Politik & Gesellschaft

Leben in der Seifenblase

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Oft beobachte ich in der Straßenbahn oder auf der Straße Menschen, die scheinbar nur auf sich fixiert sind und um sich herum nichts mitbekommen. Sie starren auf ihr Handy, stehen im Weg rum, blockieren die Türen in der Straßenbahn, laufen mit gesenktem Kopf durch die Gegend und nehmen nichts anderes wahr. Ein Leben wie in einer Seifenblase.

Die Fokussierung auf ein technisches Gerät, das angeblich unverzichtbar ist, entrückt denjenigen, der es dauerhaft benutzt, nicht nur von seiner Umwelt, es entrückt ihn auch von sich selbst. Menschen sind soziale Wesen und wir leben in einer sozialen Gemeinschaft, die nur dann funktioniert, wenn sich alle an soziale Regeln und die allgemeinen Regeln des menschlichen Miteinanders halten.

Nun kann es mir egal sein, wenn jemand den ganzen Tag mit gesenktem Kopf durch die Gegend läuft. Nicht egal ist es mir, wenn mich jemand auf der Straße fast umrennt, mir mit dem Öffnen seines Regenschirms diesen ins Gesicht schlägt, mich am Aussteigen aus der Straßenbahn hindert oder mir vors Fahrrad läuft und dann auch noch meckert.

Ein Handy ist eine wunderbare Sache, wenn man verantwortungsvoll damit umgeht. Aber auch das tollste Handy der Welt ersetzt keine sozialen Kontakte.

Stichworte:
, , , , , , , ,

Autor: Mirko Seidel am 2. Okt 2019 08:13, Rubrik: Politik & Gesellschaft, Texte & Gedanken, Kommentare per Feed RSS 2.0, Kommentar schreiben,

Einen Kommentar schreiben

©2019 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum