September 2016

Die Jagdsaison ist eröffnet …

… oder warum die Jagd nach dem Sündenbock die (scheinbar) einfachste Jagd ist

„Die Jagd nach dem Sündenbock ist die einfachste“ sagte D. Eisenhower. Und ich treffe immer wieder auf Menschen, die sich über alles und jeden beklagen. Die Familie ist schuld, dass sie sich nicht entfalten können, das Amt ist schuld, dass sie keine Arbeit finden, das Wetter ist schuld, dass sie sich mies fühlen. Laber, laber, laber … Wenn ich so etwas höre, geht bei mir gleich die Jalousie runter.

Die Einstellung: „Alle anderen und alle Umstände sind schuld daran“ bringt gar nichts und ändert nichts an der Situation. Da hilft auch kein Motivationstrainer mehr.

Es ist natürlich einfach, einen Sündenbock für die Missstände im eigenen Leben zu finden. Auf den lässt sich dann ganz einfach und schnell mit dem Finger zeigen. „Der da ist schuld daran“ – und fertig.

Nein, nicht fertig. Mit der Schuldzuweisung gehen die Probleme erst richtig los. weiterlesen »

600 Leben – Aktion zum Welttag der Suizidprävention in Berlin

Samstag, 10. September 2016, 12.00 – 14.00 Uhr; Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

10.000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben. 600 von ihnen sind Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren. Trotzdem bleibt das Thema Suizid ein Tabu. Nur wenn über das Problem gesprochen und über Warnsignale aufgeklärt wird, können Familie und Freunde zu Lebensrettern werden. Für den Welttag der Suizidprävention am 10. September 2016 haben sich viele Akteure aus den Bereichen Suizidprävention und Seelische Gesundheit zusammengeschlossen und veranstalten die Aktion 600 Leben. Ziel der Aktion ist es, ein Signal zu setzen und der Forderung nach einer nationalen Aufklärungskampagne über Suizid mehr Nachdruck zu verleihen.
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Was ist das Selbstbild und wie entsteht es?

Ich verwende sehr oft in Vorträgen das Wort Selbstbild. Für mich ist klar, was das ist und so bin ich bisher nie tiefer darauf eingegangen. Bis zu dem Tag, als eine Zuhörerin mich fragte, was denn das Selbstbild eigentlich ist und wie es entsteht.

Selbstbild ist nicht das Bild, das wir von uns im Spiegel sehen. Es ist das Bild von uns, das im Inneren entsteht. Es entsteht dort, wo auch das Selbstbewusstsein (oder auch NICHT-Selbstbewusstsein) herkommt. Das Selbstbild sind all die Gedanken, Gefühle und Meinungen, die ein Mensch über sich selbst denkt. Dazu gehört auch das Spiegelbild und wie wir es sehen und bewerten.

Und genau dieses Selbstbild ist es, was am Ende das Leben eines Menschen bestimmt. Menschen verhalten sich im Außen so, wie sie sich in ihrem Selbstbild sehen. Sieht ein Mensch sich als zu dick, hässlich, weiterlesen »

Zufriedenheit – was wir von der Natur lernen können

Zufriedenheit ist der Nährboden für gutes Wachstum. Das ist in der Natur so, und das ist bei uns Menschen so.

Wenn der Boden gut mit Nährstoffen versorgt ist, dann werden die Pflanzen gut gedeihen. Dieses Prinzip der Natur kann sehr gut auf uns Menschen übertragen werden. Wenn unsere Seele gut genährt ist, dann wächst unser Bewusstsein und damit unsere Persönlichkeit.

Zufrieden sein mit dem, was ich alles schon erreicht habe. Zufrieden sein mit dem, was ich habe. Es spielt keine Rolle, ob mein Leben gerade chaotisch verläuft oder nicht nach „Plan“. Es ist gut so, wie es ist. Alles, was ist, hat seinen Sinn. weiterlesen »

Ziele richtig festlegen

Ein Ziel zu haben scheint (über-)lebensnotwendig für Menschen zu sein. Besonders junge Menschen malen sich aus, wie sie gern leben möchten und setzen sich Ziele. Ob sie diese erreichen oder nicht, hängt von mehreren Faktoren ab. Was braucht es, um seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen?

Ziele ändern sich. Jeder Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens weiter und so entwickeln sich auch Sichtweisen und Ziele weiter. Ist ein Ziel erreicht, heißt es, eine Entscheidung zu treffen. Stehenbleiben und sich auf dem Erreichten ausruhen oder sich ein neues Ziel suchen und darauf hinarbeiten.

Nicht selten kommt es vor, dass der Alltag die Ziele überrollt. Der harte Job mit geringem Einkommen, die Kündigung, die Familie. Die Ziele geraten ins Hintertreffen, werden aufgegeben oder bleiben nie erreichbare Zukunftsvision, von der sich maximal noch träumen lässt. Doch das muss nicht sein. weiterlesen »

Wie kommt man zu Zufriedenheit?

Letztens sagte jemand zu mir: „Ich will immer genau das, was ich gerade nicht habe? Ich weiß nicht, ob das anderen Menschen auch so geht, ich leide darunter.“

Ich konnte die Person erst einmal beruhigen. Sie ist mit ihrem Problem nicht allein. Wer kennt dieses Gefühl nicht – wahrscheinlich über 90% der Menschheit. Ich denke, das ist erst einmal etwas ganz menschliches. Zum Problem wird es, wenn ich mich ständig damit herumquäle, etwas anderes haben zu wollen – wenn mir nie etwas genug ist oder wenn meine eigene Situation mir immer schlechter vorkommt, als die des Nachbarn.

Allen anderen geht es irgendwie besser, als mir. Die Anderen haben mehr Zeit, mehr Geld, die besseren Freunde, mehr Spaß am Leben, weiterlesen »

10 Monate Theaterprojekt „selbst&los“

Ein (Selbst-)Erfahrungsbericht

Das Theaterprojekt "selbst&los" (Foto: Sven Lehmann)

Das Theaterprojekt „selbst&los“
(Foto: Sven Lehmann)

Viele Menschen spielen in ihrer Freizeit Theater. Aus Spaß, aus Lust, sich zu präsentieren, um mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen. Die Motive sind vielfältig. Theater spielen kann auch ein Mittel sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Diese Erfahrung habe ich mit dem Theaterprojekt „selbst&los“ der Leipziger Selbsthilfe gemacht.

Im Juli 2015 erhielt in eine E-Mail mit der Ankündigung, dass für ein Theaterprojekt der Leipziger Selbsthilfe Mitspieler gesucht werden. Das klang interessant und ich ging zum ersten Treffen. Grundlage des Projektes war ein Kurztext, der sich mit dem Thema der Suche nach dem Platz im Leben beschäftigte.

Das erste Treffen drehte sich um organisatorische Fragen und vor allem um die Frage, woher kommt das Geld für das Projekt. Dann passierte einige Wochen nichts und im September 2015 war es dann soweit weiterlesen »

„Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“ (?)

„Wir müssen alles dafür tun, um unsere Sicherheit zu verteidigen. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“, diese Worte sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer nach dem Attentat von München.“

Ich habe einige Zeit über diesen Satz nachgedacht. Stimmt es, was der Ministerpräsident sagt, oder doch nicht? Zunächst sei angemerkt, dass der Satz nicht von Horst Seehofer stammt. Wilhelm von Humboldt hat im Jahre 1792 den Satz geprägt: „Denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.“

Was Humboldt mit seinem Satz meinte, können wir nur annehmen. Möglicherweise wollte er sagen, dass die Freiheit, die gemeinschaftskonform ist, nicht die Freiheit sein kann, in der jeder tun oder lassen kann, was er will, ohne Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Die Humboldt’sche Freiheit beinhaltet aber auch den Begriff der Sicherheit. Freiheit und Sicherheit werden oft als gegensätzlich bezeichnet, als widersprüchlich, wenn sie gemeinsam genannt werden. Gibt es Freiheit ohne Sicherheit oder gibt es da, wo zu viel Sicherheit ist, keine Freiheit mehr?

Freiheit und Sicherheit sind keine Gegensätze. Humboldt sagte, weiterlesen »

Meine 10 Regeln für ein unglückliches Leben

Heute ist Jahrestag – vier Jahre Tag „X“ (was Tag X ist, können Sie hier nachlesen).

Ich habe anlässlich dieses großartigen Jubiläums gründlich nachgedacht und meine ganz persönlichen 10 Regeln für ein unglückliches Leben erstellt (Befolgen auf eigene Gefahr):

  1. Mach immer nur das, was andere von dir erwarten und stell dich und deine Bedürfnisse hinten an.
  2. Halt deinen Mund und versuch immer, es allen recht zu machen und ja niemandem auf die Füße zu treten.
  3. Probier nie etwas Neues aus, denn dadurch könntest du ja Fehler machen und hinfallen.
  4. weiterlesen »

Wie umgehen mit Verlust?

Früher oder später kommt jeder Mensch in die Situation, einen geliebten Menschen für immer zu verlieren.

Für viele bricht eine Welt zusammen.

Sie wissen nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Sie fühlen sie verlassen und machtlos. Lethargie, Lustlosigkeit und nicht selten Depressionen sind die Folgen.

Was kann man in einer solchen Situation tun?

Tief durchatmen. Und noch einmal tief, tief Durchatmen. Das ist das allererste, was man in solch einer Situation machen kann. Durchatmen entspannt und nimmt schon mal den ersten Stress.

Wer war ich vorher, wer bin ich jetzt, wer werde ich sein?
Wer war ich, bevor ich diesen Menschen kennengelernt habe? Ein glücklicher Mensch? Also kann ich auch danach ein glücklicher Mensch sein. weiterlesen »

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