Mai 2015

Burnout – Krankheit, Zeichen oder Chance?

Burnout ist in aller Munde. Doch was genau ist ein Burnout? Wörtlich übersetzt heißt es: ausgebrannt. Wie fühlt es sich an, ausgebrannt zu sein? Das ist schwer zu beschreiben. Es ist tatsächlich so, als würde das innere Feuer des Lebens erlöschen. Doch es ist mehr. Es ist eine Leere, seelisch und geistig. Es ist ein vor-sich-hin-treiben ohne Ziel und Sinn.

Ist Burnout mehr? Ist es ein Zeichen oder gar eine Lebens-Chance?

Burnout ist keine Krankheit. Im ICD 10 kommt der Begriff nicht vor. Und das ist auch korrekt. Burnout ist ein Zustand, der seelische, geistige und körperliche Beeinträchtigungen beinhaltet, die im Zusammenhang stehen und einander bedingen. Den seelischen Zustand eines Burnouts bezeichnet man allgemein als Depression. Die geistigen Einschränkungen reichen von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizit, fehlende Empathie, Gefühlskälte bis hin zu einer eingeschränkten Denk- und Merkfähigkeit. Die körperlichen Symptome können noch vielfältiger sein. Sie reichen von Kopfschmerzen, Tinitus und Hörstürzen über Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zu Tumoren und Krebs.

Ein burnoutspezifisches Krankheitsbild gibt es nicht. So viele Burnout-Betroffene es gibt, so viele unterschiedliche Symptomhäufungen gibt es. Und genau das macht die Behandlung und Therapie so schwierig. Die Zusammenhänge zwischen seelischen, geistigen und körperlichen Symptomen müssen erkannt werden. Bei den körperlichen Symptomen muss geklärt werden, ob sie organische Ursachen haben oder psychosomatisch sind. Bei ersteren weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Odyssee durch die Behörden

Von meinem bisherigen Arbeitgeber hatte ich mich durch einen Aufhebungsvertrag getrennt. Für das Arbeitsamt ist ein Aufhebungsvertrag dasselbe, wie eine Kündigung – es gibt drei Monate Sperre, sofern keine schwerwiegenden Gründe für den Aufhebungsvertrag vorliegen. Ob es Gründe für diesen Vertrag gab, wurde erst einmal nicht geprüft. Mir wurde gleich an den Kopf geschmissen, dass ich erst einmal eine dreimonatige Sperre bekomme.

Ich gab in meinem Antrag an, selbstständig zu arbeiten mit mehr als 15 Stunden pro Woche. Das war ein Fehler. Denn damit stand für das Amt fest, ich bin selbstständig und bekomme keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung, in die ich 15 Jahre lang eingezahlt hatte. Dagegen legte ich natürlich Widerspruch ein, denn meine Selbstständigkeit bestand zu diesem Zeitpunkt aus Ausbildungen und dem Erstellen von Internetseiten. Geld verdiente ich nicht. weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Nachdenken über den Tag X

Was an diesem Donnerstag passierte, nenne ich heute den Tag X. Es war die Zäsur meines bisherigen Lebens und der Beginn von etwas ganz Neuem, auch wenn ich damals noch nicht die Spur einer Ahnung hatte, wie das Neue aussieht.

Wie kam es zu diesem Tag X?

Das zu analysieren und hier zu erzählen, dauert Stunden. Und auch heute, fast drei Jahre danach, kann ich darauf keine abschließende Antwort geben.

Nüchtern gesagt, Burnout kann entstehen, wenn Menschen sich für andere einsetzen und aufopfern und dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche in den Hintergrund stellen. Es verwundert daher nicht, dass besonders in solchen Berufen, in denen die Hilfe für andere im Vordergrund steht, besonders viele Burnoutfälle auftreten, z.B. in Pflegeberufen.

Burnout kann aber auch auftreten, wenn ich meine Arbeit über alles andere stelle, keinen Ausgleich und keine Erholung mehr in der Freizeit finde oder gar keine Freizeit mehr habe. weiterlesen »

Ich brauche kein Glück

Am Schloss Delitzsch

Vor einiger Zeit las ich einen Artikel, in dem eine Frau schrieb, sie brauche kein Glück. Dazu die Geschichte: Jemand wünschte dieser Frau Glück und dass es möglichst lange anhalte. Sie hätte danke sagen können, mochte es aber nicht tun.

Sie gab zu bedenken, dass sie bereits über 40 Jahre alt ist, multiple und aktuell ausgebildet sei, unzählig erfahren, erfolgreich und mit Rückschlägen bis hin zum totalen Scheitern. Sie beschrieb sich als „reif“ und vom Leben fein aber zäh gegerbt.
Glück sei für sie daher einzig der Umstand, dass ein ihr unbekannter Anderer den Schettino macht (der Kapitän der untergegangenen Costa Concordia) und mal so sein Boot verlässt und einfach von der Brücke geht. Alles andere sei Können. weiterlesen »

Selbst-Bewusst-Sein – Selbst-Achtung – Selbst-Vertrauen

Sich seiner selbst bewusst sein – Sich selbst achten – Sich selbst vertrauen


Wir wollen uns gern Gutes tun. Machen, was uns Spaß macht und uns gefällt. Ärger und Stress aus unserem Leben verbannen. Und doch sieht unser Alltag anders aus. Wir opfern uns für andere auf, stellen unsere Bedürfnisse hinten an, sind für andere da und vernachlässigen uns. Sagen „Ja“, obwohl wir doch lieber „Nein“ sagen möchten.

Was sind wir uns selbst wert und wie ist es um unser Selbst-Bewusst-Sein bestellt?

Definition Gesundheit

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Aus Burnout in die Selbständigkeit – Eigene Erfahrungen

Bereits während meiner akuten Burnout-Phase habe ich mich mit der Frage beschäftigt: Wie geht es weiter? Ich habe Burnout nicht als das Ende gesehen, sondern als die Chance zu einem Neuanfang, auch wenn ich lange Zeit nicht wusste, wie dieser Neuanfang aussehen wird.

In den ersten Wochen nach meinem Zusammenbruch habe ich mir öfter die Frage gestellt weiterlesen »

11 Irrtümer über Burnout und Depressionen

In der öffentlichen Diskussion werden die Begriffe Depression und Burnout oft vermischt und unrichtig verwendet. Selbst unter Ärzten und Therapeuten erfolgt keine Verwendung oder Definition beider Diagnosen.

Depression und Burnout sind zwei Dinge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben. Depressionen können auch ohne Burnout auftreten. Andersherum sind sie in den allermeisten Fällen von Burnout Teil eines umfangreichen Symptombildes.

  1. Menschen mit Depressionen müssen sich nur zusammenreißen,
    sie sollen sich nicht so gehen lassen.
  2. Depressionen können nur schwache Menschen bekommen.
  3. Depressive sind an ihrer Situation selber schuld
  4. Depressive können sich nur selber helfen
  5. Depressive sind Simulanten, die nur keine Lust mehr haben, zu arbeiten
  6. Schlechte Beziehungen fördern eine Depression
  7. Depressionen sind ein normales Zeichen unserer Zeit
  8. Burnoutbetroffene brauchen nur mal richtig Urlaub, dann geht es schon wieder
  9. Depressive bekommen durch Ärzte und Therapeuten umfassende und ausreichende Hilfe
  10. Die schulmedizinische Behandlung von Depressionen und Burnout ist völlig ausreichend, alle anderen Angebote sind nur Geldmacherei
  11. Mit Tabletten lassen sich Burnout und Depressionen gut in den Griff kriegen

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Oh fröhliche Zeit, oh stressige Zeit

Weihnachtsmarkt in Leipzig

Es ist Ende November und Weihnachten rückt unaufhaltsam näher. Was? Schon wieder Weihnachten? Dabei ist doch der Sommerurlaub gerade erst vorbei? Nur noch ein paar Wochen und was es noch alles zu tun gibt.

Die Adventszeit ist für viele Menschen leider die stressigste des Jahres. Dabei soll sie doch die besinnlichste des Jahres sein. weiterlesen »

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