November 2015

Kalenderblatt 48. Woche 2015

Selbstmord ist gesellschaftlich nicht anerkannt.
Es sei denn, Sie hetzen durch die Welt,
erzählen jeden, wieviel Stress Sie haben
und arbeiten sich zu Tode.
Dann sind Sie ein Held.

Mirko Seidel (*1972),
Coach & Mediator

Stressprävention an Schulen

Workshop der Fachstelle für Suchtprävention der AWO Halle-Saalekreis in Ostrau/Saalekreis, 10.10.2015

Einführung

  • Was ist Stress?
  • Wie entsteht Stress?
  • Was ist positiver und negativer Stress (Disstress und Eustress)?
  • Welche Stressoren gibt es?

IMG_1602Stress kommt aus dem Englischen und steht für Druck, Anspannung (lateinisch stringere, anspannen. Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress kommt vor allem eine zentrale Bedeutung dafür zu, sich physisch und psychisch an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen.
Stress kann auch eine evolutionäre Wirkung haben mit der Folge, dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden.

Das Auftreten von Stress bedarf einer sinnlichen Wahrnehmung weiterlesen »

Thema des Monats März 2015: DEPRESSIONEN

Depressionen betreffen längst nicht mehr nur einzelne Menschen. Es sind inzwischen Zehntausende, hunderttausende, vielleicht sogar Millionen Menschen, die in ihrem Leben schon einmal eine depressive Phase erlebt haben oder chronisch an Depressionen leiden.

Alter, Geschlecht oder soziale Stellung spielen dabei keine Rolle. Depressionen sind in allen Schichten und Altersgruppen der Bevölkerung angekommen. Schätzungen gehen davon aus, dass 50 % der Bundesbürger direkt selbst erkrankt oder als Angehöriger oder Freund schon einmal mit Depressionen in Kontakt gekommen sind. Circa 20 % davon waren oder sind selbst von einer Depression betroffen.

Depressionen treten gerade in hoch entwickelten Gesellschaften, wie der deutschen, immer häufiger auf. Ist das nicht ein Widerspruch? Es geht uns gut, wir leben in Wohlstand und Sicherheit, haben eine gute medizinische und soziale Versorgung. geht. Gerade in den ärmeren Ländern der Welt sind Depressionen nicht so oft vorzufinden, wie bei uns. Es müssen also andere Ursachen, als das relativ gute und gesunde Leben, für diese Krankheit zuständig sein.

Depression kommt von deprimere, das heißt: herabdrücken. Was drückt einen Menschen so herab, das er handlungsunfähig und antriebslos wird, dass er sich wertlos und überflüssig fühlt und im schlimmsten Fall den Tod vorzieht? weiterlesen »

Depression bei Kindern und Jugendlichen

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit Anzeichen depressiver Erkrankungen steigt. Die Ursachen können vielfältig sein. Bereits Kleinkinder zeigen unter bestimmten Bedingungen deutliche Symptome, die allerdings nicht immer erkannt werden.

Erstes Lebensjahr

Der Verlust der Bezugsperson oder ein genereller Mangel an Geborgenheit und Zuwendung kann zu depressiven Symptomen führen.

  • Apathie,
  • Entwicklungsverzögerungen,

Kleinkinder, erstes bis drittes Lebensjahr

Kleinkinder reagieren sehr stark auf den Verlust einer Bezugsperson oder auf das Fehlen von Zuwendung, Geborgenheit und Nähe mit depressiven Symptomen.

  • Entwicklungsverzögerungen (sie lernen spät laufen oder sprechen, werden später sauber und trocken, sie zeigen weniger feinmotorische Geschicklichkeit, unsicheres laufen, schlechte Kletterfähigkeit),
  • Sprachvermögen entwickelt sich langsamer,
  • Schlaf- und Essstörungen,
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Die Lebensziele …

… und wie man sie am allerbesten verfehlt

Das Leben könnte so toll sein: ein attraktives Ziel setzen und voller Elan darauf hinsteuern. Wenn da nicht zwei Dinge wären, die uns von unseren Lebenszielen abhalten: Schuld und Pflicht.

Schuld und Pflicht sind äußerst beliebte Mittel die eingesetzt werden, um Menschen zu manipulieren, sie von ihren Zielen abzubringen und sie auszunutzen. Religionsgemeinschaften, staatliche Organisationen, Familien, Freunde, Kollegen und Chefs setzen Schuld und Pflicht nur allzu gern für ihre Zwecke ein.

Kindern wird die Schuld von ihren Eltern eingeredet. „Wir haben alles für Dich getan, jetzt musst Du uns im Alter auch versorgen.“
„Alle Deine Vorfahren waren Ärzte, jetzt musst Du auch Medizin studieren, dass bist Du der Familie schuldig“.

Noch perfider wird das Schuldprinzip in christlichen Religionsgemeinschaften praktiziert. Der Mensch kommt praktisch schon schuldig auf die Welt, noch bevor er den ersten Atemzug gemacht hat. Jeden Sonntag wird gebetet: „ … und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“. weiterlesen »

„Du musst loslassen!“

Freunde haben immer einen guten Ratschlag: „Du musst loslassen“ oder „Lass doch endlich los.“ Und sie haben Recht. Wenn das nur so einfach wäre. Wie soll denn das gehen?

Letztens war ich mit meinem Hund spazieren. Wir waren im Park und ich habe einen Ball geworfen. Der Hund hinterher, bis er ihn gefangen hatte. Und dann wollte er ihn nicht mehr hergeben. Er hat sich darin verbissen. Lange musste ich reden und schließlich ließ mein Hund den Ball widerwillig los.

Es geht uns Menschen nicht anders. Wir verbeißen uns in eine unangenehme Erfahrung, in ein schockierendes Erlebnis. Wir waren verletzt, gekränkt und wir schaffen es nicht, die Gefühle und Gedanken loszulassen.

Was passiert, wenn wir nicht loslassen?

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Smalltalk – aber wie?

Die Kunst des unverbindlichen Redens

Kennen Sie diese Situation? Sie treffen fremde Menschen, z.B. auf einer langen Reise im Zug, und wissen nicht, ob und wie Sie sich mit Ihnen unterhalten sollen. Das Gespräch sollte zunächst nur kurz und unverbindlich sein. Je länger das Schweigen dauert, desto unerträglicher wird die Situation. Soll ich anfangen? Aber wie? Was soll ich sagen oder fragen? Am einfachsten ist es dann wohl, sich hinter einen Buch oder der Zeitung zu verstecken oder aus dem Fenster zu schauen. Kommunikativ ist das nicht. Und wer weiß: vielleicht entgeht Ihnen ja ein interessantes Gespräch.

Die Situationen, in denen Smalltalk angebracht ist, können sehr unterschiedlich sein. Die kurze Fahrt im Aufzug, ein zufälliges Treffen auf der Straße sind noch am einfachsten zu meistern. Denn schnell bin ich mein Gegenüber wieder los. Anders ist bei längeren Zusammentreffen, wie z.B. im Zug. weiterlesen »

Kalenderblatt 27. Woche 2014

Alle Menschen sollten vor ihrem Tod
versuchen herauszufinden,
wovor sie davonlaufen,
wohin sie laufen und warum.

James Thurber, 1894-1961,
amerikanischer Schriftsteller

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