April 2019

Die Bewertungsrepublik Deutschland

Es scheint in Deutschland zum guten Ton zu gehören, alles und jeden zu bewerten. Internetforen beschäftigen sich mit nichts anderem. (Fast) jede Internetseite hat ein Bewertungsportal. Nach jedem Internetkauf erhalten ich eine freundliche Aufforderung, meinen Einkauf doch zu bewerten.

Und dann gibt es diejenigen, die nichts mehr kaufen oder ausprobieren, ohne Bewertungen anderer zu lesen.

Mit einer Bewertung gebe ich einer Sache oder einer Person einen Wert – oder ich werte sie ab. Der Wert einer Sache ist jedoch subjektiv. Was ich sehr hoch bewerte, kann für einen anderen Menschen wertlos sein. weiterlesen »

Selbstbild von innen und von außen

Unser Selbstbild entsteht durch unsere Sicht und Bewertung unseres eigenen Selbst. Andere Menschen sehen in uns allerdings oft Dinge, die wir selbst gar nicht erkennen.

Wer ein vollumfängliches Bild seines Selbst haben möchte, der sehe nicht nur sich selbst, sondern der stelle anderen Menschen die Frage: „Was macht mich, deiner Meinung nach, aus? Was sind meine besten Eigenschaften?“

Diese Fragen sollte man nur Menschen stellen, denen man vertraut. Und man sollte mit den Antworten weiterlesen »

Stimmungen sind steuerbar

Unsere Stimmung hängt von vielen Faktoren ab. Wie viel Schlaf hatten wir, wie erholsam war der Schlaf? Was haben wir gegessen? Haben wir uns bewegt? Was ist uns und um uns herum passiert? Wie bewerten wir das? Wie viel Stress habe ich?

Stimmungen hängen von vielen Faktoren ab. Einige können wir kaum oder gar nicht beeinflussen, z.B. das Wetter. Aber erstaunlich viele können wir beeinflussen – Schlafen, Essen, Stress, Erholung, Bewertung…

Achten Sie auf diese Dinge und so haben Sie Ihr Gefühlsmanagement in der Hand.

Kommunikation ist zu allererst zuhören

Wie oft hören wir anderen Menschen gar nicht zu, wenn wir uns unterhalten? Weil wir im Kopf schon die Antwort oder Gegenrede formulieren, ohne abzuwarten, was der Andere sagen will oder uns fragen will. Und weil wir schon während des Sendes der Botschaft unsere Bewertungsschubladen öffnen.

Wie würde ein Gespräch verlaufen, wenn dem Anderen unsere volle, urteilsfreie Aufmerksamkeit widmen würden? Einfach erst einmal zuhören, wirken lassen, ohne Bewertung und ohne schnelle Antwort.

Was wäre, wenn wir versuchen würden, uns weiterlesen »

Zufriedenheit kontra Misstrauen: Sachsen-Monitor 2017

Die Veranstaltung „Zufriedenheit kontra Misstrauen: Sachsen-Monitor 2017“ am 26. März 2018 in der Volkshochschule Leipzig soll das „Innenleben“ der Sachsen beleuchten, die Einstellung der Bürger zu Staat und Gesellschaft klären.

Der Sachsen-Monitor, eine landesweiten Umfrage, die die Landesregierung des Freistaates Sachsen 2017 zum zweiten Mal beauftragt hat, untersucht neben der sozialen und wirtschaftlichen Lage, Zukunftsperspektiven und die Bewertung der politischen Kultur im Freistaat. Der Sachsen-Monitor misst auch besondere Gefährdungsmomente für die Demokratie. Die Ergebnisse der Befragung im Jahr 2017 fasste der MDR unter der Überschrift „Vertrauen in den Staat, Misstrauen gegenüber seinen Vertretern“ zusammen. Wie kommt das? Was muss sich in der sächsischen Zivilgesellschaft, in Politik und Verwaltung ändern, um mehr Vertrauen und Zusammenhalt herzustellen, um Spaltungen zu überwinden? Und warum gibt es weiterhin eine hohe Ablehnung von Fremden?
Diese und andere Fragen diskutieren nach der Vorstellung der Ergebnisse durch Burkhard Beyer (Sächsische Staatskanzlei), Erik Wolf (DGB), Dr. Roland Löffler (SLpB), Prof. Dr. Astrid Lorenz (Universität Leipzig) und Antje Kowski (Quartiersmanagment Grünau).
Moderation: Bastian Wierzioch (Journalist)

Datum: 26.03.2018 18:00–19:30 Uhr
Ort: Volkshochschule Leipzig, Löhrstraße 3-7, 04105 Leipzig, Aula

Wer im Paradies leben will, ist auf der Erde falsch

Stadtkirche in Borna

Da fragt mich doch jemand vor Kurzem: „Immer wieder erlebe ich Situationen, die mich aufregen. Besonders dann, wenn es um Ungerechtigkeiten geht. Wieso nehme ich das immer alles so persönlich, auch wenn es mich nie persönlich angeht? Und warum muss es überhaupt Ungerechtigkeit geben?“

Meine Antworten:

Es wird immer gefühlte Ungerechtigkeiten geben, egal wie ich das finde. Ungerechtigkeit liegt immer im Auge des Betrachters bzw. Betroffenen. Was ich ungerecht finde, muss ein anderer noch lange nicht ungerecht finden.

Es gibt keine Ungerechtigkeiten – ungerecht wird eine Sache durch unsere Bewertung.

Aufregen bringt gar nichts. Aufregen kostet nur Energie und schmälert meinen positiven Einfluss auf die Welt. Sich über eine Sache aufzuregen ist wieder nur die persönliche Interpretation der Situation.

Woher kannst du wissen, dass eine Situation negativ ist? Vielleicht ist diese „Ungerechtigkeit“ genau das, weiterlesen »

Mitleid ist die dümmste Form der Empathie

Wie verhalte ich mich, wenn ein geliebter Mensch eine unheilbare Krankheit hat und unter Schmerzen leidet? Kann man darin etwas positives sehen?

Oder ist die ganze Situation einfach nur schlecht? Oder bringt man einfach nur Mitleid entgegen?

Schwierige Frage. Hier meine Sicht auf die Dinge:

  1. Dinge sind weder gut noch schlecht. Dinge sind einfach nur so, wie sie sind. Gut oder schlecht ist nur unsere Interpretation der Sache. Es steht in unserer Macht, die Interpretation zu wählen.
  2. weiterlesen »

Fragen und Antworten zum Thema Burnout

Burnout ist zum Massenphänomen geworden. Was vor etwa 20 Jahren zunächst als Managerkrankheit bekannt wurde, hat längst alle Bevölkerungsgruppen erreicht. Stress – Burnout – Depression, diese drei Begriffe werden oft im Zusammenhang genannt und oft auch verwischt. Die nachfolgenden Fragen und Antworten sollen dazu beitragen, mehr Klarheit in die Burnout-Diskussion zu bringen.

Was ist Stress? Was ist Burnout?

Burnout bezeichnet ein vegetatives Überlastungssyndrom. Dauerhafter Stress kann zu einem Burnout führen. Der Begriff Stress ist jedoch sehr allgemein. Die Faktoren, die Stress auslösen und zu einem Burnout führen können, heißen Stressoren. Stressoren können sowohl von außen auf den menschlichen Organismus einwirken, als auch aus dem Menschen selbst kommen.

Eine eindeutige Definition des Begriffes Burnout gibt es nicht. weiterlesen »

Preis und Wert

Ich habe in den letzten Wochen Menschen in Geschäften beobachtet. Und dabei ist mir eines aufgefallen. Die meisten schauen zuerst auf das Preisschild oder fragen nach dem preis. Ist ihnen die Ware zu teuer (oder sie erscheint ihnen so), schauen oder fragen sie nach etwas billigerem. Nur sehr wenige Menschen, die ich beobachtet habe, fragten zuerst nach den Eigenschaften der Ware oder fragten nach der Frage nach dem Preis nach. Warum ist das so? Ist der Preis wichtiger als der Wert einer Ware?

Preis und Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung sind zwei verschiedene Dinge. Der Preis gibt an, was der Hersteller oder Anbieter für sein Produkt oder seine Dienstleistung haben möchte. Der Wert eines Produktes oder einer Dienstleistung jedoch ist eine Größe, die nicht so einfach zu bestimmen ist. Es gibt keinen Gradmesser, der den Wert angibt. Der Wert ist individuelle und richtet sich danach, was ich als Kunde von dem Produkt erwarte, wie ich das Produkt verwenden will und vor allem, was ich bereit bin, dafür auszugeben. weiterlesen »

Die Umfrage, die mich nachdenken ließ

Hin und wieder bekomme ich Anfragen von Studenten mit der Bitte, an Umfragen teilzunehmen. Meistens tue ich das auch. Heute erreichte mich eine solche Anfrage von Studenten der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg mit der Bitte, meine Meinung zu einer Software abzugeben, die den Mediator im Mediationsprozess unterstützen soll. Ich hatte keine Ahnung, wie das funktioniert und so startete ich die Beantwortung der Fragen.

Als ich auf den folgenden Satz stieß, wurde ich nachdenklich: „Der Mediator wird durch das Programm bei der Erarbeitung und Bewertung möglicher Lösungsalternativen unterstützt. Zudem kann er den Parteien den Problemkomplex auf eine übersichtliche Art und Weise nahe bringen. Durch die graphische und tabellarische Darstellung der Themen- und Konfliktfelder wird den Parteien aufgezeigt, welche Lösungsalternativen es gibt und zu welchem Ergebnis diese führen.“

Aha, eine Software soll mich also dabei unterstützen, Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten und Lösungsalternativen zu bewerten. Sie kann mich auch dabei unterstützen, den Problemkomplex den Parteien nahe zu bringen und das alles auch noch graphisch und tabellarisch. weiterlesen »

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