Oktober 2019

Mauerfall und Wiedervereinigung?

Gedanken zum „Tag der deutschen Einheit“

Heute jährt sich zum 29. Mal der Tag, an dem die Deutsche Demokratische Republik nach Artikel 23 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland derselbigen beigetreten ist. Wiedervereinigung wird das heute genannt und jedes Jahr am 3. Oktober gefeiert.

„Das Volk will es so“ sagte Helmut Kohl am 19. Dezember in Dresden, als er als Kanzler des westdeutschen Teilstaates in den souveränen ostdeutschen Teilstaat reiste. Hat das Volk es so gewollt? Ich glaube nicht, dass Helmut Kohl das westdeutsche und das ostdeutsche Volk gefragt hat, was es will.

Was am 3. Oktober 2019 geschah, war nur das Ende und Ergebnis einer Kette von Ereignissen, die über ein Jahr zuvor begann. Tausende Menschen verlassen die DDR, über die ungarisch-österreichische Grenze, über die bundesdeutschen Botschaften in Prag und Warschau. Tausende wollen nur noch raus aus dem Land, das sich Arbeiter-und-Bauern-Staat nennt, und seine Arbeiter und Bauern längst vergessen hat. Tausende wollen eine bessere Zukunft in Freiheit und Demokratie. Sie wollen reisen. Die einen wollen das, indem sie in den Westen ausreisen wollen. Die anderen wollen das, indem sie die DDR verändern wollen. Diese beiden, in ihren Zielen gegensätzlichen Gruppen, gehen gemeinsam auf die Straße, weil sie einen gemeinsamen Gegner haben. Und genau das ist bis heute einmalig in der deutschen Geschichte – und ist in der gesamtdeutschen Geschichtsdeutung des Herbstes ´89 vergessen worden.

„Wir sind das Volk“ schallte es hundertfach, dann tausendfach dann zehntausend- und hunderttausendfach auf den Straßen der maroden DDR. Rufe nach Freiheit und Demokratie, freien Wahlen und Reisefreiheit und auch Rufe, „Die Mauer muss weg“. Zaghaft anfangs, doch sie waren zu hören. Rufe nach der deutschen Einheit hörte man, wenn überhaupt, nur sehr, sehr selten. Sie stand nicht auf der Tagesordnung in den heißen Wochen des Herbstes ´89. Nein, Veränderung, Erneuerung, ein Sozialismus mit menschlichem Antlitz – das waren die Ideen und Träume der Herbstdemonstranten.

Bis zu jenem denkwürdigen 9. November 1989, als Günther Schabowski in einer insgesamt langweiligen Pressekonferenz in Ostberlin einen Zettel herausholte und verlas: „Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der Volkspolizeikreisämter in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. […] Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu West-Berlin erfolgen.“
Auf die Nachfrage des Hamburger Bild-Zeitungsreporters Peter Brinkmann „Wann tritt das in Kraft?“ antwortete Schabowski:
„Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“

Es dauerte keine 30 Minuten und die Nachricht war um den Erdball gegangen – die Mauer in Berlin ist gefallen. Ein Irrtum in doppelter Hinsicht. Schabowski hatte das gar nicht gesagt und auch nicht gemeint. Privatreisen müssen beantragt und genehmigt werden, Visa für ständige Ausreisen werden erteilt – damit waren die gemeint, die die DDR dauerhaft verlassen wollten. Kein Wort davon, dass die Grenze weg ist und dass jeder DDR-Bürger nach Lust und Laune nach Westberlin und in die Bundesrepublik reisen darf. Doch das nahmen Volk weiterlesen »

Der Klimawandel, Friday For Future und eine hilflose Gesellschaft

Vor einigen Tagen erreichte mich diese E-Mail:

    Guten Tag, ich wollte mich mal aus Interesse, zu einem Thema erkundigen, da mein Sohn mich darauf gebracht hat und ich leider nicht antworten konnte.
    Bei den „Friday for Future“ – Demonstrationen kam eine Frage bezüglich unseres Wirtschaftssystems auf. „Ist unendliches Wirtschaftswachstum, wie der Kapitalismus es fordert, vereinbar mit einem endlichen Planeten“?
    Ich dachte es wäre bestimmt interessant zu erfahren, weiterlesen »

Die schnelle, einfache Lösung gibt es nicht

Manchen Menschen haben ein Problem. Sie suchen nach jemandem, der ihnen sagt, wie sie ihr Problem lösen können, schnell, unkompliziert und ohne Nebenwirkungen. Wenn es so einfach wäre, dann hätten wir keine Probleme mehr.

Die schnelle, einfache Lösung gibt es nicht, weil:

  1. Viele Probleme haben eine oft lange Vorgeschichte und es braucht Zeit, ein Problem dauerhaft und nachhaltig zu lösen.
  2. Niemand kann das Problem eines anderen Menschen lösen.
  3. Jeder Mensch kann seine Probleme nur selbst lösen und weiterlesen »

Sicherheit kontra Lebendigkeit

Viele Menschen streben nach der absoluten Sicherheit. Alles wird abgesichert, mit Verträgen. Kein Raum für Spontanität, plötzliches Umschwenken, Veränderung, Entwicklung. Daran erstickt die Lebendigkeit.

Wir wollen unerwartete Wendungen verhindern, keine Überraschungen erleben. Nein, alles soll geplant, geregelt und abgesichert sein. Aber wo bleibt dabei das Lebensglück? weiterlesen »

Der magnetische Mensch

Quelle: pixabay.de

Wir Menschen haben oft Dinge in unserem Leben, die wird eigentlich gar nicht wollen. Und oft haben wir das Gefühl, das alles, was wir brauchen, gerade nicht da ist.

Menschen sind wie Magneten. Sie ziehen das an, was sie gerade am nötigsten brauchen oder sie ziehen das an, was sie ausstrahlen. Wenn ich eine positive Ausstrahlung habe, ziehe ich positive Menschen an. Wenn ich an meiner inneren Einstellung arbeiten möchte, ziehe ich Menschen oder Dinge an, die mich dabei unterstützen. Ich muss es nur erkennen. Und daran scheitert es oft im Leben.

Manchen Menschen wünschen sich Geld, um sich ihre Träume erfüllen zu können, haben weiterlesen »

Ein Ziel ist nichts wert ohne eine Vision

Menschen haben Ziele, große und kleine. Und dann hört es oft schon auf. Und dann warten sie und warten sie und warten sie, bis das Ziel endlich erreicht ist. Und was passiert – nichts.

Ein Ziel ist nichts wert ohne eine Vision. Wenn ich mir nicht vorstellen kann, wie es ist, wenn ich mein Ziel erreicht habe, nützt mir das schönste Ziel nichts. Erzähle Menschen deine Ziele und sie werden gelangweilt sein. Erzähle Menschen deine Visionen und sie werden begeistert sein.

weiterlesen »

Was wäre, wenn …

Sicher hat jeder Mensch ab und zu diese Gedankenspiele im Kopf: Was wäre wenn …? Dieses Gedankenkreisen kann auch ganz nützlich sein, immer dann, wenn in meinem leben etwas nicht so läuft, wie ich es gern hätte. Was wäre, wenn alles anders wäre?

Nützlich sind die Gedankenspiele, wenn sie zu einem Ergebnis führen. Wie sieht mein Leben aus, wenn ich dies oder das ändere? Was wäre besser? Was müsste ich aufgeben? Was gewinne ich? Was verliere ich?

Und dann braucht es eine Entscheidung. Wäre es besser für mich, etwas zu verändern? Ja. Dann mach ich es. Wäre es nicht so gut, Dinge zu verändern, dann bleibe ich bei dem, was ich habe oder suche einen anderen Weg.

Bei manchen Menschen fehlt dieser Schritt. Sie stellen sich vor, was wäre, wenn …. Doch sie ziehen keine Schlüsse daraus und verändern nichts. Sie bleiben in ihrer Gedanken- und Jammerschleife hängen.

Das Denken in Möglichkeiten ist der erste Schritt zu Veränderung. Aber eben nur der erste.

Wer bin ich?

Die Frage beschäftigt wohl viele Menschen. Wer wissen will wer er ist, oder wie er ist, beobachte dich sich selbst, wenn keiner hinschaut.

Stelle dich vor einen Spiegel und rede mit dir. Beobachte dich dabei. Gefällt dir, was du siehst? Oder nicht? Was gefällt dir an dir nicht, was kannst du wie verändern? Wie willst du sein? Und wie kommst du dahin.

Wem es schwer fällt, sich im Spiegel zu betrachten, der kann auch einen Perspektivwechsel vornehmen. Stelle dir selbst eine Frage weiterlesen »

Warum „gute Vorsätze“ sinnlos sind

Ein neues Jahr hat begonnen, und so mancher nimmt sich wieder mal seine „guten Vorsätze“ vor. Abnehmen, aufhören mit dem Rauchen, weniger Stress, mehr Zeit mit der Familie usw. Vier Wochen, sechs Wochen, vielleicht acht Wochen, dann ist es auch schon wieder vorbei mit den „guten Vorsätzen“. Alles wieder beim Alten, bis zum nächsten Jahresbeginn.

„Gute Vorsätze“ sind sinnlos. Menschen „setzen etwas vor sich“, halten das für gut und dann sitzt es eben dort – fett und bräsig. Es braucht keine „guten Vorsätze“ – es braucht Ziele. Es braucht Motivation. weiterlesen »

Anspruch und Wirklichkeit

Wie oft klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander. Menschen sagen Dinge und sind innerlich nicht davon überzeugt. Wir sind, wie wir sind, wollen aber ganz anders sein.

Wenn Anspruch und Wirklichkeit nicht übereinstimmen, gerät das innere Gleichgewicht in Schieflage. Wir fühlen uns nicht mehr wohl in unserer Haut. Wenn das der Fall ist, wird es Zeit für Veränderung.

Wenn ich nicht habe, was ich gern hätte, besorge ich es mir. Oder ich begnüge mich mit dem, was ich habe und fange an, es zu lieben. Wenn ich mit mir nicht zufrieden bin, fange ich, mich zu verändern oder ich akzeptiere mich so, wie ich bin.

Wenn Anspruch und Wirklichkeit sich annähern, entsteht Zufriedenheit.

©2019 – blicklicht-leben.de – Burnout-Therapeut & Burnout-Coach Mirko Seidel, Sigismundstraße 3, 04317 Leipzig, Telefon: 0341 46 86 68 73
Burnout & Depressionen - Beratung, Coaching, Hilfe, Prävention, Perspektiven, Unterstützung  -  Kontakt   -   Impressum