(Lebens-)Ziele

Du MUSST dir dein Ziel vorstellen können

Letztens habe ich in einem Blog folgendes gelesen:

    „Du musst dir das Erreichen deines Ziels nur klar und bildhaft genug vorstellen, so als ob du es schon erreicht hättest. Das kannst du in Erfolgsratgebern oft lesen. Leider deuten die Ergebnisse psychologischer Experimente darauf hin, dass diese Vorstellungen unsere Motivation kaputt machen. Also die Motivation, etwas für unsere Ziele zu tun. Es fühlt sich gut an und macht uns zufrieden, uns unsere erreichten Ziele vorzustellen. Dabei ist gerade unsere Unzufriedenheit die Triebkraft hinter unseren Erfolgen. Stell dir also nicht vor, wie du dein Ziel erreicht hast. Stell dir lieber vor, wie du etwas für dein Ziel tust. Stell dir vor, wie du die Schwierigkeiten und Hindernisse überwindest. Stell dir vor, wie du es trotz Unlust und trotz Frustration tust. Dann erreichst du deine Ziele eher. Realismus schlägt Wunschdenken eben jeden Tag.“

Das sehe ich völlig anders. Zunächst verstehe ich nicht, wie positive, schöne Vorstellungen unsere Motivation kaputt machen sollen. Ganz im Gegenteil. Wenn ich eine sehr schöne, klare und erstrebenswerte Vorstellung von meinen Zielen habe, wird meine Motivation, dieses Ziel zu erreichen, umso größer.

Unzufriedenheit ist die Triebkraft hinter unseren Erfolgen. Ja, das stimmt. Doch was nützt mir die größte Unzufriedenheit, wen ich nicht weiß, welches Ziel ich habe? Dann habe ich auch keine Motivation und die Unzufriedenheit wird zum Dauergast in meinem Leben.

Der Satz: „Stell dir also nicht vor, wie du dein Ziel erreicht hast“ ist unsinnig. Ich soll mir nicht vorstellen, wie in mein Ziel erreicht habe. Ich soll mir vorstellen, wie mein Leben ist, wenn ich mein Ziel erreicht habe. Und diese Vorstellung muss zu 100% attraktiv sein, sonst stimmt am Ziel etwas nicht. Und erst, wenn ich eine 100%ige attraktive Vorstellung von meinem Leben nach Erreichen des Ziels habe, kann ich mir Gedanken machen, wie ich an mein Ziel komme. Anders herum ist es sinnlos. Ich gehe ja auch nicht wandern und laufe los, bevor ich weiß, wo ich hin will.

Wie soll ich mir vorstellen, wie ich Schwierigkeiten und Hindernisse auf dem Weg zum Ziel überwinde, wenn ich diese noch gar nicht abschätzen kann? Es nützt auch nichts, sich vorzustellen, Hindernisse zu überwinden, dafür brauche ich einen Plan. Und wenn sich bei aller Vorstellerei Frust und Unlust breit macht, ist es an der Zeit, das Ziel zu überprüfen.

Ziele zu definieren, sich sein Lebensziel in den buntesten Farben auszumalen und festzustellen, dass das genau das ist, was ich will hat nichts mit Wunschdenken zu tun. Das ist Leben. Und es braucht etwas ganz wichtiges – die richtige Methode zur Zieldefinition.

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Autor: Mirko Seidel am 11. Okt 2018 08:47, Rubrik: (Lebens-)Ziele, Themen, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback-URL

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