Juli 2019

Selbstkontrolle

Die vielleicht wichtigste Eigenschaft, wenn du etwas im Leben erreichen willst, ist Selbstkontrolle. Selbstkontrolle ist die Fähigkeit, die inneren Impulse in Form von Gedanken und Emotionen kontrollieren zu können.

Wer das nicht kann, wer sich von seinen Impulsen leiten lässt, wird zum Sklaven seiner Gedanken und Gefühle.

Gedanken und Gefühle kommen und gehen, unbewusst und kaum beeinflussbar, unterbewusst.

Wer in den entscheidenden Momenten in der Lage ist, weiterlesen »

Was wir in der Schule nicht lernen …

In der Schule wird Kindern so alles Mögliche beigebracht – Lesen, Schreiben, Rechnen, Fremdsprachen, Naturwissenschaften, logisches Denken und ein paar Gedichte auswendig lernen.

So weit, so gut. Einige entscheidende Dinge werden Kindern in der Schule nicht beigebracht:

  • Wie funktioniert ein Mensch (nicht im biologischen Sinn, sondern im menschlichen Sinn)?
  • Was sind Glück und Erfolg?
  • Wie funktioniert Kommunikation?

Ich fordere die Einführung eines Schulfaches, in dem genau diese Dinge vermittelt werden. Ich betone VERMITTELT, nicht gelehrt. Glück kann man nicht lehren. Aber man kann vermitteln:

  • wie unsere Gedanken unsere Gefühle und unser Handeln beeinflussen,
  • wie Sprache unser Denken und Handeln beeinflusst,
  • dass Glück ein natürlicher Grundzustand des Menschen ist, nicht vom Himmel fällt und nicht von äußeren Umständen abhängig ist,
  • dass Kommunikation der Schlüssel zur Lösung aller Probleme ist.
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Nutze deine inneren Fähigkeiten

Jeder Mensch hat eine Fülle von Fähigkeiten. Damit meine ich nicht das, was wir als Beruf gelernt haben oder uns als Wissen angeeignet haben. Ich meine die inneren Fähigkeiten, das, was wir mitbekommen haben und nicht immer nutzen.

  • Du hast Gefühle – aktiviere sie.
  • Du hast Umsetzungskraft – nutze sie.
  • Du hast Ängste – überwinde sie.
  • Du hast Neugier – erkunde sie.

So kannst du es schaffen, gute Beziehungen zu anderen Menschen zu schaffen. So kannst du dir das Leben bauen, das du haben willst. Und wenn du alles, was du gelernt und erfahren hast, dazu nimmst, wird es bestimmt ein tolles Leben.

Die sechs Verständigungshürden

Kommunikation ist etwas wunderbares. Wir können damit alles ausdrücken, Gefühle, Wünsche, Bitten. Wir können mit ihr Konflikte lösen, uns unterhalten, austauschen. Toll. Wenn es da nicht einen Haken gäbe – die Hürden in unserer Verständigung.

  1. gedacht ist nicht gesagt (Reden anstatt nur zu denken),
  2. gesagt ist nicht gehört (ich kann nicht sicher sein, dass der Andere auch zugehört hat),
  3. gehört ist nicht verstanden (ich kann nicht sicher sein, dass der Andere verstanden hat),
  4. verstanden ist nicht einverstanden (der Andere hat verstanden, was ich gesagt habe, er
    muss aber damit nicht einverstanden sein),
  5. einverstanden ist nicht ausgeführt (Zustimmung bedeutet, nicht, das eine Aktion folgt),
  6. ausgeführt ist nicht beibehalten (eine einmalige Ausführung heißt nicht, dass eine
    dauerhafte Ausführung folgt),

Beachte diese Verständigungshürden, vor allem dann, wenn es darum geht Probleme oder Konflikte zu lösen.

Gefühle zu zeigen zeigt Stärke und Selbstbewusstsein

Wer selbstbewusst ist, dem macht es nichts aus, seine Gefühle zu zeigen. Gesellschaftlich ist es eher nicht so anerkennt, seine Gefühle zu zeigen. Vor allem dann, wenn es sich um Trauer, Traurigkeit, Verletzbarkeit, Scham oder Angst handelt. Und wer solche Gefühle offen zeigt, wird oft als weich und nicht belastbar abgestempelt.

Es ist genau anders herum. Wer in der Lage ist, seine Gefühle offen zu zeigen, der zeigt auch, dass er stark und selbstbewusst ist. Offen über Gefühle zu reden ist schwer und daher brauche ich dafür Stärke und Selbstbewusstsein.

Wer lernt, offen über seine Gefühle zu reden, weiterlesen »

„Let’s Talk“ – Austauschtreffen für Leipziger Depressions-Selbsthilfegruppen

Zur Unterstützung der Arbeit von Depressions-Selbsthildegruppen findet am 11.Oktober 2017 um 18:00 Uhr in der Hinrichsenstraße 35 in leipzig die Veranstaltung „Let´s Talk“ statt.

„Let’s Talk“ ist ein Austauschtreffen für Leipziger Selbsthilfegruppen mit dem Schwerpunkt Depression. Neben einem wissenschaftlich fundierten Fachvortrag bietet sich die Möglichkeit für einen anregenden Erfahrungsaustausch mit anderen Selbsthilfeaktiven.

Den fachlichen Input in Form eines Vortrages werden Herr Prof. Dr. med. Peter Schönknecht (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie & ärztlicher Direktor im Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf) und Frau Prof. Dr. Cornelia Exner (Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie & Leiterin der Hochschulambulanz der Universität Leipzig) zu dem Thema „Neue Therapieformen bei der Behandlung von Depression“ geben. Der Fachvortrag gibt einen Überblick über die bestehenden Therapiemöglichkeiten der Erkrankung Depression und die Weiterentwicklung psychotherapeutischer Depressionsbehandlungen, die verstärkt Bezug nehmen auf Prozesse der Achtsamkeit und Akzeptanz, den Umgang mit negativen Gefühlen und die Reflektion von Beziehungserfahrungen. weiterlesen »

Körperhaltung und Selbstbewusstsein (Teil 1)

Letztens habe ich diesen Satz gelesen:

Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden deine Gefühle.

Achte auf Deine Gefühle,
denn sie werden deine Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Dein Schicksal.

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Was ist das Selbstbild und wie entsteht es?

Ich verwende sehr oft in Vorträgen das Wort Selbstbild. Für mich ist klar, was das ist und so bin ich bisher nie tiefer darauf eingegangen. Bis zu dem Tag, als eine Zuhörerin mich fragte, was denn das Selbstbild eigentlich ist und wie es entsteht.

Selbstbild ist nicht das Bild, das wir von uns im Spiegel sehen. Es ist das Bild von uns, das im Inneren entsteht. Es entsteht dort, wo auch das Selbstbewusstsein (oder auch NICHT-Selbstbewusstsein) herkommt. Das Selbstbild sind all die Gedanken, Gefühle und Meinungen, die ein Mensch über sich selbst denkt. Dazu gehört auch das Spiegelbild und wie wir es sehen und bewerten.

Und genau dieses Selbstbild ist es, was am Ende das Leben eines Menschen bestimmt. Menschen verhalten sich im Außen so, wie sie sich in ihrem Selbstbild sehen. Sieht ein Mensch sich als zu dick, hässlich, weiterlesen »

Wie kommt man zu Zufriedenheit?

Letztens sagte jemand zu mir: „Ich will immer genau das, was ich gerade nicht habe? Ich weiß nicht, ob das anderen Menschen auch so geht, ich leide darunter.“

Ich konnte die Person erst einmal beruhigen. Sie ist mit ihrem Problem nicht allein. Wer kennt dieses Gefühl nicht – wahrscheinlich über 90% der Menschheit. Ich denke, das ist erst einmal etwas ganz menschliches. Zum Problem wird es, wenn ich mich ständig damit herumquäle, etwas anderes haben zu wollen – wenn mir nie etwas genug ist oder wenn meine eigene Situation mir immer schlechter vorkommt, als die des Nachbarn.

Allen anderen geht es irgendwie besser, als mir. Die Anderen haben mehr Zeit, mehr Geld, die besseren Freunde, mehr Spaß am Leben, weiterlesen »

10 Monate Theaterprojekt „selbst&los“

Ein (Selbst-)Erfahrungsbericht

Das Theaterprojekt "selbst&los" (Foto: Sven Lehmann)

Das Theaterprojekt „selbst&los“
(Foto: Sven Lehmann)

Viele Menschen spielen in ihrer Freizeit Theater. Aus Spaß, aus Lust, sich zu präsentieren, um mit Gleichgesinnten Zeit zu verbringen. Die Motive sind vielfältig. Theater spielen kann auch ein Mittel sein, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Diese Erfahrung habe ich mit dem Theaterprojekt „selbst&los“ der Leipziger Selbsthilfe gemacht.

Im Juli 2015 erhielt in eine E-Mail mit der Ankündigung, dass für ein Theaterprojekt der Leipziger Selbsthilfe Mitspieler gesucht werden. Das klang interessant und ich ging zum ersten Treffen. Grundlage des Projektes war ein Kurztext, der sich mit dem Thema der Suche nach dem Platz im Leben beschäftigte.

Das erste Treffen drehte sich um organisatorische Fragen und vor allem um die Frage, woher kommt das Geld für das Projekt. Dann passierte einige Wochen nichts und im September 2015 war es dann soweit weiterlesen »

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