November 2017

Meine Forderung: „Feedback“ aus der deutschen Sprache streichen

Quelle:www.pixabay.de

Feedback ist in aller Munde. Doch was heißt das Wort auf Deutsch?

Es gibt kein deutsches Wort dafür. Feedback heißt auf Deutsch Feedback. Feed heißt Futter, back heißt zurück.

Also Futter zurück. Was soll das denn sein? Friss oder stirb, so könnte man Feedback übersetzen.

Streichen wir dieses Wort aus der deutschen Sprache. Feedback ist unsinnig und überflüssig.

Kalenderblatt 40. Woche 2017

Lernen Sie, Ihre Handlungen zu betrauern – ohne Scham, ohne Schuld.
Entschuldigungen sind Teil unserer gewaltvollen Sprache.

Marshall B. Rosenberg (1934 bis 2015)
US-amerikanischer Psychologe

Akzeptieren, annehmen oder zulassen?

Die deutsche Sprache hat so ihre Tücken, vor allem auch dadurch, weil sie mit Fremdworten gespickt ist.

Ich schreibe öfters, man soll Dinge und Situationen annehmen, weil sie in dem Moment, wo sie passieren, nicht zu ändern sind. Ich sage auch manchmal, man soll Dinge, die einem nicht passen, nicht akzeptieren. Annehmen ja – akzeptieren nein? Sind annehmen und akzeptieren zwei verschiedenen Dinge.

Was macht man, wenn man in der deutschen Sprache nicht weiter weiß? Man schaut in den Duden. Und das habe ich getan:

Akzeptanz kommt vom lateinischen „accipere“ und das heißt so viel, wie „für gutheißen“, „annehmen“, „billigen“. Das zugehörige Verb akzeptieren wird verstanden als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein. weiterlesen »

Wer etwas „Müssen“ muss sollte überlegen, ob er das „Müssen“ wirklich will

Was müssen Menschen nicht alles. Sie müssen zur Arbeit und danach müssen sie noch einkaufen. Sie müssen mal schnell in die Apotheke um danach zum nächsten Termin eilen zu müssen. Und am Sonntag müssen sie mal wieder die Oma besuchen.

Müssen, müssen, müssen … Das ganze Leben ist ein Muss. Oder nicht?

Etwas tun müssen bedeutet, unter Zwang und Druck zu stehen. Es gibt nur zwei Dinge, die Menschen müssen, wogegen sie nichts tun können: Sterben und Schlafen. Sterben müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Schlafen müssen wir. Wer versucht, wach zu bleiben, kann das vielleicht zwei, drei Tage durchhalten. Aber dann fordert der Körper sein Recht und der Mensch schläft ein – ob er will, oder nicht.

Mehr als Sterben und Schlafen müssen wir Menschen nicht. weiterlesen »

Dafür oder dagegen!?

Mich fragte vor kurzem jemand, wie er denn mit Nazis umgehen soll? Er erzählte, dass er immer bemüht sein, seinen Mitmenschen wertfrei zu begegnen und ihre Standpunkte zumindest zu respektieren. Aber bei Nazis gelänge ihm das irgendwie nicht.

Meine Antwort: „Das, was Du bereits bei anderen Menschen versuchst, nämlich ihnen wertfrei zu begegnen, mach auch bei Nazis. Be- und verurteile sie nicht.“

Er schaute mich fragend an. „Naja, aber die Sachen, die die sagen und machen kann ich nun mal nicht gut heißen und ich kann sie auch nicht respektieren, das geht gegen mein Weltbild.“

„Ja gut“, antwortete ich, „du musst diese Menschen nicht verstehen, du musst auch nicht gutheißen, was sie sagen oder machen und es ist auch völlig in Ordnung, wenn diese Leute nicht in dein Weltbild passen. Wenn Verurteilen weiterlesen »

10 Monate Theaterprojekt „selbst&los“

Ein (Selbst-)Erfahrungsbericht

Das Theaterprojekt "selbst&los" (Foto: Sven Lehmann)

Das Theaterprojekt „selbst&los“
(Foto: Sven Lehmann)

Viele Menschen spielen in ihrer Freizeit Theater. Aus Spaß, aus Lust, sich zu präsentieren, um mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen. Die Motive sind vielfältig. Theater spielen kann auch ein Mittel sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Diese Erfahrung habe ich mit dem Theaterprojekt „selbst&los“ der Leipziger Selbsthilfe gemacht.

Im Juli 2015 erhielt in eine E-Mail mit der Ankündigung, dass für ein Theaterprojekt der Leipziger Selbsthilfe Mitspieler gesucht werden. Das klang interessant und ich ging zum ersten Treffen. Grundlage des Projektes war ein Kurztext, der sich mit dem Thema der Suche nach dem Platz im Leben beschäftigte.

Das erste Treffen drehte sich um organisatorische Fragen und vor allem um die Frage, woher kommt das Geld für das Projekt. Dann passierte einige Wochen nichts und im September 2015 war es dann soweit weiterlesen »

Wir kommunizieren immer

Menschen kommunizieren immer, in allem, was sie tun (und auch nicht tun). Auch Schweigen ist Kommunikation.

Wir kommunizieren über

  • Sprache,
  • Mimik,
  • Gestik,
  • Tonfall,
  • Blickkontakt.

All das ist Kommunikation. Nur etwa 20 % unserer gesamten Kommunikation erfolgt über unsere Stimme. Der überwiegende Teil unserer Kommunikation erfolgt nonverbal über unsere Körpersprache und wird – in der Regel – völlig unbewusst gesendet.

Es ist ein Unterschied, ob ich eine ruhige und entspannte Körperhaltung habe oder meine Bewegungen unruhig und hektisch sind. weiterlesen »

Thema des Monats April 2016: Sprache und Kommunikation

Das Milton-Modell der Sprache

Sprache ist Mittel zum Zweck. Sie kann zur Motivation, Aufmunterung und Bestätigung eingesetzt werden, aber auch zur Einschüchterung und zum Erhalt von Macht. Berit Ås stellte die fünf Herrschaftstechniken heraus:

  • Unsichtbar machen – indem Personengruppen vergessen, nicht wahrgenommen werden, nicht zu Wort kommen und/oder ihre Meinungen ignoriert werden,
  • Lächerlich machen – liegt vor, wenn der Einsatz von bestimmten Personengruppen verhöhnt wird oder mit dem Verhalten von Tieren verglichen wird,
  • Zurückhalten von Information (auch als Herrschaftswissen bezeichnet), Informationsbesitzende, die sich aus Selbstverständnis oder aus einem selbstbestimmten Machtverhältnis heraus nur an bestimmte andere Personengruppen wenden und bestimmten Personengruppen wichtige Informationen vorenthalten,
  • Schuld unterstellen, egal was man tut – wird gegenüber jenen benutzt, gegen die man ein Vorurteil hat,
  • Auftragen von Schuld und Scham – durch Lächerlichmachung, Peinlichmachen, Bloßstellung.

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Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Methaphorische Sprachmuster

Methaphorische Sprachmuster werden verwendet, um Aussagen zu machen, ohne für deren Inhalt verantwortlich zu sein oder um die eigene Aussage durch eine scheinbar höhere Autorität zu verstärken.

Zitate & Stellvertreter

Beispiel
Wenn Du wissen willst, wie es sich anfühlt, musst Du in Trance fallen.“ Der Stellvertreter macht Aussagen, ohne für den Inhalt verantwortlich zu sein.

„Jemand der Dich nicht kennt, würde denken…!“ Hier wird eine nicht anwesende Person benutzt, um die eigene Meinung zu verschleiern.

„Was würdest Du an meiner Stelle Dir raten?“ Die Verantwortung wird zurückgegeben, die Meinung des anderen wird erfragt.

„Hätte eine andere Person dieses Problem, würde ich sagen…!“ Auch wird sich um eine klare Positionierung herumgedrückt. Es wird ein Vorschlag unterbreitet, der jedoch an eine andere Person gerichtet ist, damit wird Verantwortung weggeschoben. weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen
Indirekte Auslöser von Reaktionen

Durch Sprachmuster werden bestimmte Reaktion indirekt ausgelöst, also ohne sie offen zu verlangen. Diese Sprachmuster sind vage, oft ohne konkreten Inhaltsbezug und vermeiden es, die Person direkt anzusprechen.

Versteckte Fragen
Hier sind Fragen in eine komplexere Satzstruktur eingebunden.

Beispiel
„Es würde mich interessieren, was Sie von der gestrigen Veranstaltung halten.“

Versteckte Befehle
Hier sind Anweisungen in ein längeres Satzgefüge eingebaut.

Beispiele
„Wenn Sie nach unten gehen, bringen Sie mir bitte einen Kaffee mit.“
„Ich frage mich, wann Sie bemerken, dass Sie stören.“ weiterlesen »

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