Politik & Gesellschaft

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden.

Das Vierte Gebot, dass die Ehre der Eltern beinhaltet, sollte in unserer Gesellschaft Allgemeingut sein. Doch die Realität sieht anders aus. Die Ehre, oder auch die Dankbarkeit der Kinder gegenüber ihren Eltern muss nicht bedingungslos sein und sollte es auch nicht. Jedoch wäre es für eine menschliche und soziale Gesellschaft gut, wenn alle Menschen in das gesellschaftliche Leben integriert wären. Und was im Großen gilt, sollte auch im Kleinen gelten, in jeder Familie.

Es wäre sehr schön, wenn das Fünfte Gebot – Du sollst nicht töten – nicht nur als Erwartung formuliert wäre. Es sollte allgemeinverbindliche Vorschrift sein oder noch besser, freiwillig von allen Menschen befolgt werden.

Geklärt werden müsste, was das Wort Töten beinhaltet. Würden sich alle Menschen aus Überzeugung an das Fünfte Gebot halten, wäre die Welt ein ganzes Stück friedlicher.

Das Sechste Gebot ist eine Gewissensfrage. Unkeuschheit und Ehe sind menschliche Erfindungen. Ob dem Menschen von Natur aus die Keuschheit mitgegeben wurde, wissen wir nicht. Und zum Ehebruch gehören immer zwei.

Das Siebente Gebot – Du sollst nicht stehlen– sollte ebenfalls als allgemeinverbindliche Vorschrift gelten. Niemand hat das Recht, sich fremdes Eigentum anzueignen. Würden sich alle Menschen freiwillig auch an dieses Gebot halten, wäre die Welt noch ein Stück friedlicher.

Ähnliches gilt für das Achte Gebot, wobei mir persönlich die evangelische Variante deutlich besser gefällt. Lügen zum Schaden eines anderen Menschen und zu eigenen Vorteil führt zu Konflikten, Streit und Gewalt in jeglicher Form. Würden sich alle Menschen freiwillig auch an das Achte Gebot halten, wären wir dem Weltfrieden sehr nahe.

Neuntes und Zehntes Gebot fassen das Sechste und Siebente Gebot noch einmal zusammen. Zwingend notwendig sind sie nicht, aber als Ergänzung ganz sinnvoll.

Die meisten der Zehn Gebote sind auch nach Jahrtausenden noch aktuell. Vielleicht nicht mehr jeder Wortlaut. Aber im Kern steckt immer noch sehr vieles, was das friedliche Zusammenleben der Menschen regelt. Würden alle Menschen wenigstens das Fünfte bis Achte Gebot einhalten, könnten wir uns einen Großteil unserer Gerichte und Strafverfahren sparen. Das Strafgesetzbuch könnte deutlich ausgedünnt werden.

Die Welt wäre ein großes Stück sicherer, friedlicher und gerechter.

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