Oktober 2017

Wahrnehmung ist Reflexion des inneren Zustandes

Manchmal ertappe ich mich, wenn ich nach einem anstrengenden Tag in der Straßenbahn sitze, dass ich innerlich über Leute lästere. Wie die aussieht, was der anhat, und die Frisur erst und ein paar Kilo weniger wären auch mehr … usw.

Das, was ich wahrnehme ist nicht die Realität, es viel mehr eine Reflexion meines Inneren Zustandes. Fühle ich mich müde, niedergeschlagen, ärgere ich mich über wen oder was auch immer, beeinflusst das meine Wahrnehmung. Und das wiederum beeinflusst meine Gedanken.

Letztendlich lästere ich nicht über die anderen, sondern über mich selbst, über meine eigene Inaktivität, über meine Unfähigkeit, über meine eigenes Unwohl-Befinden.

Ich bin über mich selber wütend und lasse das – innerlich – an anderen aus. Nun kann es aufbauend sein, über andere zu lästern – energetisch ist es absolut negativ.

Wann immer du dich (oder ich mich) über die Welt oder andere beklagst, frag dich erst mal selber, was diese Beklagerei über dich aussagt. Schnell wirst du feststellen: Das Problem liegt nicht an den Anderen oder im Außen, sondern viel mehr bei dir, in deinem Inneren.

Ich bin das Problem

Wenn ich einkaufen gehe kommt es vor, dass eine lange Schlange an der Kasse steht und natürlich ist nur eine Kasse geöffnet.

Dann macht eine zweite auf und egal, ob ich an Kasse 1 stehen bleibe oder mich an Kasse 2 anstelle – an der anderen Kasse geht es immer schneller. Und dann steht da jemand vor mir, der anfängt, seine Kupfermünzen aus dem Portemonnaie zu suchen und kurz vor dem Ende doch noch den 50-Euro-Schein rausholt oder jemand, der erst einmal ein Schwätzchen mit dem Personal machen muss.

Da kocht es in mir hoch und ich erreiche die Sprengkraft einer Handgranate.

Ich könnte explodieren – doch was würde das nützen? Nichts. Denn, wenn mich Dinge im Äußeren stören, dann liegt der Grund dafür immer in meinem Inneren. weiterlesen »

Wie mit positivem Feedback umgehen?

Skulptur am Magdeburger Dom

Was gibt es schöneres, als positive Reaktionen anderer Menschen zu bekommen. Herrlich, man hat alles richtig gemacht, hat Erfolg, wird bewundert oder gar begehrt. Doch Vorsicht – immer schön auf dem Teppich bleiben.

Ganz anders verhält es sich mit Abweisungen durch andere Personen. Sie gelten immer dem Verhalten und nie der Person an sich. Das gilt ebenso für Zustimmung. Verhalten in einem bestimmten Moment ist die Reflexion der Persönlichkeit. Persönlichkeit definiert sich über Verhalten. Lebt man konsequent nach dieser Theorie, darf man nichts mehr persönlich nehmen – auch Komplimente nicht, weiterlesen »

Wahrnehmung ist Reflexion

Das, was wir wahrnehmen, ist mehr eine Reflexion des Inneren, als das, was tatsächlich stattfindet. Darum ist es witzig, Leuten beim „sich Beklagen“ und „Meckern“ zuzuhören. Denn diese Menschen machen nichts anderes, als sich über sich SELBER zu beklagen.

Jemand beklagt sich darüber, dass das System schlecht sei, die Reichen fördert und die Armen immer ärmer werden lässt. Was passiert aber wirklich? Diese Person beklagt sich über sich SELBER, über ihre eigene Inaktivität und (geglaubte) Unfähigkeit, etwas zu verändern.

Ich hatte vor Kurzem genau ein solches Gespräch. Jemand erzählte mir etwas über Jobs mit geringem Lohn und von den Bedingungen, unter den Menschen in solchen Jobs arbeiten müssen. Schuld seien die Unternehmer weiterlesen »

Ich brauche kein Glück

Am Schloss Delitzsch

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel, in dem eine Frau schrieb, sie brauche kein Glück. Dazu die Geschichte: Jemand wünschte dieser Frau Glück und dass es möglichst lange anhalte. Sie hätte danke sagen können, mochte es aber nicht tun.

Sie gab zu bedenken, dass sie bereits über 40 Jahre alt ist, multiple und aktuell ausgebildet sei, unzählig erfahren, erfolgreich und mit Rückschlägen bis hin zum totalen Scheitern. Sie beschrieb sich als „reif“ und vom Leben fein aber zäh gegerbt.
Glück sei für sie daher einzig der Umstand, dass ein ihr unbekannter Anderer den Schettino macht (der Kapitän der untergegangenen Costa Concordia) und mal so sein Boot verlässt und einfach von der Brücke geht. Alles andere sei Können. weiterlesen »

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