Oktober 2019

Hilf dir selbst, dann kannst du anderen helfen

Anderen Menschen zu helfen, ist eine feine Sache. Wir empfinden Glück, wenn wir anderen helfen konnten. Manchmal fühlen wir uns aber auch unglücklich. Dann ist es an der Zeit, sich einige Fragen zu stellen.

  1. Geht es mir gut, bin ich in der Verfassung, anderen Menschen zu helfen? Oder ist es für mich besser, mich um mich selbst zu kümmern?
  2. Kannte ich mich in dem Bereich, in dem ich geholfen habe, überhaupt aus?
  3. Habe ich geholfen, weil ich es wollte, oder weil es von mir erwartet wurde?
  4. Habe ich mit dem Herzen geholfen oder nur mit dem Verstand?
  5. Was hat es mir gebracht, zu helfen?

Finde Antworten auf diese Fragen und trau dich, auch mal, nein zu sagen.

Die Bettlerin und das Geschenk

Gestern saß ich auf einer Bank in der Fußgängerzone in Leipzig. Neben mir auf dem Boden saß eine Bettlerin mit einem Pappschild auf den Knien. Darauf die Aufschrift: Ich habe Hunger, bitte Hilfe.

Eine Frau näherte sich, überreichte der Bettlerin ein in Alufolie eingepacktes Päckchen und sagte sinn gemäß: Jesus liebt dich, er hilft Dir. Du kannst immer zu Jesus beten. Dann entfernte sie sich.

Die Bettlerin stand auf, schaute sich unschlüssig um. Schließlich ging sie ein paar Schritte zur Seite, schaute in das Päckchen mit der Alufolie. Ich konnte erkennen, dass darin ein Viertel belegtes Fladenbrot war. Die Bettlerin schaute immer noch unschlüssig, wickelte die Alufolie wieder um das Brot und entfernte sich. weiterlesen »

5. Deutscher Patientenkongress Depression in Leipzig – Anmeldung startet

Die Anmeldung zum 5. Deutschen Patientenkongress Depression für Betroffene und Angehörige ist ab jetzt möglich: Es erwartet Sie wieder ein zweitägiges Angebot zu Themen wie „Depression und Beziehung“ und „Neue Erkenntnisse in der Behandlung“ (z.B. im Bereich Psychotherapie, hirnstimulierende Verfahren, digitale Selbstmanagementangebote). Tauschen Sie sich mit Experten zu Hilfsmöglichkeiten, Renten- und Sozialsystem aus oder stellen Sie Ihre häufigsten Fragen in der Depressionssprechstunde. Natürlich wird am 21. und 22. September 2019 auch der Austausch unter den Teilnehmern im Mittelpunkt stehen.

Harald Schmidt, Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, wird auch 2019 die Moderation des Kongresses übernehmen. Ihn verstärken weitere prominente Gäste, die der Depression eine Stimme geben.

Hier gehts zur Anmeldung

Tu Gutes …

Wann ist man ein guter Mensch? Immer dann, wenn man etwas Gutes für andere tut? So wird es definiert. Doch was ist gut für andere?

Viele Menschen versuchen, zu helfen, denken, sie tun damit gutes und richten doch nur Schaden an. Wie heißt es so schön: „Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht.“

Es gibt keine Definition, was ein guter Mensch ist. Was gut ist, kann nur jeder Mensch für sich selbst entscheiden. Jede Einmischung von außen, und sei sie noch so gut gemeint, ist oft nicht gut, sondern übergriffig.

Ein guter Start, ein guter oder besserer Mensch zu sein, kann sein, andere Menschen zu respektieren, so wie sie sind. Ihnen nicht mutwillig Schaden zuzufügen, nicht zu lästern oder zu mobben. Versprechen und Zusagen einhalten macht uns zu besseren Menschen. Und wenn ich unbedingt helfen will, so sollte ich erst einmal fragen, ob meine Hilfe gewünscht ist.

Redet mit mir!

Ich musste meinen Internet- und Telefonanbieter wechseln. Ging sehr schnell. Antrag ausgefüllt, hingeschickt, ein Tag später war der neue Router da. Auspacken, anschließen und dann gings los.

Es ging nämlich fast nichts los: Telefon funktionierte, Internet nicht. Was mache ich? Anrufen bei der Hotline. Und dann ging richtig los:


    Wenn sie das möchten, drücken Sie die 1.
    Wenn sie das möchten, drücken sie die 2.
    Wenn sie das möchten, drücken sie die 3
    Und wenn sie irgendwas möchten, drücken sie die fünf.

Ich drücke die Taste 2.

    Wenn sie das möchten, drücken sie sie 1.
    Wenn sie das möchten, drücken sie die 2.
    Wenn sie das möchten, drücken sie die 3.

Ich drücke dieses Mal die Taste 1. weiterlesen »

„Ohne Psychopharmaka geht es nicht“

Immer wieder höre ich diesen Satz. Im Fernsehen, wenn die Halbgötter in Weiß mal wieder über Depressionen und Burnout referieren. Egal, welcher „Möchte-gern-Experte“ sich äußert – immer fällt dieser Satz: „Ohne Psychopharmaka geht es nicht“.

Das ist kompletter Blödsinn. Die Ursachen für Depressionen oder das Burnout-Syndrom, sofern keine organischen Ursachen vorliegen, liegen im Inneren eines Menschen. Äußere Einflüsse können Depressionen verstärken. Die Wurzel aber liegt im Betroffenen selbst. Und nur aus sich selbst heraus kann ein Betroffener aus einer Depression wieder herauskommen. Mit Hilfe natürlich. Psychopharmaka sind keine Hilfe. weiterlesen »

Schwächen überwinden

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Letztere kennen wir bei uns meistens am Besten. Normalerweise sind unsere Schwächen kein Problem. Wir richten unser meist so ein, dass wir unseren Schwächen selten begegnen. Doch irgendwann holen sie und wieder ein und wir wünschen uns, dass wir dies oder jenes besser könnten.

Schwächen können uns behindern in unserem Vorankommen und sie können zu Einschränkungen im Leben führen. Solange unser Leben nicht nachhaltig dadurch beeinträchtig wird, soll es so sein. Doch was, wenn ich eine tolle Idee habe, mir aber sofort alle meine Schwächen einfallen, die mich darin hindern, diese Idee umzusetzen?

Dann ist der Punkt erreicht, an dem unsere Schwächen uns aufhalten weiterlesen »

Werde zum Egoisten – jetzt!

Egoismus ist weitgehend verpönt. Warum eigentlich? Weil er gleichgesetzt wird mit Eigensinn, ausgefahrenen Ellenbogen und einer „alles- gehört- mir-Mentalität“. Mit all dem hat Egoismus absolut nichts zu tun.

Egoismus ist – in seiner ursprünglichen Form – die eigene Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen. Eigenliebe, Eigennutz, Ichbezogenheit. Wahre Egoisten sind Menschen, die zu ihrem eigenen Zweck handeln, dies jedoch in einer symbiotischen Lebenshaltung zugleich auch zum Vorteil anderer. Diejenigen Egoisten, die den zweiten Teil vergessen, werden als Raffgier-Egoisten bezeichnet.

Doch um die geht es ja nicht. Und weil Egoismus in unserem Land auf die Gruppe der weiterlesen »

Ich mache es allein

Ich gehöre zu den Menschen, die alles alleine schaffen wollen. Das hat sicher etwas mit Kontrolle bzw. Kontrollverlust zu tun. Ich möchte die Kontrolle über mein Leben behalten. Ich will mich nicht abhängig machen. Ich will, dass die Dinge auf meine Art erledigt werden. Ich will anderen Menschen ungern zur Last fallen.

Deswegen bin ich Anhänger der Idee, alles alleine schaffen zu wollen. Das ist riesengroßer Quatsch. Kein Mensch kann alles alleine schaffen. Jeder Mensch braucht mal Hilfe, Zuspruch oder ein offenes Ohr. Bis ich das begriffen hatte, ist eine Menge Zeit vergangen. Heute bin ich soweit, weiterlesen »

Depression – muss der Leidensdruck erst unerträglich werden?

Ich kenne einige Leute, die in einer Depression stecken. Sie wissen auch darum, schaffen es aber nicht, mit irgendetwas in Aktion zu kommen, um ihr Situation zu verbessern. Eigentlich unverständlich, warum tun sie nichts, wenn sie merken, dass es ihnen nicht gut geht?

Es scheint so zu sein, dass bei der Leidensdruck bei einigen Menschen erst so groß werden muss, dass er absolut nicht mehr auszuhalten ist. Erst dann sind einige Menschen bereit, Hilfe zu suchen. Allerdings sind sie dann meistens auch so am Boden, dass sie alles annehmen, was ihnen als Hilfe vorgesetzt wird.

Ist es wirklich so, dass der Leidensdruck erst ein Maximum erreicht haben muss, weiterlesen »

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