Oktober 2019

Leben in der Seifenblase

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

Oft beobachte ich in der Straßenbahn oder auf der Straße Menschen, die scheinbar nur auf sich fixiert sind und um sich herum nichts mitbekommen. Sie starren auf ihr Handy, stehen im Weg rum, blockieren die Türen in der Straßenbahn, laufen mit gesenktem Kopf durch die Gegend und nehmen nichts anderes wahr. Ein Leben wie in einer Seifenblase.

Die Fokussierung auf ein technisches Gerät, das angeblich unverzichtbar ist, entrückt denjenigen, der es dauerhaft benutzt, nicht nur von seiner Umwelt, es entrückt ihn auch von sich selbst. Menschen sind soziale Wesen und wir leben weiterlesen »

Es war, wie es war … es ist, wie es ist

„Wenn ich damals alles anders gemacht hätte, dann hätte ich es heute viel leichter“. Solche und ähnliche Sätze höre ich immer wieder. Wenn früher etwas anders gelaufen wäre, dann wäre heute alles anders. Schwachsinn!

Was war ist vorbei, Ende aus, vorbei. Es kommt nie wieder, es kann nicht verändert werden. Was war, war. Sich später darüber aufzuregen, bringt gar nichts.

Egal, wie wir die Dinge gern gehabt hätten, sie werden nie anders kommen. Wir können unsere weiterlesen »

Optimismus

Optimismus kommt aus dem lateinischen und heißt „das Beste“. Nicht ungefähr das Beste oder annähernd das Beste, sondern einfach nur „Das Beste.

Wer eine optimistische Lebensauffassung hat, betrachtetet die Welt oder eine Sache von der besten Seite – zuversichtlich, lebensbejahend und heiter. Alles was ist und alles was kommt wird positiv gesehen bzw. erwartet.

Der 1646 in Leipzig geborene Gottfried Wilhelm Leibniz meinte, dass Gott in seiner Allmacht und Güte nur „die beste aller möglichen Welten“ geschaffen habe, auch wenn man sie nicht gut nennen kann. Voltaire widersprach ihm, angesichts des Erlebens des Erdbebens von Lissabon 1755. Philosophisch betrachtet ist die Welt die beste aller möglichen Welten, in der alles gut und vernünftig ist oder sich zum Besseren entwickelt.

Philosophie hin und her – Optimisten machen sich keine Sorgen. weiterlesen »

Kalenderblatt 26. Woche 2019

Mit leerem Kopf nickt es sich leichter.

Zarko Petan (1929 bis 2014),
jugoslawisch-slowenischer Schriftsteller

Erwarte nichts

Wie oft sind wir enttäuscht, wenn etwas nicht so gekommen ist, wie wir es erwartet oder gehofft haben. Aber es hätte …. Erstens kommt es anders als man zweitens denkt.

Menschen verhalten sich anders, als wir es erwarten. Menschen müssen unsere Erwartungen auch nicht erfüllen. Je mehr Erwartungen und „das-muss-doch-aber-so-sein-Regeln“ wir im Kopf haben, desto eingeschränkter und enttäuschungsreicher ist unser Leben.

Wer wenig erwartet, wird weniger enttäuscht.

Was wäre, wenn …

Sicher hat jeder Mensch ab und zu diese Gedankenspiele im Kopf: Was wäre wenn …? Dieses Gedankenkreisen kann auch ganz nützlich sein, immer dann, wenn in meinem leben etwas nicht so läuft, wie ich es gern hätte. Was wäre, wenn alles anders wäre?

Nützlich sind die Gedankenspiele, wenn sie zu einem Ergebnis führen. Wie sieht mein Leben aus, wenn ich dies oder das ändere? Was wäre besser? Was müsste ich aufgeben? Was gewinne ich? Was verliere ich?

Und dann braucht es eine Entscheidung. Wäre es besser für mich, etwas zu verändern? Ja. Dann mach ich es. Wäre es nicht so gut, Dinge zu verändern, dann bleibe ich bei dem, was ich habe oder suche einen anderen Weg.

Bei manchen Menschen fehlt dieser Schritt. Sie stellen sich vor, was wäre, wenn …. Doch sie ziehen keine Schlüsse daraus und verändern nichts. Sie bleiben in ihrer Gedanken- und Jammerschleife hängen.

Das Denken in Möglichkeiten ist der erste Schritt zu Veränderung. Aber eben nur der erste.

Sichtweisen verändern

Wir nehmen Dinge wahr, interpretieren und ordnen sie in unser Weltbild ein. Oft beharren wir dann viele Jahre auf unseren Wahrnehmungen und Interpretationen. Allzu oft machen wir uns die Welt dadurch schön und wollen eventuelle Veränderungen und Gefahren nicht sehen. Anders herum kann es auch sein, dass ich die Welt zu schwarzsehe und Dinge vorausahne, die gar nicht eintreffen.

Vier Fragen können helfen, die Sichtweise zu verändern:

  1. Was ist, wenn Dinge nicht eintreffen (z.B. Sorgen, Nöte, Ängste)?
  2. weiterlesen »

Spüre deinen Körper

Alltag, Stress und Hektik bestimmen unser Leben. Nur wenig Zeit bleibt uns für Ruhe und Entspannung.

Es gibt einen einfachen Trick, dem Stress zu entfliehen und ein bisschen glücklicher zu werden.

Einfach nur still dasitzen. Den Atem beobachten. Den Körper spüren. Ein paar Minuten reichen aus.

Unseren Körper bewusst zu fühlen, macht uns ein Stück glücklicher.

Wie fühlt sich das an? Bei mir fühlt sich das immer richtig, richtig gut an. Woher kommt das? Wir leben allzu oft nur in unserem Kopf. Und durch diese einfache Übung stellen wir die Verbindung zu unserem Körper wieder her, zu unserem tiefsten Inneren, wo Ruhe, Gelassenheit und Lebensfreude zuhause sind. Wir müssen es nur zulassen.

Kopf oder Herz? Oder doch Bauch?

Menschen treffen Entscheidungen – aus dem Bauch heraus, aus dem Kopf heraus oder aus dem Herzen heraus. Manche Menschen sind festgelegt, aus welchem Körperteil sie ihre Entscheidungen treffen, andere wechseln. Doch was, wenn sich Bauch, Kopf und Herz nicht einig sind?

Kopf sagt nein – Herz sagt ja. Wer kennt das nicht. Und dann beginnt das Zweifeln, das Herumlavieren und die Entscheidung wird immer weiter hinausgeschoben. Auf was hört man nun?

Auf diese Frage gibt es, wie so oft, keine eindeutige Antwort. Manchmal ist es gut, auf dem Kopf (Verstand) zu hören, vor allem, wenn es um wichtige geschäftliche oder finanzielle Entscheidungen geht. Manchmal ist es gut, auf weiterlesen »

Kommunikation ist zu allererst zuhören

Wie oft hören wir anderen Menschen gar nicht zu, wenn wir uns unterhalten? Weil wir im Kopf schon die Antwort oder Gegenrede formulieren, ohne abzuwarten, was der Andere sagen will oder uns fragen will. Und weil wir schon während des Sendes der Botschaft unsere Bewertungsschubladen öffnen.

Wie würde ein Gespräch verlaufen, wenn dem Anderen unsere volle, urteilsfreie Aufmerksamkeit widmen würden? Einfach erst einmal zuhören, wirken lassen, ohne Bewertung und ohne schnelle Antwort.

Was wäre, wenn wir versuchen würden, uns weiterlesen »

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