Oktober 2017

Wahrnehmung ist Reflexion des inneren Zustandes

Manchmal ertappe ich mich, wenn ich nach einem anstrengenden Tag in der Straßenbahn sitze, dass ich innerlich über Leute lästere. Wie die aussieht, was der anhat, und die Frisur erst und ein paar Kilo weniger wären auch mehr … usw.

Das, was ich wahrnehme ist nicht die Realität, es viel mehr eine Reflexion meines Inneren Zustandes. Fühle ich mich müde, niedergeschlagen, ärgere ich mich über wen oder was auch immer, beeinflusst das meine Wahrnehmung. Und das wiederum beeinflusst meine Gedanken.

Letztendlich lästere ich nicht über die anderen, sondern über mich selbst, über meine eigene Inaktivität, über meine Unfähigkeit, über meine eigenes Unwohl-Befinden.

Ich bin über mich selber wütend und lasse das – innerlich – an anderen aus. Nun kann es aufbauend sein, über andere zu lästern – energetisch ist es absolut negativ.

Wann immer du dich (oder ich mich) über die Welt oder andere beklagst, frag dich erst mal selber, was diese Beklagerei über dich aussagt. Schnell wirst du feststellen: Das Problem liegt nicht an den Anderen oder im Außen, sondern viel mehr bei dir, in deinem Inneren.

Deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität

Urlaubsidylle auf Kreta

Vor Jahren bin ich in den Urlaub auf die Insel Kreta geflogen – als Pauschaltourist. Alles perfekt durchorganisiert, all inklusive. Auf dem Flughafen angekommen wurde die Reisegrupe mit dem Bus abgeholt und in die Hotels gebracht. Super Service. Das Wetter war mies, trüb, regnerisch. Und nach ca. 30 Minuten Fahrt machte der Bus komische Geräusche, stotterte und schließlich musste der Fahrer rechts ranfahren. Mitten im nirgendwo im strömenden Regen standen ca. 50 Urlauber am Straßenrand.

Was passierte weiter? Theoretisch denkbar sind zwei Szenarien. weiterlesen »

Nachdenken über Klobrillen, Korrekturbrillen und 3D-Brillen

Brille: www.pixabay.de

Letztens war ich im Kino in einem 3D-Film. Und was hab ich gemacht? Klar, die Brille ab und zu mal abgesetzt um zu sehen, wie der Film ohne Brille aussieht. Unscharf wurde der Film, also Brille schnell wieder aufsetzen.

Und nun sinnierte ich also über Brillen. Da haben wir erst einmal die Klobrille. Die hat sich in unserem Kulturkreis durchgesetzt. Man sitzt recht bequem auf ihr, es gibt inzwischen sogar beleuchtete Exemplare. Es soll Menschen geben (bevorzugt Männer) die sich auf dem Örtchen und damit auf der Klobrille so wohl fühlen, dass sie Stunden auf ihr zubringen können. Die Klobrille als Wohlfühlzone. Na gut, warum nicht. Doch es kommt der Moment, das wird auch die kuscheligste Wohlfühlzone zur Unwohlzone. Das kann auf dem Örtchen an den olfaktorischen Einflüssen liegen, oder weil der Magen knurrt oder was auch immer. weiterlesen »

Wahrnehmung ist Reflexion

Das, was wir wahrnehmen, ist mehr eine Reflexion des Inneren, als das, was tatsächlich stattfindet. Darum ist es witzig, Leuten beim „sich Beklagen“ und „Meckern“ zuzuhören. Denn diese Menschen machen nichts anderes, als sich über sich SELBER zu beklagen.

Jemand beklagt sich darüber, dass das System schlecht sei, die Reichen fördert und die Armen immer ärmer werden lässt. Was passiert aber wirklich? Diese Person beklagt sich über sich SELBER, über ihre eigene Inaktivität und (geglaubte) Unfähigkeit, etwas zu verändern.

Ich hatte vor Kurzem genau ein solches Gespräch. Jemand erzählte mir etwas über Jobs mit geringem Lohn und von den Bedingungen, unter den Menschen in solchen Jobs arbeiten müssen. Schuld seien die Unternehmer weiterlesen »

Vorsicht Falle!

Manipulation durch hypnotische Sprachmuster erkennen

Milton H. Erickson verwendete hypnotische Sprachmuster, um Menschen in schwierigen Lebenslagen zu helfen – also in positiver Absicht. Sein Modell der Sprache kann jedoch auch angewendet werden, um genau das Gegenteil zu erreichen. Und genau das passiert täglich.

Wir alle verwenden hypnotische Sprachmuster, um andere Menschen und auch uns selbst zu manipulieren. Die meisten tun dies unbewusst und verwenden übernommene Sprachmuster. Andere Menschen setzen hypnotische Sprachmuster gezielt ein, um für sich Vorteile zu erreichen. Besonders in Konfliktsituationen versuchen die Streitparteien allzu oft, sich gegenseitig zu manipulieren, um die Schuldfrage zu klären.

In der Kommunikation kommt es darauf an, Manipulationsversuche zu erkennen und richtig zu reagieren. weiterlesen »

Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Vorannahmen (Präsuppositionen)

Vorannahmen sind wirkungsvolle Sprachmuster, mit denen man Dinge behaupten kann, die man nicht in Frage gestellt haben möchte. In der Regel bietet man hier mehrere Alternativen an, wobei jedoch die beabsichtigte Reaktion erhalten bleibt.

Verben der Wahrnehmung
Hierzu gehören Verben wie

  • wissen,
  • erkennen,
  • wahrnehmen,
  • bemerken,
  • merken,
  • gewahr werden.

Beispiele:

  • „Merkst Du, wie Dein Unterbewusstsein schon zu lernen beginnt?“
  • „Hast Du gewusst, wie oft Du schon in Trance gegangen bist?“
  • „Vielleicht hast Du gerade bemerkt, wie sich der kleine Finger der rechten Hand bewegt hat.“

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Das Milton-Modell der Sprache

Hypnotische Sprachmuster erkennen
Löschungen / Tilgungen

Kommunikation ist nicht eindeutig, sondern von Wahrnehmung und Interpretation bestimmt. Nicht nur, was wir wahrnehmen, sondern auch, wie wir es interpretieren, bestimmt unser Handeln.

Gelungene Kommunikation = das Resultat zu erhalten, das man erhalten wollte.

Zum Konflikt kommt es, wenn zwei unterschiedliche Resultate erwartet werden.

Hilfreich sind:

  • Offene Kommunikation und Feedback (Rückmeldung),
  • Klare und verständliche Darstellung der eigenen Ziele,
  • Zuhören können und verstehen der anderen Seite,
  • Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel und dessen Formulierung,
  • Respekt und Toleranz des anderen,
  • Verantwortung für das eigene Handeln,
  • Unterscheidung zwischen der Inhalts- und der Beziehungsebene (Menschen und deren Verhalten voneinander trennen),

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Raus aus der depressiven Phase – rein ins Leben

Das Thema Depression beschäftigt mich bereits seit Jahren, vor allem deshalb, weil ich weiß, wovon ich rede. Ich habe viele Bücher gelesen und viel nachgedacht: Wie entsteht eine Depression, wie verläuft sie und wie kommt man aus ihr wieder heraus.

Je länger ich darüber nachdenke, desto kürzer wird meine Antwort: Depressionen sind zum großen Teil hausgemacht und können dementsprechend zum großen Teil auch wieder selbst aufgelöst werden.

Wie? Durch die Art und Weise, wie ich über mein Leben, mich selber und meine Situation denke. Am Ende läuft es immer wieder auf eines hinaus: Wahrnehmung.

Egal wann und egal wo ich ein schlechtes Gefühl habe, es entspringt am Ende immer meinen Gedanken. Meine Gedanken machen meine Gefühle. Wer negativ über sich selber, sein Leben und seine Umwelt denkt, der wird auch vermehrt negative Emotionen erleben. Und wenn dieser Zustand sehr lange und sehr stark anhält, dann nennt man das Depression. weiterlesen »

Stressprävention an Schulen

Workshop der Fachstelle für Suchtprävention der AWO Halle-Saalekreis in Ostrau/Saalekreis, 10.10.2015

Einführung

  • Was ist Stress?
  • Wie entsteht Stress?
  • Was ist positiver und negativer Stress (Disstress und Eustress)?
  • Welche Stressoren gibt es?

IMG_1602Stress kommt aus dem Englischen und steht für Druck, Anspannung (lateinisch stringere, anspannen. Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress kommt vor allem eine zentrale Bedeutung dafür zu, sich physisch und psychisch an sich verändernde Umweltbedingungen anzupassen.
Stress kann auch eine evolutionäre Wirkung haben mit der Folge, dass Belastungen besser ertragen oder letztlich durch eine entsprechende Stresstoleranz neutralisiert werden.

Das Auftreten von Stress bedarf einer sinnlichen Wahrnehmung weiterlesen »

Wirkung von Glaubenssätzen

Alle persönlichen Durchbrüche beginnen mit einer Änderung unserer Glaubensmuster. (Anthony Robbins)

Glaubenssätze sind tief verankerte Überzeugungen über die Welt oder über uns selbst. Somit sind alle Glaubenssätze Aussagen, die jemandem oder etwas eine Bedeutung, Wertung oder Ursache bzw. Wirkung zuschreiben. Das menschliche Denken und Handeln sowie die Wahrnehmung der Realität werden von ihnen sehr stark beeinflusst. Möchte ein Mensch sein Leben positiv verändern so ist es hilfreich und wichtig sich seine Glaubenssätze bewusst zu machen.

Glaubenssätze lassen sich unterscheiden in offensichtliche Glaubenssätze, die man jeden Tag teilweise ausspricht oder laut denkt und nicht so offensichtliche Glaubenssätze, also unbewusste Überzeugungen, deren Entstehung bis in frühe Kindheit zurückreichen kann.

Beispiele für Glaubenssätze sind: weiterlesen »

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