Persönlichkeitsentwicklung

Wie kommt man zu Zufriedenheit?

Letztens sagte jemand zu mir: „Ich will immer genau das, was ich gerade nicht habe? Ich weiß nicht, ob das anderen Menschen auch so geht, ich leide darunter.“

Ich konnte die Person erst einmal beruhigen. Sie ist mit ihrem Problem nicht allein. Wer kennt dieses Gefühl nicht – wahrscheinlich über 90% der Menschheit. Ich denke, das ist erst einmal etwas ganz menschliches. Zum Problem wird es, wenn ich mich ständig damit herumquäle, etwas anderes haben zu wollen – wenn mir nie etwas genug ist oder wenn meine eigene Situation mir immer schlechter vorkommt, als die des Nachbarn.

Allen anderen geht es irgendwie besser, als mir. Die Anderen haben mehr Zeit, mehr Geld, die besseren Freunde, mehr Spaß am Leben, das schönere Auto und so weiter und so fort.

Die Liste ist endlos. Und je mehr ein Mensch sich in diesem Gedankengebäude verfängt, desto schlechter geht es ihm. Man kann diesen Zustand auch ganz einfach als Neid betiteln.

Und nun die Erkenntnis: die Situation eines Menschen hat absolut nichts damit zu tun, wie andere Menschen leben. Es hat ausschließlich etwas damit zu tun, wie mein eigenes Leben aussieht und wie ich mein eigenes Leben sehe.

Und an dem Punkt wird es Zeit, die Sichtweise zu wechseln.

Anstatt immer nur dem nachzurennen, was andere machen, was andere haben und wie andere leben ist es sinnvoll, sich mich voll und ganz darauf zu konzentrieren, was ich mache.

Anstatt immer einem noch besseren Leben hinterherzuhecheln konzentriere ich mich erst einmal voll und ganz darauf, was ich in meinem Leben habe und was in meinem Leben bisher ganz gut gelaufen ist.

Wir alle haben mehr in unserem Leben, als wir glauben und sehen. Eine Frage des Blickwinkels.

Denken Sie mal ganz genau nach: Was haben Sie in ihrem Leben an guten, schönen, erfüllenden Dingen? Dort liegt das Problem. Wir sehen meist nur, was wir nicht haben, was uns fehlt, was wir gern hätten. Alles, was da ist, nehmen wir als selbstverständlich hin. Großer Fehler.

Das ist die Antwort auf die Frage, wie man zu Zufriedenheit kommt: mit dem zufrieden sein zu können, was man hat. Das Leben so genießen zu können, wie es ist. Oder anders gesagt: Alles, was ich derzeit in meinem Leben brauche, ist für mich da. Was nicht das ist, brauche ich derzeit nicht. Wenn ich gerade wenig Geld habe und mich das stört und ich wieder mal vor Neid gelb werde, weil der Nachbar im schicken neuen Sportwagen vorfährt – einfach mal Gehirn einschalten und nachdenken: ist Geld gerade das Wichtigste in meinem Leben oder brauche und habe ich derzeit etwas ganz anderes, was mich glücklich macht?

Das ständige Nachrennen, wer man nicht ist und was man nicht hat und wer man nicht bist und was man nicht hast, macht irgendwann kaputt.

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