Dezember 2017

Hör nicht darauf, was andere sagen

Mathematik war nicht so mein Ding, vor allem nicht in der 11. und 12. Klasse. Eines schönen Tages stand ich mal wieder an der Tafel und sollte eine Aufgaben lösen, Ich hatte nicht den geringsten Dunst, was ich tun sollte. Angesichts meines Versagens fragte mich meine Mathematiklehrerin, warum ich Abitur machen wolle. Ich antwortete: „Weil studieren will.“. Daraufhin ihre Antwort: „Herr Seidel, Sie werden nie studieren.“

Das Leben und ich wollten es anders. Ich habe studiert und einen ganz passablen Abschluss hingelegt.

Was war passiert? Dass ich in Mathematik glatt versagt habe, hatte nichts mit Faulheit zu tun. Ich habe es einfach nicht kapiert. Trotz Nachhilfe – es ging bei mir nicht in die Platte. Die Lehrerin war von der Sorte: Ich kanns, wer schnell begreift hat Glück, der Rest hat Pech.

Sie versuchte, durch stures Wiederholen weiterlesen »

Wer nicht handelt …

… wird behandelt

Diesen Satz habe ich mal in einem Zimmer auf dem Arbeitsamt gelesen. Ich bin dafür, das auf jeden amtlichen Schreiben ab sofort in Großbuchstaben, fett und rot genau dieser Satz steht. Aber ich will ganz woanders hin.

Der Satz ist nämlich wirklich richtig gut. Mir ist eine Situation aus meiner Jugend eingefallen. Ich war in der Schule, achte Klasse, glaube ich. Mein Mathelehrer kam zu mir und sagte, er wolle, dass ich bei der Mathematik-Olympiade mitmache. Eine Art Schülerwettbewerb in Mathe. Nun ja, Mathe gehörte nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern und ich hatte absolut keine Lust. Das sagte ich meinem Lehrer auch, doch er meinte, ich wäre doch gut in Mathe und ich muss da mit machen. Gespräch beendet, Lehrer zufrieden, ich totunglücklich. weiterlesen »

Was machen Sie eigentlich?

Das kennen Sie bestimmt. Man ist im Gespräch und irgendwann kommt die Frage: „Was machen Sie eigentlich?“

Und meistens dreht sich die Antwort um die Arbeit. Viele Menschen verbinden die Frage nach dem Was automatisch mit der Arbeit. ´War das wirklich die Frage?

Zugegeben, die Frage ist nicht sehr konkret formuliert. Doch genau so könnte auch die Antwort ausfallen. Unkonkret, auf das Leben allgemein bezogen, auf die Freizeit. Aber nein, die meisten Menschen beantworten dieses Frage mit ihrer Arbeit.

So unkonkret ist die Frage allerdings gar nicht. Man kann sie auch anders formulieren: „Wofür stehen Sie?“. weiterlesen »

Fragen und Antworten zum Thema Burnout

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Was vor etwa 20 Jahren zunächst als Managerkrankheit bekannt wurde, hat längst alle Bevölkerungsgruppen erreicht. Stress – Burnout – Depression, diese drei Begriffe werden oft im Zusammenhang genannt und oft auch verwischt. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen dazu beitragen, mehr Klarheit in die Burnout-Diskussion zu bringen.

Was ist Stress? Was ist Burnout?

Burnout bezeichnet ein vegetatives Überlastungssyndrom. Dauerhafter Stress kann zu einem Burnout führen. Der Begriff Stress ist jedoch sehr allgemein. Die Faktoren, die Stress auslösen und zu einem Burnout führen können, heißen Stressoren. Stressoren können sowohl von außen auf den menschlichen Organismus einwirken, als auch aus dem Menschen selbst kommen.

Eine eindeutige Definition des Begriffes Burnout gibt es nicht. weiterlesen »

Zunahme psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen

Im Juni 2015 veröffentlichte die Barmer GEK eine Studie zur Zunahme von psychischen Erkrankungen bei der Krankenkasse versicherten Kindern und Jugendlichen.

Der Rückzug von Kindern und Jugendlichen wird in der Studie als leiser Hilfeschrei überforderter Kinder genannt.

Reagieren Eltern, Lehrer, Erzieher und pädagogische Fachkräfte nicht rechtzeitig, nimmt die Spirale der psychischen Belastung immer schneller an Fahrt auf.

Bei einer steigenden Zahl von Kindern und Jugendlichen sind Depressionen, Angst-, Ess- und Schlafstörungen alltägliche Begleiter geworden. Die Auswertung der Daten der Barmer GEK für den Zeitraum 2011 bis 2014 hat erschreckende Zahlen ergeben:

  • Angststörungen: 2011 bei insgesamt 2.098 Kindern diagnostiziert. 2013 ist die Anzahl auf 3.009 gestiegen.
  • Depressionen: 2011 bei insgesamt 338 Kindern diagnostiziert. weiterlesen »

Stressprävention an Schulen

Workshop der Fachstelle für Suchtprävention der AWO Halle-Saalekreis in Ostrau/Saalekreis, 10.10.2015

Einführung

  • Was ist Stress?
  • Wie entsteht Stress?
  • Was ist positiver und negativer Stress (Disstress und Eustress)?
  • Welche Stressoren gibt es?

IMG_1602Stress kommt aus dem Englischen und steht für Druck, Anspannung (lateinisch stringere, anspannen. Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress kommt vor allem eine zentrale Bedeutung dafür zu, sich physisch und psychisch an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen.
Stress kann auch eine evolutionäre Wirkung haben mit der Folge, dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden.

Das Auftreten von Stress bedarf einer sinnlichen Wahrnehmung weiterlesen »

Was Du tust, Du tust es für Dich

Rebellion – eine Lieblings-beschäftigung von Jugendlichen. Verweigerung von allem, was von Lehrern, Eltern und überhaupt allen Erwachsenen kommt. Manche Menschen erhalten sich ihre Trotzmechanismen über das Jugendalter hinaus. Sie sehen nicht ein, warum man Sachen lernen oder machen muss und stellen um auf stur.

Egal, was ein Mensch tut, er tut es nur für sich. Ob ich etwas lerne oder nicht, ob ich etwas erledige, oder nicht, niemand außer diesem Menschen selbst leidet unter der Entscheidung oder profitiert von ihr.

Also ist jede Rebellion ganz für umsonst? Im Prinzip ja. Die Kunst ist nicht, sich gegen alles zu stellen, sondern aus jeder Situation immer das Beste heraus zu holen. Alles Andere ist nur Verschwendung von Zeit und Lebensenergie.

Lesen Sie zu diesem Artikel auch weitere Beiträge zu den Themen Selbstbewusstsein und (Lebens-)Energie.

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