Mai 2015

Thema des Monats Mai 2015: BURNOUT

Ich kann nicht mehr so weiter machen,
ich habe keine Kraft mehr

Nur wenige Menschen schaffen es, aus einer akuten Phase der Energie- und Antriebs- losigkeit aus eigener Kraft herauszukommen. Sie suchen nach einer Möglichkeit, in ihrem Leben etwas zu verändern, neue Lebensziele zu definieren. Das Gefühl der Sinnleere steht dabei als markantes Zeichen oft am Anfang der persönlichen Veränderung.

Burnout ist keine Krankheit. Es wird gern als Synonym für eine Depression verwendet. Es ist Symbol für Menschen, die viel arbeiten, zu viel, die ihre Arbeit über Freizeit und Familie stellen. Es ist aber auch Modewort.

Hinter einem Burnout steckt immer eine Depression. Dazu kommen Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit und körperliche Beschwerden. Burnout ist ein Prozess, der sich über Monate und Jahre hinziehen kann, bis es zum absoluten Tiefpunkt kommt, an dem ein Mensch merkt: ich kann nicht mehr. Der Weg aus einem Burnout heraus dauert mindestens genauso lange, oft auch sehr viel länger. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Die Suche nach Alternativen

Sie erinnern sich noch an meinen Freund, den ich fragte: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“ und der sich für die Wahrheit entscheiden hatte?

Er ist Coach. Er bot mir an, mit mir zu arbeiten. Bis dahin hatte ich von Coaching keine gute Meinung. Scharlatanerie und Leute, die selbst nicht genau wissen, was sie tun. Trotzdem nahm ich das Angebot an. Ich wollte probieren, was Coaching ist und ob es mir helfen kann. Ich war mir aber auch sicher, ich beende das Ganze sofort, wenn ich mich dabei unwohl fühle.

Und so fingen wir im Juli 2012 an, miteinander zu arbeiten. Das Coaching dauerte etwa 10 Monate. In diesen 10 Monaten habe ich mich mehr mit mir auseinander gesetzt, als in den 40 Jahren vorher. Ich habe gelernt, auf meine innere Stimme zu hören. Ich habe gelernt, meine Stärken und Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Ich habe gelernt, Loszulassen und Nein zu sagen. Ich hatte jede Woche einen Menschen, der mir geduldig zugehört hat. Und allein dieses Reden war jedes Mal eine unbeschreibliche Befreiung. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Odyssee durch die Schulmedizin

Ich war nun auf der Suche nach einem Verhaltenstherapeuten. Und fand auch einem, der mir mit sechs Monaten die kürzeste Wartezeit in Aussicht stellte.

Dann passierte Monate lang nichts. Ich wurde immer weiter krankgeschrieben, wartete auf einen Therapieplatz. Ich fand Anfang 2013 auch einen, wo ich sofort hätte hingehen können. Es gab nur einen Schönheitsfehler: die Therapeutin arbeite mit alternativen Methoden und das sieht das Sozialgesetzbuch nicht vor. Meine Krankenkasse lehnt die Übernahme der Kosten ab und ich wartete weiter.

Im Mai 2013 schloss meine Hausärztin ihre Praxis. Ich brauchte also einen neuen Hausarzt und fand eine Praxis ganz in meiner Nähe, die neben der klassischen Medizin auch Homöopathie anbot. Da ich mit homöopathischen Kügelchen und Schüsslersalzen sehr viel mehr anfangen kann, als mit pharmazeutischen Produkten, ging ich voller Erwartung zu meiner neuen Ärztin. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Die ersten Tage nach dem Tag X

Seit Juli 2012 schreibe ich ein Tagebuch. Der nachfolgende Text stammt aus diesem Tagebuch.

Originaltext Tagebuch

    Immer noch Freitag. G. steht auf, wir trinken Kaffee und essen Kuchen. Worüber wir geredet haben, weiß ich nicht mehr. Seine Frage, ob ich zum Arzt gehen werde, kann ich nicht eindeutig beantworten. Er fährt mich noch Hause und bietet mir an, heute Nacht wieder bei ihm […] zu schlafen. Ich weiß es noch nicht, aber es ist gut, Freunde zu haben.

    Von da an funktioniere ich. Ich gehe zur Post und gebe Briefe ab, dann gehe ich zum Arzt. Ich muss einen Strich ziehen. Der Arztbesuch kostet mich Kraft. Ich war erst einmal bei der Ärztin, kann mich nicht an sie erinnern. Wie wird sie reagieren, was wird passieren? Das Gespräch ist eigenartig, kommt mir aber entgegen. Ich erzähle der Ärztin, was los ist, sie fragt, ob ich einen Therapeuten habe und schreibt mich krank. Keine weiteren Fragen. Ich werde krankgeschrieben – eine Woche. Zu wenig, aber ein Anfang. weiterlesen »

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