Juli 2015

Ängste überwinden – die Komfortzone verlassen

Vor Kurzem habe ich mir mal überlegt, wann ich die größten Sprünge in meiner Entwicklung gemacht habe. Und da kamen mir sofort zwei Ereignisse in den Kopf.

  • Erstens: Als ich eine Zeit großer finanzieller Probleme durchlebt habe,
  • Zweitens: Als ich durch eine Depression/Burnout alles in meinem Leben geändert hat.

Beide Ereignisse haben mich grundlegend verändert. Innen wie außen. Beide Male bin ich in einer Art und Weise gewachsen, die ich in Worten gar nicht ausdrücken kann. Und beide Situationen haben eines gemeinsam: Ich musste mich meinen Ängsten stellen. Die ganze Zeit. Immer wieder. Ich musste jedes Mal Dinge tun, die deutlich außerhalb meiner Komfortzone lagen.

In der Zeit, finanzieller Schwierigkeiten hieß das, Liebgewonnenes, Alltägliches zu überprüfen und Loszulassen. In der Burnout-Zeit es so aus, dass ich ernsthaft über mich, mein Leben und meine Zukunft nachgedacht habe.

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Zum Tag der Mediation: Irrtümer über die Mediation

Zum zweiten Mal findet am 18. Juni 2015 der internationale Tag der Mediation statt. Er wurde durch die großen deutschsprachigen Mediationsverbände aus Österreich, der Schweiz und Deutschland ins Leben gerufen. Ziel dieses Tages ist es, die Bekanntheit der Mediation zu steigern.

Mediation als Alternative zu herkömmlichen Schlichtungs- oder Gerichtsverfahren ist bisher nur wenig verbreitet. Dazu tragen sicher auch Irrtümer und Vorurteile bei, die meist aus Unkenntnis über das Mediationsverfahren verbreitet sind.

Irrtum 1: Mediation ist eine esoterische Praktik

Umfragen sagen aus, dass 70% der Bevölkerung schon einmal etwas von Mediation gehört haben. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Mediation mit Meditation verwechselt und damit eher mit Räucherstäbchen und Yogamatte statt Konfliktlösung in Verbindung gebracht wird. Mediation ist keine Praktik, die beim Entspannen unterstützt. Sie ist ein Verfahren, das Menschen dabei hilft, ihre Konflikte friedlich und einvernehmlich zu lösen.

Irrtum 2: Mediation ist erst sinnvoll, wenn der Konflikt schon richtig aufgebauscht ist

Eine Mediation ist in jeder Phase eines Konfliktes sinnvoll. weiterlesen »

Burnout – Krankheit, Zeichen oder Chance?

Burnout ist in aller Munde. Doch was genau ist ein Burnout? Wörtlich übersetzt heißt es: ausgebrannt. Wie fühlt es sich an, ausgebrannt zu sein? Das ist schwer zu beschreiben. Es ist tatsächlich so, als würde das innere Feuer des Lebens erlöschen. Doch es ist mehr. Es ist eine Leere, seelisch und geistig. Es ist ein vor-sich-hin-treiben ohne Ziel und Sinn.

Ist Burnout mehr? Ist es ein Zeichen oder gar eine Lebens-Chance?

Burnout ist keine Krankheit. Im ICD 10 kommt der Begriff nicht vor. Und das ist auch korrekt. Burnout ist ein Zustand, der seelische, geistige und körperliche Beeinträchtigungen beinhaltet, die im Zusammenhang stehen und einander bedingen. Den seelischen Zustand eines Burnouts bezeichnet man allgemein als Depression. Die geistigen Einschränkungen reichen von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizit, fehlende Empathie, Gefühlskälte bis hin zu einer eingeschränkten Denk- und Merkfähigkeit. Die körperlichen Symptome können noch vielfältiger sein. Sie reichen von Kopfschmerzen, Tinitus und Hörstürzen über Magen-Darm-Beschwerden, Herz-Kreislauf-Beschwerden bis zu Tumoren und Krebs.

Ein burnoutspezifisches Krankheitsbild gibt es nicht. So viele Burnout-Betroffene es gibt, so viele unterschiedliche Symptomhäufungen gibt es. Und genau das macht die Behandlung und Therapie so schwierig. Die Zusammenhänge zwischen seelischen, geistigen und körperlichen Symptomen müssen erkannt werden. Bei den körperlichen Symptomen muss geklärt werden, ob sie organische Ursachen haben oder psychosomatisch sind. Bei ersteren weiterlesen »

Tagebuch eines Burnout-Falls

Die Suche nach Alternativen

Sie erinnern sich noch an meinen Freund, den ich fragte: „Was willst Du hören? Etwas Nettes oder die Wahrheit?“ und der sich für die Wahrheit entscheiden hatte?

Er ist Coach. Er bot mir an, mit mir zu arbeiten. Bis dahin hatte ich von Coaching keine gute Meinung. Scharlatanerie und Leute, die selbst nicht genau wissen, was sie tun. Trotzdem nahm ich das Angebot an. Ich wollte probieren, was Coaching ist und ob es mir helfen kann. Ich war mir aber auch sicher, ich beende das Ganze sofort, wenn ich mich dabei unwohl fühle.

Und so fingen wir im Juli 2012 an, miteinander zu arbeiten. Das Coaching dauerte etwa 10 Monate. In diesen 10 Monaten habe ich mich mehr mit mir auseinander gesetzt, als in den 40 Jahren vorher. Ich habe gelernt, auf meine innere Stimme zu hören. Ich habe gelernt, meine Stärken und Ressourcen zu erkennen und zu nutzen. Ich habe gelernt, Loszulassen und Nein zu sagen. Ich hatte jede Woche einen Menschen, der mir geduldig zugehört hat. Und allein dieses Reden war jedes Mal eine unbeschreibliche Befreiung. weiterlesen »

Wie erkenne ich eine Depression?

Krankheitsbild und Formen der Depression

Depressive Erkrankungen verlaufen meist in Phasen, die über mehrere Monate, aber auch über Jahre anhalten können.

Die Symptome sind vielfältig und betreffen das Seele – Geist-Körper-System des Menschen. Man unterscheidet unterschiedliche Formen einer Depression:

Unipolare Depression

Viele Menschen, die an einer Depression erkranken, erleben in ihrem Leben mehr als nur eine depressive Episode. Solche depressiven Episoden dauern unter Umständen Wochen, manchmal aber auch Monate. Die Länge einer solchen Episode kann auch davon abhängen, ob der Betroffene konsequent therapiert wird, oder nicht. Treten nur depressive Episoden auf, so spricht man von einer unipolaren Depression.

Bipolare affektive Störung

Manche Patienten erleiden nicht nur depressive, sondern auch manische Episoden. Manische Episoden sind gekennzeichnet durch einen unbändigen Tatendrang, gehobene Stimmung, fehlendes Schlafbedürfnis, Größenideen, häufig auch durch Kaufrausch. Man spricht dann von einer bipolaren affektiven Störung (früher auch als Manische Depression oder manisch depressive Erkrankung bezeichnet).

Dysthymie

Erleben Betroffene eine leicht ausgeprägte, dafür aber chronisch verlaufende Form der Depression, so nennt man diese Dysthymie. Eine Dysthymie beginnt meist im frühen Erwachsenenalter. weiterlesen »

Wer nicht handelt, wird behandelt – Kommentar

Handel selbst und bestimme Dein Leben

„Wer nicht handelt, wird behandelt“ – diesen Satz habe ich zum ersten Mal im Arbeitsamt Leipzig gelesen. Ich fand den Satz gut, ohne zu wissen, von wem er stammt. Gesagt hat ihn der deutsche Politiker Rainer Barzel war Bundesminister, CDU-Vorsitzender und Präsident des Deutschen Bundestages. Das habe ich dann später recherchiert.

Doch zurück zum Arbeitsamt. Ich war verwundert, ausgerechnet in der Behörde, in denen Menschen ausschließlich behandelt werden, dieses Zitat zu lesen. Hat der Verwaltungsangestellte, der diesen Satz an seine Wand gepinnt hat, den Inhalt nicht verstanden? Hat er es bewusst getan, um seine Kunden darauf hinzuweisen, was sie erwartet, wenn sie sich nicht selbst um ihre Zukunft kümmern? Denn dann kümmert sich der Staat um ihre Zukunft, und das nach seinen Spielregeln. weiterlesen »

Thema des Monats Januar 2015: ZEIT

Uhr am Krochhochhaus in Leipzig

Die Zeit bestimmt den Rhythmus unseres Lebens. Wir haben sie, oder nicht. Wir nehmen sie uns, oder nicht.

Zeit treibt uns an. Mal vergeht sie schnell, mal langsam, manche haben zu wenig davon, andere zu viel. Sie heilt alle Wunden. Und doch ist sie nur eine physikalische Größenordnung.

Der Mensch hat die Zeit eingeteilt. Wir können sie messen.

Doch was ist Zeit wirklich? Wie bestimmt sie unser Leben? Können wir uns ihr entziehen?

Mit dem Thema Zeit wird sich Blicklicht-Leben im Januar 2015 näher beschäftigen. Zeit und Kausalität – ist Kausalität ein Produkt der Zeit, oder ist Zeit ein Produkt der Kausalität? Ist die Zeit ein Produkt von Raum und Bewegung, oder existiert Bewegung nur, weil es die Zeit gibt? Gibt es Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft? Wenn es die Gegenwart gibt, wie lange dauert sie? Ist sie nicht bereits Vergangenheit, wenn wir sie wahrnehmen? Wie viele Zeiten gibt es – nur eine einzige, universell gültige, oder mehrere? Existiert das Phänomen Zeit überhaupt oder ist sie nur eine Erfindung der Menschen? weiterlesen »

Die Zeit und wie sie gemessen wird

Eine kurze Reise durch die Kulturgeschichte der Zeitmessung

zeit-uhrwerk-raederwerk.kirche.unterfarnstaedtDie Zeit ist eine physikalische Größe. Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen und hat damit im Gegensatz zu anderen physikalischen Größen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung.

Aus der philosophischen Perspektive beschreibt die Zeit das Fortschreiten der Gegenwart von der Vergangenheit kommend hin zur Zukunft hin.

Die Relativitätstheorie von Albert Einstein beschreibt Raum und Zeit als untrennbar zusammengehöriges, gekrümmtes Gebilde. Je mehr Masse ein Objekt besitzt, desto mehr krümmt es den umgebenden Raum und verlangsamt gleichzeitig den Zeitfluss. Dies gilt auch für bewegte Objekte: schneller bewegte Objekte unterliegen einem langsameren Zeitfluss als weniger schnell bewegte, jeweils aus Sicht eines externen Beobachters.

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Psychosoziales Coaching im Jobcenter Leipzig – ein Kommentar

Mirko Seidel, Burnout-Therapeut und Coach in Leipzig

Es ist eine gute Sache, sich um die Widereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt zu kümmern. Und es ist eine gute Sache, Menschen mit psychischen Störungen zu helfen. Beides wurde mit dem Pilotprojekt des Jobcenters Leipzig getan. Und doch hatte ich dem lesen der Pressemitteilung des Stiftung Deutsche Depressionshilfe einen schalen Nachgeschmack.

Da ist zunächst der Name des Projektes: „Psychosoziales Coaching“. Im Rahmen des Projektes werden Angestellte im Jobcenter von Mitarbeitern des Psychosozialen Coachings geschult, Hinweise auf psychische Erkrankungen zu erkennen. Das ist gut. Die Teilnahme an dem Projekt ist freiwillig. Im Erstgespräch mit einem Psychologen werden eine ausführliche Anamnese sowie ein klinisches Diagnostikgespräch durchgeführt. Im Anschluss erhält der Betroffene Informationen zu seiner Erkrankung, eine Beratung zu Behandlungsmöglichkeiten, Kurzinterventionen und die Möglichkeit an Gruppenprogrammen teilzunehmen.

Aha, der Betroffene wird also zum Psychologen geschickt, erhält eine klinische Behandlung. Auch wenn davon nichts in der Pressmitteilung steht, eine Verabreichung von Medikamenten dürfte Bestandteil dieses Programms sein. Das alles ist klassische Schulmedizin und hat mit Coaching nichts zu tun.
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Was steckt hinter Selbstbewusstsein?

Beobachten Sie manchmal Menschen? Ja, dann gibt es welche, die sind Ihnen sympathisch und andere nicht. Warum ist das so? Was beobachten Sie genau? Oder ist es nur so ein Gefühl? Was macht diese Personen aus?
Warum fällt gerade ein bestimmter Mensch ins Auge und andere nicht? Wann wirkt ein Mensch selbstbewusst und wann nicht?

Selbstliebe

Selbstbewusste Menschen stehen zu sich selber. Sie akzeptieren sich so, wie sie sind. Sie lieben sich selber. Sie zeigen das und man sieht und fühlt das unmittelbar.

Lockerheit

Selbstbewusste Menschen lachen häufiger als andere. Vor allem lachen sie auch über sich selbst. Sie nehmen das Leben nicht so ernst. Sie haben Spaß und erfreuen sich am Tag.
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