Themen

Keine Ahnung, aber immer eine Meinung

Es gehört zu den Zeichen unserer Zeit, dass viele Menschen zu jedem Thema etwas zu sagen haben – oder meinen, etwas sagen zu müssen. Oder anders gesagt – jeder gibt heute zu jedem Thema seinen Senf dazu.

Dabei haben die wenigsten Menschen wirklich Ahnung von dem, was sie gerade kommentieren. Es wird nachgeplappert, was in den Nachrichten gesendet wird, was in Zeitungen steht, was vermeintliche Experten im Fernsehen von sich geben. Am kommentierungsfreudigsten sind die Menschen, die jede Woche fünf überregionale Tageszeitungen lesen, drei Politmagazine und jeden Abend um 20.00 Uhr vor dem Fernseher die Tagesschau verfolgen. Die sind informiert, aufgeklärt und können zu jedem Thema etwas sagen.

Ja, sie können zu jedem Thema etwas sagen, aber sie haben keine eigene Meinung. Sie nehmen kritiklos hin, was die Medien ihnen vorlegen. Sie machen sich nicht die Mühe zu hinterfragen, andere Quellen zu suchen, ihren Stand- und Sichtpunkt zu verändern. Das wäre ja auch viel zu aufwändig, weiterlesen »

Authentizität …

… oder den Ärger auch mal raus lassen

Nach einem Kurs, den ich an der Volkshochschule gehalten habe, stellte eine Teilnehmerin die Frage: „Sollte man seinem Ärger nicht raus lassen? Oder besser den Frust runterschlucken, wenn man wütend ist?“

Meine Antwort: „Rauslassen, was raus will! Authentizität ist wichtig, gegenüber mir selbst und meinen Gefühlen. Wenn du wütend bist, sei wütend. Wenn du verärgert bist, sei verärgert. Und dann zeig es auch!“

Sich über eine Sache zu beklagen und seine Wut offen zu zeigen sind zwei unterschiedliche Dinge. Meckern und Klagen weiterlesen »

Die Zehn Gebote – alte Kamellen oder immer noch aktuell?

Die Zehn Gebote empfing Moses laut Bibel auf dem Berg Sinai direkt von Gott. Das ist Jahrtausende her. In dieser Zeit wurden die Gebote von unterschiedlichen Strömungen in der christlichen Kirche verändert.

Was sagen uns die Zehn Gebote heute? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten möglich und sinnvoll? Könnten die zehn Gebote – würden sie von allen Menschen streng befolgt – das Strafgesetzbuch ersetzen?

Die zehn Gebote sind nicht allgemein verbindlich und deswegen juristisch nicht durchsetzbar.

Das Erste, Zweite und Dritte Gebot, die sich mit Gott befassen, könnten nicht allgemeinverbindlich gemacht werden. Damit würde man einen Gottesstaat schaffen und in das individuelle Recht auf freien Glauben eingreifen. Diese Gebote können nur für Mitglieder von Religionsgemeinschaften als verbindlich anerkannt werden. weiterlesen »

Das Zehnte Gebot

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut“ (kath.),
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.“ (ev.)

Fasst man Neuntes und Zehntes Gebot im katholischen Katechismus zusammen, soll man nicht begehren des Nächsten Frau und Gut.

Fasst man Neuntes und Zehntes Gebot im evangelischen Katechismus zusammen, so darf man gar nicht begehren, was dem Nächsten gehört. Was im Neunten Gebot steht, wird im Zehnten Gebot noch einmal widerholt.

Der evangelische Katechismus ist ausführlicher, schließt er neben Weib, Vieh und Gut auch das häusliche Personal mit ein. Der Begriff Gut im katholischen Katechismus beschreibt dagegen nur materielle Güter. Die Frau weiterlesen »

Das Neunte Gebot

„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau“ (kath.),
„Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus“ (ev.)

Beim Neunten Gebot liegen die katholischen und evangelischen Welten weit auseinander. Bin ich katholisch, darf ich nur des Nächsten Frau nicht begehren, bin ich evangelisch, darf ich nur des Nächsten Haus nicht begehren.

Also Augen auf bei der Religionswahl, was mir wichtiger ist (kleiner Scherz).

Das Neunte Gebot muss, wie übrigens auch alle anderen Gebote, im Zusammenhang gesehen werden, vor allem mit dem Zehnten Gebot. Die anglikanische, die orthodoxe und einige freikirchliche Gemeinden fassen Neuntes und Zehntes Gebot zusammen. weiterlesen »

Kalenderblatt 52. Woche 2016

Wer etwas wert ist, den machen Erfahrungen und Unglück besser.
Johann Heinrich Pestalozzi (1746 bis 1827),
Schweizer Pädagoge

Die Umfrage, die mich nachdenken ließ

Hin und wieder bekomme ich Anfragen von Studenten mit der Bitte, an Umfragen teilzunehmen. Meistens tue ich das auch. Heute erreichte mich eine solche Anfrage von Studenten der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg mit der Bitte, meine Meinung zu einer Software abzugeben, die den Mediator im Mediationsprozess unterstützen soll. Ich hatte keine Ahnung, wie das funktioniert und so startete ich die Beantwortung der Fragen.

Als ich auf den folgenden Satz stieß, wurde ich nachdenklich: „Der Mediator wird durch das Programm bei der Erarbeitung und Bewertung möglicher Lösungsalternativen unterstützt. Zudem kann er den Parteien den Problemkomplex auf eine übersichtliche Art und Weise nahe bringen. Durch die graphische und tabellarische Darstellung der Themen- und Konfliktfelder wird den Parteien aufgezeigt, welche Lösungsalternativen es gibt und zu welchem Ergebnis diese führen.“

Aha, eine Software soll mich also dabei unterstützen, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und Lösungsalternativen zu bewerten. Sie kann mich auch dabei unterstützen, den Problemkomplex den Parteien nahe zu bringen und das alles auch noch graphisch und tabellarisch. weiterlesen »

Mut-Tour Ortsgruppe Leipzig

Die MUT-TOUR ist Deutschlands erstes Aktionsprogramm auf Rädern, das seit 2012 alle zwei Jahre durch das Land rollt und einen Beitrag zur Entstigmatisierung der Depression als Erkrankung leisten will.

Seit 2015 radelt Leipzig mit einer eigenen Ortsgruppe mit, um regelmäßig die Idee der Mut-Tour nach außen zu tragen und ein Bewegungsangebot für Betroffene zu schaffen.

Geplante Termine:

  • 14. und 28. Januar 2016
  • 11. und 25. Februar 2016

Start: 15.00 Uhr am Musikpavillion Clara-Zetkin-Park Leipzig,

Sollte an den genannten Terminen kein „Radwetter“ herrschen, dann wird eine einstündige Wanderung im Clara-Park unternommen.

Das Achte Gebot

„Du sollst kein falsch Zeugnis ablegen“ (kath.),
„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (ev.)

Im Achten Gebot gibt es zwischen der Katholischen und der evangelischen Kirche Unterschiede. „Du sollst nicht falsch Zeugnis ablegen“ – also nicht lügen – ist im katholischen Katechismus ohne Ausnahmen formuliert. Die Evangelische Kirche hingegen schließt das Lügen nur aus, wenn es dem Nächsten schadet.

Dazu ein konkretes Beispiel: Stellen Sie sich vor, ein Ihnen sehr nahe stehender Mensch liegt im Krankenhaus. Sie haben mit dem Arzt gesprochen und der hat Ihnen gesagt, dass es keine Hoffnung und Hilfe mehr gibt und der Tod in wenigen Tagen eintreten wird. Medikamente können nur noch Schmerzen lindern. weiterlesen »

Das Siebente Gebot

„Du sollst nicht stehlen“ (kath., ev.)

Beim Siebenten Gebot sind sich Katholische und evangelische Kirche einig. Das klar formulieret Gebot schließt jegliches Aneignen des Besitzes eines anderen Menschen aus. Würde man eine Umfrage starten und Menschen fragen, ob sie dieses Gebot gut oder schlecht finden, würde die Zustimmung vermutlich bei über 90% liegen.

Stehlen gilt als generell unerwünscht. Gebe es da nicht die berühmten Ausnahmen von der Regel. Neben dem Diebstahl kannte das Strafrecht auch den Mundraub, also das Entwenden oder die Unterschlagung von Nahrungs- oder Genussmitteln oder von anderen Gegenständen des hauswirtschaftlichen Gebrauchs in geringer Menge oder von unbedeutendem Wert zum alsbaldigen Verbrauch. weiterlesen »

©2019 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum