April 2017

Frei sein oder glauben, frei zu sein

Wenn ich so durch die Straßen von Leipzig laufe, beobachte ich gern andere Menschen. Manche sehen echt schräg aus. Und ja, mit manchem Aussehen hab ich auch so meine Probleme. Eines fällt mir aber immer wieder auf: manche Menschen konstruieren sich ihre Persönlichkeit und nennen das dann persönliche Freiheit.

Was meine ich damit? Vor dem Hauptbahnhof in Leipzig sitzt regelmäßig eine Gruppe junger Menschen, mit Hund (meist ohne Leine), krasse Frisur, bunt gefärbt, Leder-Nieten-Jacke, zerrissene Jeans und – wichtigstes Accessoire, Pappbecher zum Betteln in der Hand. Kurz gesagt: Punks. Mit all den Einstellungen und Sichtweisen, die ein Punk eben so hat.

Ich beurteile das nicht (auch wenn es mich zugegeben stört, dass die Punks den Eingang zum Bahnhof blockieren). Von mir aus kann jeder machen, was er will weiterlesen »

Aufregen – ja oder nein?

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel geschrieben und gesagt, das Aufregen nichts bringt. Einige Leser fragten mich, ob man sich dann über gar nichts mehr aufregen soll? Alles nur noch über sich ergehen lassen? Sich für gar nichts mehr einsetzen?“

Meine Antwort: Mach was Du denkst. Es steht jedem Menschen frei sich individuell zu entscheiden, wie er Leben will.

Wer glaubt, dass es etwas bringt, sich aufzuregen, dann soll er es tun. Wer glaubt, dass es etwas bringt, auf die Straße zu gehen und zu protestieren, dann soll er es tun. Meine Erfahrung sagt mir: es bringt gar nichts. Weder mir noch dem Rest der Welt.
Ganz im Gegenteil. Umso mehr ich mich mit negativen Dingen beschäftige, desto negativer wird mein Weltbild und desto negativer werde ich. Will ich das?

Wenn ich negativ eingestellt bin, trage ich überhaupt nichts zu meiner Umgebung bei. Das Ziel sollte doch sein, so positiv wie möglich weiterlesen »

Dafür oder dagegen!?

Mich fragte vor kurzem jemand, wie er denn mit Nazis umgehen soll? Er erzählte, dass er immer bemüht sein, seinen Mitmenschen wertfrei zu begegnen und ihre Standpunkte zumindest zu respektieren. Aber bei Nazis gelänge ihm das irgendwie nicht.

Meine Antwort: „Das, was Du bereits bei anderen Menschen versuchst, nämlich ihnen wertfrei zu begegnen, mach auch bei Nazis. Be- und verurteile sie nicht.“

Er schaute mich fragend an. „Naja, aber die Sachen, die die sagen und machen kann ich nun mal nicht gut heißen und ich kann sie auch nicht respektieren, das geht gegen mein Weltbild.“

„Ja gut“, antwortete ich, „du musst diese Menschen nicht verstehen, du musst auch nicht gutheißen, was sie sagen oder machen und es ist auch völlig in Ordnung, wenn diese Leute nicht in dein Weltbild passen. Wenn Verurteilen weiterlesen »

Die tägliche Gehirnwäsche

Ein Gespenst geht um in deutschen Wohnzimmern. Es ist da, wird sogar gezielt in die Wohnung gelassen. Es ist in unserer Hand, wir können es steuern, an- und ausschalten. Laut oder leise machen. Wir haben es in der Hand – eigentlich.
Doch die Wahrheit ist: dieses Gespenst hat uns in der Hand. Und es heißt: Fernsehgerät.

Der Fernseher – der Gehirnzellenmanipulator Nummer eins. Und das Fernsehgespenst hat es gut bei uns. Alkohol und Drogen machen das Gehirn kaputt und sind gesellschaftlich geächtet. Der Fernseher, respektive das Programm, das er ausstrahlt, macht dasselbe und ist gesellschaftlich akzeptiert. Und das Schlimmste, was ein Fernsehgerät aussendet, sind die Nachrichten.

Früher habe ich auch regelmäßig Nachrichten geguckt, jeden Abend, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Man muss sich doch informieren, was in der Welt los ist. Und wenn man von all dem, was einem da allabendlich präsentiert ist, geschockt und reaktionsunfähig ist, gibt es reichlich Ergänzungssendungen, die einem sagen, was man denken soll, von Talkshows bis zu Sondersendungen.

Ich danke der unendlichen Einsicht, die mich eines Tages dazu gebracht mir diesen ganzen Gehirnwäschemüll nicht mehr anzuschauen.

Und der Grund für meine Entscheidung? weiterlesen »

Das Fernsehen sagt …

Vor kurzen habe ich eine Boulevardsendung im Fernsehen angeschaut. Das mache ich nur selten – und das aus gutem Grund. Als erstes kamen die Katastrophenmeldungen. Ein schwere Unfall hier, eine ausgebrannte Wohnung dort, ein Raubüberfall woanders. Dann kamen die neuesten Nachrichten aus den europäischen Königshäusern. Wer wo welches Kleid getragen hat, wer schwanger ist und wer sich wieder einmal royal daneben benommen hat. Zum Schluss gabs die News aus Hollywood. Ein roter Teppich hier, eine Preisverleihung dort und natürlich wurde auch die Kleidungs- und Frisurfrage ausführlich behandelt.

An Ende der Sendung stellte ich mir die Frage: „Muss ich das jetzt alles wissen?“ Nein, muss ich nicht.

  • Muss ich mir Nachrichten von Katastrophen anschauen?
  • Muss ich mich über Kriminelle aufregen?
  • Muss ich wissen, welche Prinzessin oder Hollywood-Diva über den roten Teppich geschlendert ist?

Die Antwort: Das liegt ganz allein bei mir. weiterlesen »

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