Oktober 2017

Ordnung – die gesunde Mitte finden

Ordnung im Außen – Ordnung im Inneren. Doch was ist, wenn Ordnung zum Zwang wird?

Übertriebene Ordnung lässt nicht auf Klarheit schließen, sondern eher auf Unflexibilität und manchmal sogar auf Zwanghaftigkeit. Bei der Ordnung ist es wie bei vielen Dingen im Leben – die Dosis macht es. Zu wenig ist Mist, zu viel ist auch Mist.

Im richtigen Maß ist Ordnung gut. Die gesunde Mitte – ein gesunder, klarheitsförderlicher, flexibler und zwangloser Ordnungsfimmel. Ein Ordnungsfimmel, der das Leben besser und dich glücklich macht.

Ordnung machen, Ordnung halten – innen wie außen

Thema Ordnung und Aufräumen. Ordnung halten war noch nie so ganz mein Ding. Immer lag irgendetwas irgendwo herum. Papiere, erst mal auf einen Haufen legen. Bügelwäsche, kann ja liegen bleiben bis es sich lohnt.

Ganz im Griff habe ich das immer noch nicht. Trotzdem bin ich im Laufe der Jahre ordentlicher geworden. Je mehr ich in meinem Inneren aufgeräumt habe, desto mehr hatte ich auch das Bedürfnis, meine Umgebung aufzuräumen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Aufgeräumtheit im Inneren und der Aufgeräumtheit im Außen? Lässt das eine Rückschlüsse auf das andere zu? Kann ich über das eine vielleicht sogar das andere beeinflussen? weiterlesen »

Kalenderblatt 47. Woche 2016

Jede Ordnung ist irgendwie absurd und wachsfigurenhaft, wenn man sie zu ernst nimmt, jedes Ding ist ein erstarrter Einzelfall seiner Möglichkeiten. Aber das sind nicht Zweifel, sondern es ist eine bewegte, elastische Unbestimmtheit, die sich zu allem fähig fühlt.

Robert Musil (1880 bis 1842),
österreichischer Schriftsteller

Meine 10 Regeln für ein unglückliches Leben

Heute ist Jahrestag – vier Jahre Tag „X“ (was Tag X ist, können Sie hier nachlesen).

Ich habe anlässlich dieses großartigen Jubiläums gründlich nachgedacht und meine ganz persönlichen 10 Regeln für ein unglückliches Leben erstellt (Befolgen auf eigene Gefahr):

  1. Mach immer nur das, was andere von dir erwarten und stell dich und deine Bedürfnisse hinten an.
  2. Halt deinen Mund und versuch immer, es allen recht zu machen und ja niemandem auf die Füße zu treten.
  3. Probier nie etwas Neues aus, denn dadurch könntest du ja Fehler machen und hinfallen.
  4. weiterlesen »

Raus aus der Opferrolle

Die Welt scheint ungerecht zu sein. Der Stärkere nutzt den Schwächeren aus, der Mächtige unterdrückt den Untergebenen. Warum ist das so? Ich habe darauf keine Antwort. Ich beobachte nur immer wieder, dass es so ist – im beruflichen Umfeld, im Sport, in der Politik, in der Wirtschaft, in der Beziehung, in der Tierwelt, ja sogar in der Pflanzenwelt. Naturgegeben also? Ja, es scheint so. Die Natur funktioniert so. Der Mensch ist Teil der Natur, also alles in Ordnung? Mitnichten. Den Menschen kam im Laufe der Zeit etwas dazwischen – das Bewusstsein und die Zivilisation.

Viele Menschen wollen diese Realität nicht wahrhaben und kommen nicht aus dem Kreislauf heraus. Deshalb ist der wichtigste Schritt: weiterlesen »

Kind oder Karriere?

„Soll ich für meine Karriere alles aufgeben?“ fragte mich eine Frau vor kurzem. „Ich will erfolgreich sein in meinem Beruf, voran kommen, viel Geld verdienen. Andererseits will ich aber auch Kinder. Aber das passt ja gar nicht zusammen. Ich kann ja später noch Kinder bekommen. Ich weiß nicht, was ich machen soll“.

Auf diese Lebensfrage wollte sie nun von mir eine Antwort. Und die sah so aus: „Wer sein Glück nach hinten schiebt, der verliert von vorne herein. Es ist sinnlos, Glück in die Zukunft zu verschieben, wenn man dies oder das erreicht hat. Dieses geschobene und geplante Glück währt oft nur für kurze Zeit und der ganze Weg dorthin war ein Leiden und Zweifeln. Keine gute Idee.“

Soll man alles hinten anstellen für die Karriere? Es Kommt drauf an, was dir wichtig ist. Ist dir deine Karriere so wichtig, dass dir alles andere egal wird, weiterlesen »

Veränderung im Fluss des Lebens

Mulde bei Trebsen

Das Leben ist Veränderung. Wir gestalten sie selbst, wehren uns gegen sie oder werden gezwungen, sie anzunehmen. Wie Menschen mit einer von außen auf sie zukommenden Veränderung umgehen und wie sie sich selbst verändern, entscheidet jeder Mensch selbst. Sie gegen Veränderungen zu wehren, bedeutet oft Kampf, Verweigerung, Ärger und Stress. Veränderungen anzunehmen oder selbst einzuleiten bedeutet, Gestaltungsfreiheit zu haben und Herr der Lage zu bleiben.

Wir Menschen befinden uns im Fluss unseres Lebens. Dieser Fluss kann ein munter vor sich hinmurmelnder Gebirgsbach sein, ein breiter, ruhig dahinfließender Strom oder ein donnernder Wasserfall. Unser Leben fließt, mal schnell, mal langsam, mal ruhig, mal aufbrausend. Und immer fließt die Veränderung mit. weiterlesen »

Das Freiheitsgefasel

Freiheit, Freiheit über alles. Schalten Sie den Fernseher an, so schwappt das Freiheitsgefasel aus allen Kanälen. Freiheit als höchstes Gut unserer Gesellschaft. Grundgesetzlich geschützt. Steckt hinter dem Freiheitsgefasel noch eine wirkliche Freiheit?

Freiheit ist eines der höchsten Schutzgüter des Staates. Doch nirgends steht geschrieben, was Freiheit ist, welche Art von Freiheit geschützt ist und wie sie geschützt ist. Und das hat auch einen Grund – die universelle Freiheit gibt es nicht. Es gibt nur eine individuelle Freiheit. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Freiheit. Der Staat kann nicht mehr tun, als dafür einen Rahmen zu schaffen. Und das hat er getan.

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. weiterlesen »

Heinrich, wie hältst Du´s mit der Religion?

Taufengel in der Kirche in Pahnitzsch bei Leipzig

Das ist die berühmte Gretchenfrage aus Goethes Faust. Wie halte ich es mit der Religion? Was ist Religion? Religion kommt aus dem Lateinischen und heißt ursprünglich gewissenhafte Berücksichtigung, Sorgfalt, bedenken‚ achtgeben. Gemeint war die gewissenhafte Sorgfalt in der Beachtung von Vorzeichen und Vorschriften. Heute ist das Religion ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte Kräfte und damit verbundene heilige Objekte ist.

Religionsgemeinschaften haben die Religion für sich vereinnahmt. Ob christliche, muslimisch oder jüdische Glaubensgemeinschaften – jede behauptet von sich, die einzig wahre Religion zu predigen und bezeichnet alle Menschen, die nicht an ihre Religion glauben, als Ungläubige. Und auch immer mehr Menschen bezeichnen sich als nicht gläubig, also als Atheisten. Atheisten sind Leute, die an gar nichts glauben. Moment mal, ich kenne keinen Menschen, der nicht an irgendetwas glaubt: an Gott, an Geld, an den Kommunismus, an die soziale Marktwirtschaft, an Außerirdische oder einfach nur an sich selbst. Glaube scheint ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein.

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