Juni 2019

Wenn du Profi sein willst …

… dann tu die Dinge konzentriert und mit Hingabe

Immer wieder kommt es vor, dass ich auf Menschen treffe, die das, was sie tun, nicht mit Konzentration und Hingabe machen. Dann kommt es oft zu Fehlern, Hektik und Frust.

Letzte Woche wollte ich auf dem Stadtfest in Leipzig Langos essen. Also an den Stand und auf das Schild mit den Angeboten geschaut. Sieben verschiedene Sorten mit Nummer und noch ein Angebot auf einem Schild auf dem Tresen ohne Nummer. In der sehr kleinen Imbissbude standen fünf junge Menschen. Eine junge Frau nahm Bestellungen entgegen und kassierte, die andere junge Frau stellte die Speisen zusammen, zwei waren im Hintergrund beschäftigt und der fünfte junge Mann stand rum und laberte. Alle laberten darüber, wie Langos nun ausgesprochen wird. Nach jedem Kunden wurde erst mal gelabert, der nächste Kunde musste warten, bis seine Bestellung aufgenommen wurde. weiterlesen »

Du denkst du machts Fehler?

Fehler machen wir alle – denken wir zumindest. Wir machen keine Fehler, wir treffen Entscheidungen. Die stellen sich dann als optimal oder nicht optimal dar.

Man kann auch beim Wort Fehler bleiben. Entscheidend ist nicht, wie ich es nenne, entscheidend ist, was ich daraus mache.

Geisel ich mich oder lerne ich aus meinen Fehlern? Ersteres ist besser:

  • Welchen Anteil habe ich an meinem Fehler?
  • Was hat gepasst, was hätte ich anders machen können/müssen?
  • Was brauche ich, damit es beim nächsten Mal besser läuft?
  • Was genau mache ich anders?
  • Welches Ergebnis will ich erzielen?

Durch diese Fragen lernt man, wird klüger und die Fehler werden weniger.

Kalenderblatt 17. Woche 2019

In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.

André Malraux (1901 bis 1976),
französischer Schrifsteller, Regisseur und Politiker

Wer grübelt, verliert …

… oder: Den Mutigen gehört die Welt

Grübeln, abwägen, prüfen, vertagen, besprechen, verschieben, zurückstellen … wer keine Entscheidung treffen kann, kann nur verlieren. In den zeit des ewigen Nachdenkens, Abwägens und Prüfens haben andere Menschen bereits 10 Entscheidungen getroffen, umgesetzt und ihr Leben voran gebracht.

Entscheidungsunfreudigkeit entsteht durch die Angst, Fehler zu machen. Wer entscheidet, macht keine Fehler. Entscheidungen und Fehler schließen sich aus. Es gibt keine richtigen oder falschen Entscheidungen. Es gibt nur Entscheidungen.

Entscheide – beobachte – weiterlesen »

Selbstvertrauen, Affirmationen und Wortwahl

Zum Thema Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein schwirrt so alles Mögliche durchs Internet – Ratgeber, Kurse und Tipps, Affirmationen.

Und so fand ich letztens beim Stöbern folgende Affirmationen zum Thema Selbstvertrauen:

„Ich kann das.
Ich kann das lernen.
Ich kann hier besser werden.
Ich kann hier aus meinen Fehlern lernen.“

Super, dachte ich im ersten Moment. Doch dann fiel mir etwas auf – die Wortwahl. „Ich kann …“. Das Verb können sagt, das ich in der Lage bin, etwas zu tun, das ich die Fähigkeiten und Möglichkeiten habe, etwas zu tun. Können sagt aber nicht aus, dass ich es auch tue.

Welches Verb ist also besser weiterlesen »

Lass deine Vergangenheit hinter dir

Manche Menschen leben ständig in ihrer Vergangenheit. Früher war alles besser oder sie können nicht loslassen, was passiert ist – die Vergangenheit ist ja so wichtig. Wir die Vergangenheit nicht ändern. Wir können aber viel aus ihr lernen, aber nur, wenn wir die Vergangenheit loslassen.

Aus der Vergangenheit zu lernen bedeutet, sich von ihr zu entfernen, sie aus einer Metaposition zu betrachten. Nur so können wir erkennen, welche Fehler wir gemacht haben oder welche Dinge gut waren.

Die Gegenwart ist wichtiger, als die Vergangenheit, denn in ihr leben wir. Wir können manche Dinge in unserer Gegenwart nicht ändern, aber wir können mitgestalten. Wir unsere Gegenwart erleben und genießen.

Die Zukunft ist auch wichtig. Wir können sie nicht voraussehen, weiterlesen »

Mach dein Ding … und sch… auf Ratschläge

Letztens las ich: Gib keine Befehle, die man nicht vollbringen kann, und tadle an andern keine Fehler, die du selbst begehst!

Wie oft und gern tun wir genau das? Wir befehlen und tadeln und können es doch selbst nicht besser.

Gern geben wir anderen Ratschläge, ohne sie selbst zu befolgen.

Im Grunde ist jeder Befehl ein Ausdruck eines Wunsches, den sich der Befehlende selbst nicht erfüllen kann. Und dann sollen es eben andere machen.

Gelabert ist schnell, selbst gemacht dauert länger und ist mitunter anstrengend.

Vergiss all die „gut gemeinten“ Ratschläge. Im Ratschlag weiterlesen »

„Ich habe Angst, das Falsche zu tun“

In einem Gespräch über Entscheidungen sagte mir letztens jemand: „Ich tue mich sehr schwer damit, eine Entscheidung zu treffen. Es gibt so viele Möglichkeiten und ich habe Angst, das Falsche zu tun.“

Grundsatz: Du kannst keine falsche Entscheidung treffen! Egal welche Entscheidung du triffst, sie ist immer die Richtige – in dem Moment und in der Situation – und sie bringt dich weiter.

Der einzige Fehler, den du machen kannst ist, keine Entscheidung zu treffen, sie länger und länger vor dir herzuschieben und so immer länger in einer Negativsituation oder in einem Schwebezustand zu verharren. Das kostet Energie weiterlesen »

Kalenderblatt 24. Woche 2018

Der Umgang mit einem Egoisten
ist darum so verderblich,
weil die Notwehr uns allmählich zwingt,
in seinen Fehler zu verfallen.


Marie von Ebner-Eschenbach (1830 bis 1916),
mährisch-österreichische Schriftstellerin

Die Wahrheit ist subjektiv

Es gibt sie nicht, DIE eine Wahrheit. Die Wahrheit liegt immer im Auge des Betrachters. Wir nehmen unsere Umwelt wahr, ordnen sie in unser Wertesystem ein und bilden uns unsere eigene Wahrheit.

Menschen neigen auch gern dazu, Wahrheiten zu relativieren. Wenn ich mal unfreundlich zu jemandem bin, habe ich eben mal schlechte Laune. Wenn aber jemand anderes unfreundlich zu mir ist, dann ist er ein Idiot.

Wenn Politiker sich schmieren lassen, sind sie korrupt. Wenn ich bei meiner Steuer ein bisschen schummel, dann ist das doch ok, macht ja schließlich jeder. Nimmt mir jemand die Vorfahrt, ist er ein rücksichtsloses A….l…. Wenn ich, natürlich ganz aus Versehen, jemandem die Vorfahrt nehme, war ich gerade in Gedanken. Außerdem kann der doch auch aufpassen.

Bei uns selbst sehen wir Fehler und Schwächen oft nicht als so schlimm an, wie bei anderen. Wir suchen und finden Entschuldigungen für unser Verhalten. Bei anderen liegt unsere Toleranzgrenze deutlich niedriger. weiterlesen »

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