November 2018

Der 9. November – deutscher Schicksalstag?

Am 9. November fanden drei Ereignisse statt die die Wandlungen und Wirrungen der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert eindrücklich widerspiegeln.

1918 ruft Philipp Scheidemann vom Westbalkon des Reichstages in Berlin die Republik aus und beendet damit die Monarchie in Deutschland beendet. 14 Jahre später endet die erste, wenn auch noch wackelige Demokratie in Deutschland in der Nationalsozialistischen Diktatur, die am 9. November 1938 mit Überfällen und Brandanschlägen auf jüdische Geschäfte und Synagogen den größten Massenmord in der Weltgeschichte einleitet.

12 Jahre dauert die Schreckensherrschaft der Nazis. Für die Deutschen im Westen weiterlesen »

Omnia vincit labor

Alles besiegt die Arbeit

Krochhaus am Augustusplatz Leipzig

Krochhaus am Augustusplatz Leipzig

Dieser Satz prangt über dem Augustusplatz in Leipzig am Krochhaus. Alles besiegt die Arbeit – ist es so, dass die Arbeit über allem steht und alles, wirklich alles besiegt?

Ich denke, die Richtigkeit des Satzes wird besser, wenn man das Wort Arbeit durch „sinnvolle Beschäftigung“ ersetzt. Eine sinnvolle Beschäftigung erfüllt uns, lenkt uns ab, lässt uns (zeitweise) vergessen und gibt uns mit ihren Ergebnissen und Erfolgen Sicherheit und Zuversicht.

Eine sinnvolle Beschäftigung kann uns über eine schwierige Lebenslage hinweghelfen. Ob sie alles besiegen kann, ist fraglich. Es braucht vielleicht auch noch andere Dinge – Freunde, Familie, ein weiterlesen »

Du kannst alles schaffen, wenn du es nur willst

Gehirn einschalten schadet dabei aber nicht

Hab ich letztens im Internet gelesen, jeder Mensch kann alles schaffen, wenn er nur wirklich will und fest daran glaubt. Ich weiß nicht, welche Napfsülze das geschrieben hat – aber ein bisschen das Gehirn in Gang bringen und siehe da – stimmt nicht.

Folgende Dinge werde ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit niemals schaffen, auch wenn ich noch so fest daran glaube:

  • übers Wasser laufen,
  • aus eigener Kraft fliegen,
  • ein Atom mit dem Küchenmesser spalten,
  • den Tod überwinden und noch einiges anderes mehr.

Auch ich sage und schreibe, dass ein Mensch alles machen und alles erreichen kann – doch dabei gilt immer eine Sache: Gehirn anschalten, weiterlesen »

Die Suche beginnt bei dir

Frage: „Wie finde ich heraus, was bei mir gerade nicht stimmt?“
Antwort: „Suche nicht nach der großen Ursache, nach einem Schuldigen oder dem großen Unbekannten – suche bei dir.“

Viele Menschen, die Probleme in ihrem Leben haben, suchen die Ursache bei anderen Menschen oder in den Umständen: „Der oder die ist schuld, dass es mir schlecht geht, die Umstände sind es, die verantwortlich sind und ich kann ja nichts daran ändern.“

Alles Quatsch und billige Ausreden. Die Ursache für alles, was in meinem Leben ist, liegt bei mir selbst. Freud und Leid, Glück und Trauer, Erfolg und Misserfolg – alles liegt in mir selbst.

Oft gibt es keine große Ursache. Oft ist es eher ein Netz aus vielen, kleinen Dingen, die sich aufgestaut haben und zusammen unsere Probleme ergeben.

Bei der Suche nach den Ursachen weiterlesen »

Optimismus vs. Pessimismus

Es scheint einen Kampf auf der Welt zu geben zwischen den Optimisten und den Pessimisten. Optimisten wollen die Welt so positiv wie möglich sehen und erwarten den bestmöglichen Ausgang. Deshalb fühlen sie sich wohl auch so oft wie möglich gut. Optimisten maximieren also ihr Glücksgefühl.

Pessimisten hingegen wollen so gut wie möglich vorbereitet sein auf das was kommt (oder kommen könnte). Sie schauen eher auf Fehler und Probleme und sie erwarten, dass es schief geht, denn so können sie sich rechtzeitig darauf vorbereiten. Pessimisten maximieren also das Gefühl von Sicherheit.

Ich denke, Pessimisten leben länger, weil sie besser in der Vorsorge sind. Optimisten haben dafür eine bessere Zeit, bis sie sterben. Man sieht mal wieder – alles hat seine Vor- und Nachteile. weiterlesen »

Liebestöter Nummer 2

Wenn die Angst Liebestöter Nummer 1 ist, muss es noch mindestens einen Liebestöter geben: Liebestöter Nummer 2 ist der Alltag, die Gewohnheit, die Bequemlichkeit, die Komfortzone, das Sicherheitsstreben, die tägliche Routine.

Man könnte es auch zusammenfassen – die fehlende Achtsamkeit.

Es ist doch alles so schön im Alltag, so schön sicher und bequem. Der Alltag macht uns zu Robotern, jeden Tag der gleiche Weg zur Arbeit, immer das Gleiche einkaufen, immer die gleiche Kneipe, immer die gleichen Verpflichtungen. Die Liebe zu den Dingen geht verloren, der Mechanismus schleicht sich ein. weiterlesen »

Liebe und Erfolg

Was hat Erfolg mit Liebe zu tun? Eine ganze Menge. Vielleicht muss ich zum Anfang erste einmal definieren, was ich unter Liebe verstehe.

Liebe bedeutet für mich:

  • etwas oder jemand ist mir sehr, sehr wichtig,
  • für etwas oder jemanden habe ich sehr große positive Emotionen,
  • zu jemandem oder zu etwas fühle ich mich hingezogen,
  • ich kann meine eigenen Bedürfnisse auch mal zurückstellen, zugunsten von jemand anderen,
  • ich möchte etwas oder jemanden beschützen, weil mir das Wohl eines Menschen oder einer Sache wichtig ist,
  • mein Herz geht auf, wenn ich etwas oder jemanden sehe,
  • ich vermisse etwas oder jemanden sehr, wenn der Mensch oder die Sache nicht mehr da ist.

So definiere ich Liebe. Was hat das nun mit Erfolg zu tun? weiterlesen »

Entscheiden Sie sich … JETZT!

Manche Menschen vermeiden sie, solange es geht. Oder sie geben sie gern an andere Personen ab. Nur wenige trauen sich. Sie probieren etwas aus, von dem sie vorher noch nicht genau wissen, ob es funktioniert. Ich rede von der Entscheidung.

Entscheidungen müssen getroffen werden und zwar so schnell wie möglich. Nicht ewig rumeiern und lange hin und her überlegen sondern einfach mal machen. Stellt sich die Entscheidung hinterher als „falsch“ heraus – was solls, wieder etwas dazugelernt im Leben. Neues Wissen, neue Erfahrungen, neues Glück.

Nun gibt es die ewig herumeiernden und „das-muss-ich-mir-aber-noch-einmal-gründlich-überlegen-Typen“. Schließlich könnte man doch so etwas Wichtiges nur entscheiden, wenn man sich zu 100% sicher sei.

Dazu eine Geschichte. weiterlesen »

„Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“ (?)

„Wir müssen alles dafür tun, um unsere Sicherheit zu verteidigen. Ohne Sicherheit gibt es keine Freiheit“, diese Worte sagte der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer nach dem Attentat von München.“

Ich habe einige Zeit über diesen Satz nachgedacht. Stimmt es, was der Ministerpräsident sagt, oder doch nicht? Zunächst sei angemerkt, dass der Satz nicht von Horst Seehofer stammt. Wilhelm von Humboldt hat im Jahre 1792 den Satz geprägt: „Denn ohne Sicherheit ist keine Freiheit.“

Was Humboldt mit seinem Satz meinte, können wir nur annehmen. Möglicherweise wollte er sagen, dass die Freiheit, die gemeinschaftskonform ist, nicht die Freiheit sein kann, in der jeder tun oder lassen kann, was er will, ohne Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Die Humboldt’sche Freiheit beinhaltet aber auch den Begriff der Sicherheit. Freiheit und Sicherheit werden oft als gegensätzlich bezeichnet, als widersprüchlich, wenn sie gemeinsam genannt werden. Gibt es Freiheit ohne Sicherheit oder gibt es da, wo zu viel Sicherheit ist, keine Freiheit mehr?

Freiheit und Sicherheit sind keine Gegensätze. Humboldt sagte, weiterlesen »

Warum ist Mord strafbar?

Blöde Frage! Mord gehört zu den schlimmsten Verbrechen, die wir kennen. Er ist gesell-schaftlich geächtet, passt nicht in unser westlich-demokratisches Wertesystem. Und er wird darum hart bestraft, bis zu lebens-länglicher Haft drohen einem Mörder.

Na gut. Aber wenn Mord so etwas Schlimmes ist, warum kann ich ihn dann täglich -zigfach im Fernsehen miterleben?

Im Jahr 2000 wurden in Deutschland 497 Menschen ermordet. Die Rate sank seitdem kontinuierlich auf 298 im Jahr 2014. Auf 100.000 Einwohner kommen in Deutschland 0,8 Morde, in Frankreich ist es ein Mord, in den USA 4,7 Morde.

Man lebt in Deutschland also relativ sicher, was die Wahrscheinlichkeit angeht, ermordet zu werden. 298 Morde im Jahr – im Fernsehen passieren – gefühlt – so viele Morde an einem Tag.

Sonntag, ab 20.15 Uhr im Programm der ARD – kein Tatort ohne mindestens ein Mordopfer. Montag bis Freitag im Vorabendprogramm des ZDF – eine SOKO nach der anderen ermittelt durch das mordlüsterne Deutschland und wird nur ca. eine halbe Stunde später von den nächsten SOKOs, Cops und Hafenpolizisten abgelöst. Zur Ehrenrettung des ZDF sei gesagt, es wird im Vorabendprogramm nicht nur gemordet. Es wird auch geraubt, betrogen, gelogen, entführt, geschlagen, missbraucht, gedealt. weiterlesen »

©2018 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum