September 2016

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

Energieräuber – Menschen, die uns Kraft kosten

Wir treffen im Alltag auf Menschen, die uns inspirieren, die uns gut tun und uns bereichern. Und wir treffen auf Menschen, die uns Kraft und uns unsere Lebens-Energie stehlen. Zeit, für eine klare Ansage.

Ob es die Freunde sind, die andauernd von ihrem tollen neuen Job erzählen und uns dabei nie nach unserer Arbeit fragen. Ob es die Eltern sind, die sich immer wieder ungefragt in unser Beziehungsleben einmischen. Eine Kollegin, die ständig über alles und jeden beklagt, meckert, ohne jedoch an einer Lösung zu arbeiten. Auch der Partner, der uns immer wieder das Gefühl gibt, etwas Falsches zu tun. Sie sind überall, diese Energieräuber.

Nach jeder Begegnung mit solchen Menschen fühlen wir uns unwohl, ausgelaugt und erschöpft oder sind gereizt und niedergeschlagen. Diese Stimmungswechsel sind Anzeichen dafür, dass in unserem Leben Energieräuber ihr Werk verrichten.

Besonders empathische Frauen und Männer, die sich gut in andere hineinversetzen können, werden oft Opfer von Energieräubern. Doch auch wer sich und den anderen schlecht Grenzen setzen kann, es immer allen recht machen möchte oder weiterlesen »

Strategien, mit akuter Angst umzugehen

Mittelberg bei Nebra

Akute Angstanfälle können nicht nur starke körperliche Reaktionen mit sich bringen, sie lähmen auch und machen handlungsunfähig. In einer konkreten oder erwarteten Gefahrensituation kann ein Mensch mit einer Panikattacke nicht mehr oder nicht mehr angemessen reagieren Schlimmstenfalls kann es dazu kommen, dass die Situation eskaliert (z.B. eine Auseinandersetzung) oder die körperlichen Beschwerden so stark werden, dass Lebensgefahr besteht.

Für die Überwindung (oder zumindest Linderung) einer akuten Panikattacke hier folgende Tipps:

Tipp 1: Atemübung

  • tiefer als gewöhnlich einatmen und in einer Bewegung (also ohne d en Atem anzuhalten) wieder ausatmen,
  • Atem dann 6 bis 10 Sekunden anhalten,
  • dann wieder tief einatmen und in einer Bewegung ausatmen,
  • die Übung 2 bis 3 Minuten wiederholen, bis eine Entspannung spürbar ist,

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Tagebuch eines Burnout-Falls

Was noch wichtig ist

Ich möchte nicht versäumen zu erwähnen, wie wichtig es für einen Menschen in einer depressiven Episode ist, ein intaktes soziales Umfeld zu haben. Vor dem Tag X hatte ich Freunde, danach nur noch sehr wenige. Viele haben sich verabschiedet, weil sie mit der Situation nicht umgehen konnten, weil sie sich nicht damit beschäftigen wollten. Unverständnis und Intoleranz schlugen mir entgegen. Aber es waren auch andere Menschen da. Meine Familie, die mich mit ihren Mitteln unterstützte, vor allem den Schritt in die Selbstständigkeit. Da war mein Freund und Coach, der mich über Monate nicht nur coachte, sondern auch unterstützte und beriet.

Und da war noch ein Freund, den ich erst wenige Wochen vor dem Tag X kennenlernte. Er fragte jeden Tag, wie es mir geht. Wenn es seine Zeit zuließ, trafen wir uns und ertrug es, wenn ich nicht gut drauf war ohne sich auch nur ein einziges Mal zu beschweren. Er war immer für mich da und ist es bis heute. Erst, wenn ein Mensch an einem Tiefpunkt, wie einer Depression angekommen ist merkt er, wer seine Freunde sind und wichtig Freundschaften im Leben sind. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Die Suche nach Alternativen

Sie erinnern sich noch an meinen Freund, den ich fragte: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“ und der sich für die Wahrheit entscheiden hatte?

Er ist Coach. Er bot mir an, mit mir zu arbeiten. Bis dahin hatte ich von Coaching keine gute Meinung. Scharlatanerie und Leute, die selbst nicht genau wissen, was sie tun. Trotzdem nahm ich das Angebot an. Ich wollte probieren, was Coaching ist und ob es mir helfen kann. Ich war mir aber auch sicher, ich beende das Ganze sofort, wenn ich mich dabei unwohl fühle.

Und so fingen wir im Juli 2012 an, miteinander zu arbeiten. Das Coaching dauerte etwa 10 Monate. In diesen 10 Monaten habe ich mich mehr mit mir auseinander gesetzt, als in den 40 Jahren vorher. Ich habe gelernt, auf meine innere Stimme zu hören. Ich habe gelernt, meine Stärken und Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Ich habe gelernt, Loszulassen und Nein zu sagen. Ich hatte jede Woche einen Menschen, der mir geduldig zugehört hat. Und allein dieses Reden war jedes Mal eine unbeschreibliche Befreiung. weiterlesen »

Alles hat seine Zeit

Der Prediger Salomo (AT, Pred. 3,14) sagte:

    Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
    geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
    pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

    töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
    abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;

    weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
    klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

    Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
    herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

    suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
    behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; weiterlesen »

Kalenderblatt 17. Woche 2014

Reden bedeutet:
Wiederholen, was ich schon weiß.
Zuhören bedeutet:
Neues erfahren.

Mirko Seidel

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