Art und Weise, wie ich über mein Leben, mich selber und meine Situation denke. Am Ende läuft es immer wieder auf eines hinaus: Wahrnehmung.

Egal wann und egal wo ich ein schlechtes Gefühl habe, es entspringt am Ende immer meinen Gedanken. Meine Gedanken machen meine Gefühle. Wer negativ über sich selber, sein Leben und seine Umwelt denkt, der wird auch vermehrt negative Emotionen erleben. Und wenn dieser Zustand sehr lange und sehr stark anhält, dann nennt man das Depression. weiterlesen »

Kalenderblatt 8. Woche 2016

Wenn sich Dunkelheit im Leben ausbreitet,
so leuchtet doch immer noch das Licht der Hoffnung.

Mirko Seidel (*1972),
Coach & Mediator

Depression – der Zustand der „Losigkeiten“

In einer Diskussion bezeichnete eine Bekannte, die seit Jahrzehnten an Depressionen leidet, die Depression als „Krankheit der Losigkeiten“. Ich habe über diesen Satz eine Weile nachgedacht. Und Tatsächlich. Depression ist mit vielen „Losigkeiten“ verbunden. Antriebslosigkeit, Emotionslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Schlaflosigkeit, Energielosigkeit, Ausweglosigkeit, Lustlosigkeit und sicher noch einige andere.

Depression bedeutet, all diese Dinge los zu sein. Alle diese Losigkeiten fühlen sich schlecht an und schränken das Leben eines Betroffenen stark ein. Alle, bis auf vielleicht eine der Losigkeiten – die Antriebslosigkeit. Denn diese lässt sich, wie viele Worte in der deutschen Sprache, doppeldeutig auslegen.

Von einer Depression betroffene Menschen erleben ihre Antriebslosigkeit als Unlust zu allem. Kein Antrieb für die alltäglichen Verrichtungen, kein Antrieb auf die Straße zu gehen, kein Antrieb zu Unternehmungen. weiterlesen »

Depression – Betroffene beraten Betroffene

Resümee nach einem Jahr Beratung

Seit einem Jahr berate ich ehren-amtlich Menschen mit Depressionen, deren Angehörige und Freunde im Gesundheitsamt der Stadt Leipzig.

„Betroffene beraten Betroffene“ – zweimal im Monat gibt es dieses Angebot der Selbsthilfekontakt- und Informationsstelle (SKIS).

Nach einem Jahr ziehe ich mein ganz persönliches Resümee. In den vergangenen zwölf Monaten habe ich ca. 15 Beratungsgespräche geführt. Knapp die Hälfte der Gespräche habe ich mit direkt Betroffenen geführt, knapp die Hälfte mit Angehörigen, ein geringer Anteil der Personen kam aus dem persönlichen Umfeld von Menschen mit Depression. weiterlesen »

Zwei Tipps, um schlechte Phasen zu überwinden

Nicht geeignet für andauernde Depression


An der Mulde bei Bad DübenWer kennt sie nicht, diese Tage, an denen einem das Leben total sinnlos erscheint und nichts mehr Spaß macht. Vermutlich jeder. Ich auch. Und das nicht nur einmal, sondern schon öfter. Jedes Tief, das ich durchlebt habe, hat mir neue Erfahrung und Erkenntnisse gebracht, die mir weitergeholfen haben.

Zwei wichtige Erfahrungen möchte ich weitergeben:

Nichts ist für immer …

Wenn mal wieder so ein grauer Tag da ist, erinnere ich mich daran, egal in welchem Zustand ich mich gerade befinde, egal wie mies derzeit auch alles aussehen mag, es geht vorbei. Garantiert!
Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter, weiterlesen »

Warum ist Mord strafbar?

Blöde Frage! Mord gehört zu den schlimmsten Verbrechen, die wir kennen. Er ist gesell-schaftlich geächtet, passt nicht in unser westlich-demokratisches Wertesystem. Und er wird darum hart bestraft, bis zu lebens-länglicher Haft drohen einem Mörder.

Na gut. Aber wenn Mord so etwas Schlimmes ist, warum kann ich ihn dann täglich -zigfach im Fernsehen miterleben?

Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 497 Menschen ermordet. Die Rate sank seitdem kontinuierlich auf 298 im Jahr 2014. Auf 100.000 Einwohner kommen in Deutschland 0,8 Morde, in Frankreich ist es ein Mord, in den USA 4,7 Morde.

Man lebt in Deutschland also relativ sicher, was die Wahrscheinlichkeit angeht, ermordet zu werden. 298 Morde im Jahr – im Fernsehen passieren – gefühlt – so viele Morde an einem Tag.

Sonntag, ab 20.15 Uhr im Programm der ARD – kein Tatort ohne mindestens ein Mordopfer. Montag bis Freitag im Vorabendprogramm des ZDF – eine SOKO nach der anderen ermittelt durch das mordlüsterne Deutschland und wird nur ca. eine halbe Stunde später von den nächsten SOKOs, Cops und Hafenpolizisten abgelöst. Zur Ehrenrettung des ZDF sei gesagt, es wird im Vorabendprogramm nicht nur gemordet. Es wird auch geraubt, betrogen, gelogen, entführt, geschlagen, missbraucht, gedealt. weiterlesen »

©2018 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum