November 2017

Wer nicht handelt …

… wird behandelt

Diesen Satz habe ich mal in einem Zimmer auf dem Arbeitsamt gelesen. Ich bin dafür, das auf jeden amtlichen Schreiben ab sofort in Großbuchstaben, fett und rot genau dieser Satz steht. Aber ich will ganz woanders hin.

Der Satz ist nämlich wirklich richtig gut. Mir ist eine Situation aus meiner Jugend eingefallen. Ich war in der Schule, achte Klasse, glaube ich. Mein Mathelehrer kam zu mir und sagte, er wolle, dass ich bei der Mathematik-Olympiade mitmache. Eine Art Schülerwettbewerb in Mathe. Nun ja, Mathe gehörte nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern und ich hatte absolut keine Lust. Das sagte ich meinem Lehrer auch, doch er meinte, ich wäre doch gut in Mathe und ich muss da mit machen. Gespräch beendet, Lehrer zufrieden, ich totunglücklich. weiterlesen »

Was andere über dich denken …

„Was andere über dich denken ist nicht dein Problem“ (Paulo Coelho)

Ja, so ist es. Niemand kann es jemals allen recht machen. Irgendjemand hat immer was zu meckern, egal, was ich mache.

Damit umzugehen setzt voraus, genau das auszudrücken, was ich denke und das zu 100% zu leben und absolut nichts darauf zu geben, was andere darüber denken.

Die Alternative ist, sich selbst einzuschränken und nur noch das zu tun und zu sagen, was du glaubst, was bei anderen ankommt und dich in deiner Haltung beschränkt.

Und genau das ist der schnellste Weg in ein miserables Leben.

Wer versuchst, es immer allen Recht zu machen, selbst dann wird es noch irgendwo jemanden geben, der etwas dagegen hat.

Es gibt Menschen, denen kann man es gar nicht recht machen. Die meckern aus Prinzip weiterlesen »

Die fünf Negativ-Charaktere …

… und wie man sie erkennt

Kritik ist gut, wenn sie ehrlich gemeint ist und konstruktiv vorgebracht wird. Kritik hilft, das Ego zu überprüfen und zu korrigieren. Kritik und Kritik sind zwei verschiedene Dinge. Es gibt leider nicht nur die ehrlichen und konstruktiven Kritiker. Es gibt auch die anderen. Ich hab mir mal die Mühe gemacht, Kritik, die ich gehört habe, zu analysieren und dabei sind mir fünf Typen von Negativ-Charakteren aufgefallen (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Jede Art von Kritiker und darunter wieder jede einzelne Kritiker hat eine andere Motivation. Da wären also:

Die Labertaschen

Motivation: Die Labertasche will einfach nur mal gerne was sagen. Vermutlich haben diese Menschen ansonsten in ihrem Leben nichts zu sagen, weder zuhause noch auf Arbeit. Also will die Labertasche weiterlesen »

Vorsicht! Laberalarm!

Wer kennt sie nicht, die Menschen, die zu allem ihren Senf abgeben müssen. Meistens ungefragt. Hauptsache labern. Was wünscht sich da nach einer? Es möge sich der Boden auftun und die Labertasche verschlingen.

Bis es soweit ist, dass der Boden ein Einsehen hat und diese menschlichen Quarktaschen verspeist, müssen wir uns wohl immer wieder mit dieser Spezies rumschlagen.

Dazu ein Tipp: Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Jeder Mensch hat das Recht, sich diese Meinung nicht anzuhören. Darum sollte man sich niemals auf unaufgefordertes Feedback einlassen. Mit drei Ausnahmen: weiterlesen »

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

Erste Bürgerpflicht: Sorge Dich um Dich selbst!

Ich berate ehrenamtlich Menschen, die depressive Phasen haben, deren Angehörige und Freunde. Das macht Spaß und ist interessant, weil es meine beruflichen Aktivitäten ergänzt und mich die Problematik Depression aus einem anderen Blickwinkel betrachten lässt.

Vor einiger Zeit war eine junge Frau zur Beratung gekommen. Sie selbst war nicht von einer Depression betroffen, jedoch ihre Freundin. Studentin und im Prüfungsstress. Die Symptome waren eindeutig und die Freundin hatte sich bereits in therapeutische Behandlung begeben.

Worum ging es in dem Gespräch. Es ging natürlich nicht in erster Linie um die Person (also die Freundin mit Depression), die nicht anwesend war. Es ging um die Freundin (ohne Depression), die zur Beratung gekommen war.

Was war ihr Problem? weiterlesen »

Das verflixte Selbstbewusstsein

In meinen Kursen zu Selbstbewusstsein nenne ich immer wieder als eine Übung für mehr Selbstbewusstsein: „Laufe 25% schneller“.

Nun sagte jemand zu mir, Viele Menschen hasten schon durchs Leben, haben oder nehmen sich keine Zeit für sich, haben keine Pausen und Ruhe. Da sei es doch nicht sinnvoll, noch schneller durchs Leben zu hasten. Ja, er hat Recht. Wer schon durchs Leben rennt, dem bringt es nicht viel, sein Tempo noch einmal um 25% zu erhöhen. Es kann jedoch nie schaden, es doch einmal auszuprobieren und zu schauen, wie die Übung wirkt.

Ist mein Tipp nun falsch? Die Sache ist so: Weder ich noch irgendjemand anderes kann sagen, was das Richtige ist. Niemand kann das, auch kein Arzt oder Therapeut, ich nicht und schon gar kein Fernsehexperte. Egal welches Buch man liest, egal welche Tipps man von jemandem bekommt, am Ende kann jeder Mensch nur selbst entscheiden, ob diese Dinge für ihn wichtig, wertvoll und sinnvoll sind, oder nicht. weiterlesen »

Thema des Monats Dezember 2015: WERTE

Werte bezeichnen im Sprachgebrauch Eigenschaften und Qualitäten, die als erstrebenswert oder moralisch gut betrachtet werden. Objekten, Ideen und Idealen, Sachverhalten oder Handlungsmustern werden Charaktereigenschaften beigelegt.

Das aus unterschiedlichen Wertvorstellungen bzw. Werten einer Gesellschaft geformte Gesamtgebilde aus den Werten, mit den meisten Übereinstimmungen und meisten Befürwortern wird als Wertesystem oder Wertordnung bezeichnet. Eine Wertehierarchie entsteht unterschiedlich gewichtete Werte miteinander verknüpft werden. Wird eine Werteordnung mit einem alleinigen Anspruch auf Wahrheit belegt, ist sie das Kennzeichen einer Ideologie.

Es gibt auf der Erde so viele Wertesysteme, wie es Menschen gibt. Jeder Mensch hat sein persönliches Wertesystem. Menschen mit ähnlichen Wertevorstellungen finden sich zusammen und gründen Parteien, Vereinigungen oder Religionsgemeinschaften. In einer solchen Gemeinschaft gibt es ein übergeordnetes Wertesystem, weiterlesen »

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden. weiterlesen »

Das Freiheitsgefasel

Freiheit, Freiheit über alles. Schalten Sie den Fernseher an, so schwappt das Freiheitsgefasel aus allen Kanälen. Freiheit als höchstes Gut unserer Gesellschaft. Grundgesetzlich geschützt. Steckt hinter dem Freiheitsgefasel noch eine wirkliche Freiheit?

Freiheit ist eines der höchsten Schutzgüter des Staates. Doch nirgends steht geschrieben, was Freiheit ist, welche Art von Freiheit geschützt ist und wie sie geschützt ist. Und das hat auch einen Grund – die universelle Freiheit gibt es nicht. Es gibt nur eine individuelle Freiheit. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung von Freiheit. Der Staat kann nicht mehr tun, als dafür einen Rahmen zu schaffen. Und das hat er getan.

„Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. weiterlesen »

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